Mo., 16.04.2018

Frauen-Oberliga: HSG Hüllhorst verliert 28:34 gegen TVE Netphen 45 gute Minuten reichen nicht

Gute Laune sieht anders aus: Die HSG-Bank mit (von links) Hanna Rahmöller, Isabel Lehmann und Janina Hülsmeier.

Gute Laune sieht anders aus: Die HSG-Bank mit (von links) Hanna Rahmöller, Isabel Lehmann und Janina Hülsmeier. Foto: Marc Schmedtlevin

Von Marc Schmedtlevin

Hüllhorst (WB). Der Ablauf ist mittlerweile bekannt. Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hüllhorst halten lange mit und müssen sich am Ende doch geschlagen geben. Den nächsten Beleg dafür lieferte die 28:34 (15:16)-Niederlage gegen den TVE Netphen.

Punkte durfte der Tabellenvorletzte im Duell mit dem Tabellenzweiten natürlich nicht einkalkulieren. Während der Partie ergab sich aber zumindest die Hoffnung auf ein Unentschieden oder sogar die große Überraschung. Über 45 Minuten sorgten die Gastgeberinnen für eine offene Partie, lagen bis dahin nur mit einem Tor zurück. Im Endergebnis spiegelte sich das aber nicht wider. »Sechs Tore Differenz sind zu deutlich. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, weil sie einen tollen Kampf geboten hat. Es fehlten wieder einmal nur Kleinigkeiten«, sagte HSG-Trainer Christian Wiechert.

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison, dass sich der Aufsteiger für größtenteils gute Leistungen nicht belohnt. Der Auftritt gegen die wohl spielstärkste Mannschaft, die in dieser Serie in Hüllhorst zu Gast war, konnte sich absolut sehen lassen. Nur in der Anfangsphase musste man sich Sorgen um die HSG machen. Netphen startete mit einem unglaublich hohen Tempo, spielte die HSG-Deckung zunächst schwindelig und legte eine 5:2-Führung vor (6.). Eine Manndeckung gegen Sarah Röben hatte sich nicht ausgezahlt. Die Räume nutzte der Gäste-Rückraum um die ehemalige Zweitliga-Spielerin Franziska Haupt gekonnt.

Neustart nach schwachem Auftakt

Trainer Wiechert reagierte mit einer Auszeit und stellte sein Team neu auf die 3:2:1-Deckung des Gegners ein. Von da an präsentierte sich der Angriff gut aufgelegt. Es wurde geduldig auf die richtige Chance gewartet. Hanna Rahmöller führte in der Mitte Regie, daneben war es immer wieder Susann Grüning, die das Spiel schnell machte, dann selbst abschloss oder die Mitspielerin in Szene setzte. Dank der guten Lösungen schloss Hüllhorst beim 5:6 (9.) auf und stellte beim 12:12 (22.) den Ausgleich her. Hinten hatte die HSG bis dahin allerdings nicht den nötigen Zugriff gefunden. Auch die erste Torhüter-Parade ließ bis zur 24. Minute auf sich warten. Netphen zog noch einmal auf zwei Tore davon, Gina Redeker verkürzte fünf Sekunden vor dem Pausenpfiff aber auf 15:16.

Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste. Wieder drückten die Gäste auf das Tempo, kamen zu schnellen und einfachen Toren – 21:17 nach 36 Minuten. Hüllhorst erholte sich davon aber erneut gut, ließ sich nicht abschütteln und war bis zum 23:24 (45.) dran. Auch eine Unterzahl-Phase im Vier gegen Sechs wurde überstanden. »Dann haben wir uns vorne aber zwei, drei fahrlässige Abschlüsse genommen. Da haben wir das Spiel verloren«, sagte Wiechert und spielte auf die folgenden fünf Minuten an. Netphen nutzte dieses Mal die Überzahl aus und setzte sich zum 30:24 ab (51.). Hüllhorst konnte die deutlich mehr kassierten Zeitstrafen nicht mehr kompensieren. »Durch das hohe Tempo war die Müdigkeit zu spüren. Wir mussten mehr für unsere Tore tun«, kommentierte Wiechert. Logisch, dass bei der HSG die Köpfe nach unten gingen. Der Abstieg wird schließlich immer wahrscheinlicher.

HSG Hüllhorst: Meyer, Poggemöller – Redeker (3), Lehmann, Grüning (10/2), Zelle, Rahmöller (1), Neumann, Hülsmeier (5), Grannemann, Böhne (5), Halstenberg

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