Mi., 07.02.2018

Bad Oeynhausener (13) geht von Arminia Bielefeld in die Jugend des Rekordmeisters Ricardo Wagner wechselt auf den Bayern-Campus

Selbstbewusst und talentiert: Ricardo Wagner (rechts), hier mit Vater Markus, freut sich auf die Zeit beim FC Bayern. Ein Trikot mit seinem Namen hat der 13-Jährige schon. Zuletzt trug der Stürmer drei Jahre das Trikot von Arminia Bielefeld, wo er sich super entwickelt hat.

Selbstbewusst und talentiert: Ricardo Wagner (rechts), hier mit Vater Markus, freut sich auf die Zeit beim FC Bayern. Ein Trikot mit seinem Namen hat der 13-Jährige schon. Zuletzt trug der Stürmer drei Jahre das Trikot von Arminia Bielefeld, wo er sich super entwickelt hat. Foto: Alexander Grohmann

Von Alexander Grohmann

Bad Oeynhausen (WB). Mit fünf Toren gegen den VfL Bochum überzeugt Ricardo Wagner den FC Bayern München endgültig. Der deutsche Rekordmeister holt den 13-Jährigen zur Rückrunde auf den Bayern-Campus. In der nächsten Woche beginnt für ­Ricardo das neue Leben. »Ich freue mich total«, sagt er.

Drei Jahre lang ist das Fußball-Talent aus Bad Oeynhausen zuletzt im Nachwuchsbereich von Arminia Bielefeld gereift und hat eine rasante Entwicklung genommen. »Ricardo hat bei Arminia eine tolle Zeit gehabt«, sagt sein Vater Markus Wagner. Das Fußball-Einmaleins lernte er zuvor beim FC Bad Oeynhausen.

Anfragen häufen sich

In dieser Saison häufen sich die Anfragen für den schnellen Linksfuß, der auch körperlich einen großen Sprung gemacht hat. Erste Scouts drücken dem 13-Jährigen nach guten Auftritten mit dem DSC ihre ­Visitenkarten in die Hand. »Für ein Spiel im Nachwuchscup gegen den VfL Bochum hatte sich auch Dominik ­Beckenbauer angekündigt«, erzählt Markus Wagner. Der Stiefsohn von Franz Beckenbauer arbeitet als Beobachter für den Rekordmeister, macht im westdeutschen Raum Jagd auf die vielversprechendsten Talente.

Ricardo scheint die Anwesenheit Beckenbauers nicht zu hemmen. Mit fünf Toren ballert er Bielefeld zum 6:2-Sieg und beeindruckt auch den FCB-Beobachter. Folge: Der Rekordmeister unterbreitet dem Oeynhausener das Angebot, ins neue Nachwuchsleistungszentrum des Vereins zu wechseln. Allerdings: Auch andere Top-Klubs haben Ricardo auf dem Zettel. Selbst der FC Liverpool ist interessiert. »Das Gesamtpaket in München war aber am besten«, sagt Markus Wagner.

Das sind Ricardos Vorbilder

Ein Grund: Seit September ist der hochmoderne Bayern-Campus in Betrieb, den der Verein für 70 Millionen Euro errichtet hat und mit dem er seine Nachwuchsausbildung auf ein ganz neues Niveau hebt. Acht Fußballfelder befinden sich auf dem 30 Hektar großen Gelände. Hier trainieren und spielen die Teams U9 bis U19.

»Im Januar waren wir in ­München, um uns alles anzuschauen«, erzählt Markus Wagner. Auch ein Besuch in der Realschule, die Ricardo in Zukunft be­sucht, gehörte dazu. Viel mehr freut sich der 13-Jährige aber darauf, auf dem Bayern-Campus in Kürze sein »Fußball-Studium« zu beginnen. »In der Akademie habe ich ein eigenes Zimmer«, sagt er.

Das Gute: Der Stürmer, der als Vorbilder Ronaldo und Neymar nennt, ist nicht der einzige Rückrunden-Neueinsteiger in der FCB-Jugend. In der Akademie sind die U 13- und U 14-Spieler unter sich, erhalten hier die nötige Unterstützung: »Auf sieben Spieler kommt ein Betreuer«, sagt Markus Wagner. Neben der Schule können sich die Talente voll auf Fußball konzentrieren.

Bayern-Fan war Wagner bislang nicht

Das Kuriose bei dem Wechsel: ­Ricardo Wagner ist eigentlich Schalke-Fan. In Zukunft will der technisch starke Linksfuß seinen Weg aber beim FCB gehen. Selbst Nike hat schon angeklopft: Als einer von nur fünf deutschen Spielern seines Jahrgangs hat der Torjäger, der optisch Bayern-Profi Renato Sanches ähnelt, einen Ausrüstervertrag beim Sportartikel-Riesen unterschrieben.

In der Rückrunde läuft Wagner bereits in der U14 des Rekordmeisters auf und wird mit dem Team auch zu internationalen Turnieren reisen. »Ich werde versuchen, so oft wie möglich dabei zu sein«, sagt Vater Markus Wagner. Dankbar ist der 2. Vorsitzende des FC Bad Oeynhausen auch Arminia Bielefeld. »In der U10 wollte ­Ricardo eigentlich niemand haben. Bielefelds Trainer Augustin Kwamo-Kamdem hat ihm damals die Chance gegeben.« Nun glauben auch die Bayern an Ricardo.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5492268?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352979%2F4029431%2F