Mo., 16.04.2018

Rekordbeteiligung beim Köterberglauf des SV Kollerbeck – Kaschura läuft allen davon Letzter Härtetest vor dem »Hermann«

Auf die Strecken über 24, 11,6 und fünf Kilometer wurden alle Läuferinnen und Läufer beim 21. Köterberglauf des SV Kollerbeck geschickt (ganz links) Viktoria Rath, Matthias Berkemeier (Nr. 1353), Michael Amstutz, Jan Kaschura (2608), Andres Mügge (2622) und Jan Philipp Roche (211).

Auf die Strecken über 24, 11,6 und fünf Kilometer wurden alle Läuferinnen und Läufer beim 21. Köterberglauf des SV Kollerbeck geschickt (ganz links) Viktoria Rath, Matthias Berkemeier (Nr. 1353), Michael Amstutz, Jan Kaschura (2608), Andres Mügge (2622) und Jan Philipp Roche (211). Foto: Heinz Wilfert

Von Heinz Wilfert

Kollerbeck (WB). Großer Auftritt für Jan Kaschura beim Köterberglauf in Kollerbeck. Der Langstreckler von Run-Artist Holzminden ließ schon vom Start weg keine Zweifel an seiner Klasse aufkommen und gewann in 1.33.44 die Königsklasse beim 21. Köterberglauf über 24 Kilometer.

Zweiter wurde Mathias Nahen (1.37.38, TV Jahn Bad Driburg), der vor wenigen Wochen an gleicher Stelle noch den Mörthlauf gewonnen hatte. Dritter war Paul Maksuti (1.38.23, Delbrück läuft).

Es war ein regnerischer Morgen, an dem man eigentlich nicht unbedingt vor die Tür gehen möchte. Das Ziel des Laufs, der Köterberg, war für die Läufer nicht sichtbar, denn er war in dichte Wolken gehüllt. Auch Sturmtief Frederike zeigte immer noch seine Auswirkungen. Für alle drei Strecken waren Korrekturen erforderlich. Der 11,6 Kilometerlauf wurde so zu einem Kurs mit Wendepunkt. Dennoch verzeichnete der Köterberglauf mit 348 Startern einen neuen Rekord. Das größte Teilnehmerfeld mit 127 Läuferinnen und Läufer war am Start über 24 Kilometer. Viele haben vor dem Hermannslauf in knapp zwei Wochen noch einen letzten Formtest gesucht.

Der lange Klassiker verlangte diesmal den Teilnehmern nicht nur wegen des Profils mit vielen Höhenmetern alles ab. Der Untergrund war weich und rutschig, trotzdem gab es für den Kurs viel Lob, weil Heinrich Rheker mit seinem Organisationsteam für eine gute Präparation aller Strecken gesorgt hatte.

Kaschura setzt sich ab

Kaschura setzte sich schon vom Start weg vom Rest des Feldes ab. Mathias Nahen und Paul Maksuti mussten ihn ziehen lassen. Bis ins Ziel vergrößerte der Holzmindener, der erstmals am Start des 24-ers war, seinen Vorsprung auf fast vier Minuten. »Die letzten acht Kilometer bin ich volles Tempo gelaufen«, so Kaschura, der den Hermann in 1.55 absolvieren möchte. Dort wird er auch wieder auf Nahen treffen. »Meine Knochen haben gehalten, ich starte«, freute sich der Bad Driburger Ausdauerläufer nach dem Härtetest.

Auf vorderen Plätzen landeten als Achter Christian Tewes (1.49.45, LV Bördeland-Borgentreich), Lars Koch (1.50.41, WSV Beverungen) war Zehnter, Markus Böddeker (1.51.14, TV Jahn Bad Driburg) Elfter, Andreas Mügge (1.52.21, TV Jahn Bad Driburg) kam auf Platz 14. Schnellste Frau war Elke Wolf (2.03.44) vom SC Scharmede auf Platz 36.

Berkemeier ganz vorn

Eine starke Leistung zeigte Matthias Berkemeier (LF Lüchtringen) bei seinem Sieg (47:40) über 11,6 Kilometer. Schon am Start ging der U 20-Jugendliche in Führung, die er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Auf Platz zwei folgte Josef Struck (48:20, SV Kollerbeck). »Bergauf kam ich näher, bergab war der Jüngere schneller«, so Struck, der mit seiner Platzierung hoch zufrieden war. Dritter wurde Altmeister Michael Amstutz (50.00, Non Stop Ultra Brakel), der sich auf seinen 30. Hermannslauf freut. Eine starke Leistung zeigte Viktoria Rath (Delbrück läuft), die als schnellste Frau in 52.22 Platz vier belegte. Berkemeier hat im Hochstiftcup über fünf und zehn Kilometer gemeldet, er erklärte den »Zehner« inzwischen aber zu seiner Lieblingsstrecke.

Auf Platz sechs kam Yaser Neehmu (53.59, TuS Ovenhausen). Auf den Plätzen acht und neun kamen Frank Altmiks (55.42) und Joachim Rubel (56.32, beide SV Kollerbeck) ins Ziel. Elfter war Jürgen Unruhe (57.30, SV Ottenhausen).

Mit 80 noch topfit

Hans-Albert Steen (LC Paderborn) war mit 80 Jahren ältester Läufer und ist nach seiner Zeit (1:16:51) immer noch topfit.

Mit einer starken Leistung präsentierte sich über fünf Kilometer Carsten Siepler (21.15, TV Jahn Bad Driburg), nachdem er der Schülerklasse entwachsen ist. Hinter dem Sieger Roland Ridderbusch (20.37) und Jan Philipp Roche (21.01) landete er auf Platz drei, vierter wurde Debesay Gebreyanas (21.35, Non-Stop-Ultra Brakel).

Albers schnellste Frau

Marie Albers (24.40, Warburger SV 1884) war auf Platz neun die schnellste weibliche Läuferin. Einen Platz dahinter kam Maximilian Heidemann (Klasse U 12) vom TuS Ovenhausen mit 24.43 ins Ziel.

Grund zur Freude hatte der Vinsebecker Reinhold Timmer. Er feierte am Sonntag seinen 77. Geburtstag und belegte in 35.27 Platz 75.

Eine gute Beteiligung hatten die Schülerläufe. Bei den Jungen siegte über 900 Meter der 14-jährige Laurenz Behler (3.15) aus der Talentschmiede des TuS 13 Hembsen von Josef Hillebrand vor dem erst zehnjährigen Nils Deppe (3.20) und dem neunjährigen Leonhard Rustemeier (3.26, TV Jahn Bad Driburg). Vierter war Levin Fechner (3.53, TuS Hembsen).

Überlegen siegte einmal mehr Mia Kuhaupt (Warburger SV 1884) bei den Mädchen (3.27) vor Lisa Siepler (3.43) und Lena Reinold (3.47), beide TuS 13 Hembsen). Vierte wurde Marlene Rustemeier (3.54).

Der nächste Volkslauf in Kollerbeck findet schon am 20. Mai beim Pfingstlauf statt.

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