Mi., 14.03.2018

Bei dritter Auflage des Mörthlaufs ist der Bad Driburger erneut Sieger Nahen wie vor zehn Jahren

Start zum dritten Mörthlauf auf dem Sportplatz in Kollerbeck: Christian Berg (Nummer 492), Stefan Rustemeier (519), Benedikt Hildmann (487), Mathias Nahen (516), Michael Amstutz (541) und Paul Maksuti (rechts hinten) geben Gas.

Start zum dritten Mörthlauf auf dem Sportplatz in Kollerbeck: Christian Berg (Nummer 492), Stefan Rustemeier (519), Benedikt Hildmann (487), Mathias Nahen (516), Michael Amstutz (541) und Paul Maksuti (rechts hinten) geben Gas. Foto: Heinz Wilfert

Von Heinz Wilfert

Kollerbeck (WB). Drei Kilometer vor dem Ziel gab Mathias Nahen vom TV Jahn Bad Driburg beim dritten ­Mörthlauf des SV Kollerbeck Gas. Das ist taktisch klug und die richtige Entscheidung.

Bis dahin war Nahen mit Paul Maksuti von »Delbrück läuft« Seite an Seite gelaufen. »Da mir klar war, dass Paul das bessere Ende haben würde, musste ich alles riskieren«, gab der Ausdauerläufer aus der Kurstadt Einblicke in seine Überlegungen. Sie waren richtig, denn Nahen trug sich beim dritten Mörthlauf zum zweiten Mal in die Siegerliste des 16,5 Kilometer langen Mörthlaufs ein.

»Das hier ist ein ganz besonderes Event«, kündigte Organisator Heinrich Rheker beim Start an. Der Mörthlauf steht nur alle fünf Jahre im Terminkalender der heimischen Athleten. Die Austragung fiel diesmal mit dem 30-jährigen Bestehen der Laufgruppe des SV Kollerbeck zusammen. »Das Profil des Laufs ist ausgewiesen schwierig«, berichtete Rheker. Insgesamt mussten die Teilnehmer 440 Höhenmeter zurücklegen. Den höchsten Punkt markierte das Mörth, ein Hochmoor im Schwalenberger Wald, welches nach einem über zwei Kilometer langen Anstieg, einer Steigung von elf Prozent und 220 Höhenmetern passiert wurde. Der Mörthlauf wurde von einigen Athleten als Vorbereitung auf den Hermannslauf genutzt. 66 Läufer erreichten das Ziel und erhielten Urkunden.

Im Vorfeld Schwerstarbeit geleistet

Im Vorfeld hatte das Kollerbecker Organisationsteam Schwerstarbeit geleistet und Bäume von der Strecke weggeräumt. Orkan Friederike hatte Spuren hinterlassen. Mathias Nahen, der die erste Auflage vor zehn Jahren gewonnen hatte, und Lokalmatador Johannes Niemann vom SV Kollerbeck, der bei der zweiten Auflage vor fünf Jahren triumphierte, gehörten zum Favoritenkreis. Nahen sollte sich durchsetzen, verfehlte allerdings nach 1:08,55 Stunden seinen eigenen Streckenrekord, den er mit 1:05 Stunden inne hat. »Volles Tempo bin ich lediglich die letzten Kilometer gelaufen«, sagte der Bad Driburger nach seinem zweiten Erfolg am Hochmoor Mörth. Paul Maksuti wurde in 1:10.18 Stunden Zweiter. Der Bielefelder Christian Berg, der lange in der Dreier-Spitzengruppe mitgelaufen war, wurde in 1:11,12 Stunden Dritter.

Knackige Anstiege

 

»Das waren hier knackige Anstiege und richtig herausfordernd«, war Berg stolz, dass er den Mörthlauf gemeistert hatte. Michael Brand nutzte das Event als Trainingseinheit. Aus der Spitzengruppe verabschiedete sich der Mann von der Non-Stop-Ultra Brakel schnell und wurde in 1:13,20 Minuten Vierter. Dahinter folgten die Kollerbecker Johannes Niemann (1:15,51 Stunden) und Josef Struck (1:16.53 Stunden). Über Platz sechs freute sich Stefan Rustemeier vom TV Jahn Bad Driburg in 1:18.,31 Stunden. »Es war mein erster Mörthlauf und hat Spaß gemacht«, holte sich der Bad Driburger zusätzlich eine Portion Selbstbewusstsein ab. Neunter wurde Benedikt Hildmann in 1:19,59 Stunden von den »Eggemännern«. Markus Spieker vom TuS Ovenhausen belegte in 1:24,37 Stunden Platz elf. Altmeister Michael Amstutz vom TV Jahn Bad Driburg schaffte 1:25.44 Stunden und wurde Zwölfter. »Der Mörthlauf gehört zu den wenigen Läufen in der Region, die ich noch nicht gewonnen habe. Das werde ich wohl aufgrund meines Alters auch nicht mehr schaffen«, war der zweifache Hermannslaufsieger Amstutz mit seinem Auftritt dennoch zufrieden und freut sich bereits auf seine 30. Teilnahme am Hermann.

Sandra Ricke schnellste Frau

 

Schnellste Frau war die für den Warburger SV 1884 startende Korbacherin Sandra Ricke, die in der Gesamtwertung in 1:28,3 Stunden Platz 16 erreichte. Mit den Steigungen hatte die Ausdauersportlerin keine Probleme. »Wo es rauf geht, geht es auch wieder runter«, war Ricke nach ihrer Vorstellung beim dritten Mörthlauf bestens aufgelegt. Sie lag knapp vor den Kollerbecker Altersklassenläufern Frank Altmiks (1:28,54 Stunden) und Joachim Rubel (1:29,00 Stunden).

Heinrich Rheker erinnerte an die Gründung der Kollerbecker Laufgruppe vor 30 Jahren, der sieben Läuferinnen und Läufer angehörten. Alle von ihnen sind noch aktiv. Neben Heinrich Rheker sind das Margret Rheker, Alois Werpup, Georg Fuhrmann, Matthias Reinhard, Maria Krüger und Johannes Lensdorf. Rheker wird im April zum 15. Mal beim Hermannslaud dabei sein. »Wir bilden eine gute Gemeinschaft«, stellte Rheker heraus. Die Kollerbecker freuen sich über neue Laufenthusiasten. Zu ihnen gehören Joachim Rubel und Dirk Eickhoff, die in diesem Jahr den Ironman auf Hawaii bestreiten wollen.

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