Mi., 16.05.2018

Bei einer Niederlage in Dützen droht dem TuS Lohe der Abstieg in die Kreisliga A Sonntag kann es schon vorbei sein

Kevin Brinkmann (rechts) und der TuS Lohe stehen vor dem Abstieg in die Kreisliga A. Zuletzt verlor der Bezirksligist mit 2:3 zu Hause gegen den TuS Tengern II.

Kevin Brinkmann (rechts) und der TuS Lohe stehen vor dem Abstieg in die Kreisliga A. Zuletzt verlor der Bezirksligist mit 2:3 zu Hause gegen den TuS Tengern II. Foto: Florian Weyand

Von Florian Weyand

Bad Oeynhausen (WB). Jetzt hilft wohl nur ein kleines Fußball-Wunder! Nach der 2:3 (0:1)-Niederlage im Keller-Duell gegen den TuS Tengern II steht Bezirksligist TuS Lohe vor dem Abstieg in die Kreisliga A. Mit diesem Szenario hat man im Klub wohl lange nicht gerechnet.

Nach der Winterpause herrschte auf der Lohe noch optimistische Stimmung. Gegner Dützen, bis dahin noch im oberen Tabellendrittel beheimatet, hatte man Anfang März ein 3:3 abgerungen. Zudem hatte man noch einige Nachholspiele in der Hinterhand. An Abstiegskampf hat beim TuS wohl niemand gedacht.

Hoffnungen gering

Doch die Loher haben seitdem kaum noch gepunktet. Ganze vier Zähler (vier Unentschieden) sammelte das Team in der Rückrunde und steht seit dem 25 Spieltag auch auf einem Abstiegsplatz. »Die Hoffnungen auf den Klassenerhalt sind jetzt natürlich ganz gering«, sagt Trainer Christian Möller nach dem Tengern-Spiel. »Zu 70 oder 80 Prozent sind wir jetzt abgestiegen.«

Die 2:3-Niederlage gegen Tengern II ist wieder einmal hausgemacht. Nach der 2:1-Führung läuft bei den Lohern kaum noch etwas zusammen. Und wieder einmal sorgen kapitale Abwehrpatzer zu unnötigen Gegentoren. Beim 2:2 klären die Gastgeber einen Einwurf in den eigenen Strafraum, beim 2:3 hat Keeper Christopher Zalipski einen Blackout und legt den Tengeranern den Ball vor. Mit ähnlichen Aussetzern brachten sich die Loher schon vor zwei Wochen beim 1:1 gegen Stift Quernheim um zwei wichtige Punkte.

Julian Hartmann blutet am Arm und muss behandelt werden. Foto: Florian Weyand

Kampf und Willen kann man dem Tabellenvorletzten nicht absprechen. Ob das aber reicht, um in der Bezirksliga zu bestehen ist fraglich. Im Umfeld der Lohe wächst mittlerweile die Meinung, dass die junge Mannschaft die Reife für diese Spielklasse besitzt. Das ist auch am Rande des Tengern-Spiels von einigen Zuschauern zu hören.

Hängt in der Luft

Bezeichnend ist, dass Rückkehrer wie Johannes Flachmeier am Sonntag zu den auffälligsten Akteuren gehörten. »Jojo« erzielt mit seinem Kopfballtreffer nicht nur das 2:1, sondern leistet auch im Mittelfeld wertvolle Arbeit. Leider reichen seine Kräfte nur bis zur Mitte der zweiten Halbzeit. Zudem fehlen die Tore des verletzten Ricardo Squarra. Torjäger Julian Hartmann geht als Kämpfer mit viel Einsatz voran. »Jule« hängt vorn derzeit aber etwas in der Luft. Niklas Pönnighaus, der aus der Reserve in den Bezirksliga-Kader rutschte, ist zwar ebenfalls sehr bemüht, kann einen Spieler wie Squarra aber natürlich nicht voll ersetzen.

Mit Blick auf das Saisonfinale stehen die Loher (23 Punkte) jetzt gewaltig unter Druck. Am Sonntag muss das Team in Dützen unbedingt dreifach punkten, um überhaupt noch eine Chance auf den Ligaverbleib zu haben. Verlieren die Loher, dann könnte der Klassenerhalt schon nicht mehr möglich sein.

Nicht mit Ruhm bekleckert

Der SC Bad Salzuflen, mit aktuell 24 Zählern der erste Absteiger, trifft auf den SC Enger, der sich zuletzt nicht mit Ruhm bekleckert hat. Der SV Oetinghausen, mit 24 Punkten auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, tritt bei Union Minden an, die bereits abgestiegen sind. Mit Siegen dieser beiden Konkurrenten ist daher zu rechnen. Einen kleinen Vorsprung haben schon die SV Kutenhausen-Todtenhausen und der TuS Tengern II (beide 27 Punkte).

Bitter: Sollten die Loher wirklich in die Kreisliga A gehen müssen, könnten sich auch die Planungen für die Saison 2018/19 zerschlagen. Nico Natale und Daniel Reineke (beide SC Vlotho) wollen bei einem Abstieg noch einmal über einen Wechsel nachdenken. Auch Tiago Ferreira (TuS Volmerdingsen) hat erklärt, nicht auf die Lohe zu wechseln, wenn das Team in die Kreisliga A runter muss.

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