Di., 17.04.2018

Fußball-Bezirksliga: Dielingen in Bestform – keine Panik in Tengern Preußen ohne Konkurrenz

Gegensätze im Preußen-Angriff: Während Henrik Bartsch in Torlaune bleibt, muss Tibor Sander (kleines Foto) pausieren.

Gegensätze im Preußen-Angriff: Während Henrik Bartsch in Torlaune bleibt, muss Tibor Sander (kleines Foto) pausieren. Foto: Marc Schmedtlevin

Von Marc Schmedtlevin

Espelkamp/Stemwede/Hüllhorst (WB). Die Preußen punkten, die Verfolger straucheln – der Weg für Espelkamp in Richtung Landesliga ist frei. Frei von allen Abstiegssorgen ist mittlerweile der TuS Dielingen. Nur der TuS Tengern II muss weiterhin zittern.

FC Preußen Espelkamp

Wer soll diese Preußen jetzt noch aufhalten? Neun Punkte beträgt der Vorsprung auf Platz zwei, hinzu kommt das bessere Torverhältnis. »Wir haben noch einmal einen großen Schritt gemacht. Vermutlich können wir uns jetzt nur noch selbst ein Bein stellen«, sagte Kapitän Maxim Dyck nach dem 3:1-Erfolg gegen die SV Kutenhausen-Todtenhausen und den sieglosen Partien der Verfolger aus Bruchmühlen und Bad Oeynhausen. Die große Euphorie bricht im Espelkamper Lager aber weiterhin nicht aus. Das Wort »Aufstieg« vermeiden Trainer und Spieler konsequent, der mögliche Sprung in die Landesliga wird umschrieben. »Wir haben ein Ziel und darauf arbeiten wir hin. Ich kann der Konkurrenz versprechen, dass wir jetzt nicht nachlassen werden«, stellte Dyck heraus.

Dessen Ausfall hatten die Preußen in den Vorwochen gut kompensiert. Entspannter ist die Personallage aber keinesfalls geworden. Am Sonntag fehlten erneut vier Stammspieler. »Es müssen eben Spieler aus der zweiten Reihe einspringen. Sie bekommen jetzt ihre Spielanteile«, sagte Trainer Alexander Lang. Das beste Beispiel ist Daniel Kamolz, der seit Wochen als Aushilfsinnenverteidiger einen guten Job macht. Auch Stürmer Sascha Manske traf gleich bei seinem Startelf-Comeback gegen die SVKT. Und wenn der Preußen-Motor dann doch einmal etwas stottert, ist auf einen Mann immer noch Verlass: Henrik Bartsch. Der Angreifer markierte am Sonntag seine Saisontore 25 und 26. Dessen bester Kumpel ist derweil zum Zuschauen verdammt. Tibor Sander kam auf Krücken in den Sportpark Mittwald. Aufgrund eines Innenbandrisses, den er sich in der Vorwoche in Bruchmühlen zuzog, wird der Offensive acht Wochen fehlen. »Die Saison ist damit gelaufen«, sagte Sander.

TuS Dielingen

Aufstiege darf der TuS nicht bejubeln, doch der Lauf, den die Dielinger derzeit hinlegen, ist sicherlich genauso hoch einzustufen. Seit Spieltagen ist das Team aus dem Nordkreis unbesiegt. Mit der Abstiegszone beschäftigen muss man sich nach dem 5:0 gegen Minden und bei nun 14 Punkten Vorsprung keinesfalls mehr. Stattdessen darf der TuS nach oben schauen. »Vielleicht können wir jetzt noch eins, zwei Plätze gutmachen«, sagte Aushilfstrainer Ali Döpke, der mittlerweile auch eine spielstarke Dielinger Mannschaft beobachten darf. Beeindruckend und Grundlage des Erfolgs ist weiterhin die Heimstärke. 28 der geholten 34 Zähler wurden daheim eingesammelt. Mit diesem Wert gehört der TuS zu den Topteams in der Heimtabelle. »Wir sind Zweiter. Mit diesem Stand können wir uns gut anfreunden«, bewertete Döpke.

TuS Tengern II

Die Kleeblätter und die gegnerischen Plätze werden wohl keine Freunde mehr. Nach dem 1:4 in Kirchlengern wartet die TuS-Reserve weiterhin auf den ersten Auswärtssieg der Saison. Da die Konkurrenz punktete, rutschte Tengern wieder auf einen Abstiegsplatz ab. Panik kommt deswegen aber nicht auf. »Wir müssen uns daran gewöhnen, dass man schnell mal drei Plätze gewinnen oder verlieren kann«, sagte Trainer Jörn Paulsen. Alles sei unten dicht beieinander. Verboten sei mit Blick auf die nächsten Wochen nur eine Punktlos-Serie. Mit den Gegnern Stift Quernheim, Bad Oeynhausen und Espelkamp wartet auf Tengern aber ein knackiges Programm. »Wenn wir danach in Schlagdistanz sind, ist alles in Ordnung, dann haben wir alles in der eigenen Hand«, blickt Paulsen voraus und spielt auf die direkten Duelle gegen Oetinghausen, Lohe und Kutenhausen an.

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