Mo., 16.04.2018

Verbandsliga: HSG Hüllhorst 24:21 bei Spitzenreiter LiT NSM II Paukenschlag weckt Hoffnung

Jubel und Erleichterung: Tim Blomenkamp reisst die Arme in die Höhe. Der Paukenschlag beim Tabellenführer ist perfekt.

Jubel und Erleichterung: Tim Blomenkamp reisst die Arme in die Höhe. Der Paukenschlag beim Tabellenführer ist perfekt. Foto: Pollex

Von Volker Krusche

Hüllhorst/Nordhemmern (WB). Da waren’s nur noch drei... Mit einem Paukenschlag hat Handball-Verbandsligist HSG Hüllhorst im Abstiegskampf neue Hoffnung getankt. Die Truppe von Lars Halstenberg kam bei Spitzenreiter LiT NSM II zu einem sensationellen 24:21 (11:9)-Erfolg und rückte in der Tabelle bis auf drei Punkte an die HSG Porta Westfalica heran.

Als Trumpfkarte möchten die Hüllhorster im Saisonendspurt nun ihre Heimstärke ausspielen, denn die HSG trägt ihre verbleibenden vier Meisterschaftsspiele sämtlich auf eigenem Parkett aus.

»Dieser Coup war die richtige Antwort auf die schwache Vorstellung zuletzt gegen Harsewinkel und ganz wichtig für unsere Moral«, befand Coach Halstenberg. »Wir haben deutlich gemacht, dass wir noch leben und uns längst nicht aufgegeben haben, auch wenn uns andere schon abgeschrieben haben.«

HSG legt frühe Führung vor

Allerdings musste der HSG-Trainer lange um den unerwarteten Sieg bangen, denn seine Mannschaft vergab eine Vielzahl an einfachen klaren Chancen. Die Hausherren hatten nach einer 4:0- und 8:5-Führung des Underdogs mit der taktischen Variante des siebten Feldspielers und dem daraus resultierenden Auflösen zum zweiten Kreisläufer geantwortet und diese Maßnahme bis zum Schluss durchgezogen. Da aber die Hüllhorster Abwehr einerseits sehr kompakt stand, aber auch individuelle Klasse bewies – im Gegensatz zum Hinspiel hatte man Kreisläufer Stefan Möhle diesmal sicherer im Griff, weil man ihn vor der Drehung stoppte –, und Torhüter Jan-Philipp Schnute ein starker Rückhalt war, eroberte sich das Kellerkind der Verbandsliga einige Bälle. Die daraus resultierenden Würfe ins verwaiste LiT-Tor fanden aber zu oft nicht das anvisiwerte und gewünschte Ziel. »Wir hätten zur Pause klarer führen können, aber fünfmal haben wir das leere Tor nicht getroffen, außerdem drei Siebenmeter ausgelassen«, nannte Lars Halstenberg den einzigen Kritikpunkt.

Torhüter erzielt drei Treffer

So kam, was in solchen Fällen kommen musste. Nordhemmern lag zwar kurz nach dem Seitenwechsel mit 9:13 hinten, kam auf 14:15 heran und ging beim 17:16 erstmals in Führung. Binnen acht Minuten wurde ein Hüllhorster Zwei-Tore-Polster in ein 20:17 der Gastgeber gedreht. Damit schien das Pendel zugunsten des Favoriten auszuschlagen. Auch, weil die HSG wieder dreimal das leere Tor nicht getroffen hatte. Wie es funktioniert, zeigte Keeper Schnute, der Hüllhorst übrigens die Zusage für eine weitere Saison gegeben hat. Er versenkte gleich drei Bälle im LiT-Kasten und avancierte damit zum drittbesten HSG-Schützen. »Wir haben uns davon aber nicht aus der Ruhe bringen lassen«, freute sich Lars Halstenberg, denn aus dem 20:21 machten seine Mannen in den letzten dreieinhalb Minuten einen 4:0-Lauf zum 24:21-Paukenschlag. »Da hat sich unsere Abwehr nochmals gesteigert.« Und im Angriff zeigte Paul Reichelt was er kann. Der Linkshänder traf erst zum 21:21, wenig später dann zum 23:21. Den Schlussspunkt setzte Jonas Bartsch. Halstenberg: »Diesmal war das Glück auf unserer Seite.«

HSG Hüllhorst : Schnute, Stöver; Meyer (2), Reichelt (4), Kleffmann (1), Tiemann (2), Bartsch (6/2), Röthemeier, Blomenkamp (1), Kreft (3), Grabein, Heidenreich (1), Hodde (1)

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