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Di., 23.05.2017

35. Oldendorfer Volkslauf: Siege für Schröder und Zierenberg Neuer Rekord nach 20 Jahren

Einsame Spitze: Alexander Schröder hat wieder einmal das Rennen über 12,4 Kilometer dominiert.

Einsame Spitze: Alexander Schröder hat wieder einmal das Rennen über 12,4 Kilometer dominiert. Foto: Marc Schmedtlevin

Von Marc Schmedtlevin

Preußisch Oldendorf (WB). Die Sonne strahlte, die Sieger auch und dementsprechend gut war auch die Laune bei den Gastgebern. Der OTSV Preußisch Oldendorf durfte sich über eine gelungene 35. Auflage des Internationalen Volkslaufs »Rund um den Aussichtsturm« mit optimalen Bedingungen freuen.

Einige Läufer suchten nach ihrer Zielankunft den Absprung. Im Becken des Waldschwimmbades fanden sie eine Erfrischung nach den Anstrengungen über 5, 12.4 oder 20 Kilometer. Erst laufen, dann planschen – eine Kombination, die bei den Teilnehmern gut ankommt. »Besser geht es kaum, dazu die schön gelegene Strecke«, sagte Oliver Neidiger. Der Organisator der Mühlenkreisserie, dessen zweite Station der Lauf in Oldendorf ist, war auch selbst am Start. Nach dem Sieg im Vorjahr musste er sich mit dem dritten Platz über 12,4 Kilometer zufrieden geben.

Schröder nicht zu stoppen

Nicht zu schlagen war wieder einmal Alexander Schröder. Der Läufer des ATSV Espelkamp überquerte nach 44:56 Minuten die Ziellinie, hatte mehr als eine Minute Vorsprung auf den Zweiten Henry Brauns. Der Braunschweiger war die Überraschung des Tages. »Etwa bei Kilometer acht ist er zu mir aufgelaufen und hat sich dann abgesetzt. Vielleicht kann er auch mal ein Herausforderer für Alex werden«, erklärte Neidiger. Allerdings gibt es schlechte Nachrichten für die Konkurrenz: Schröder, der mit seiner Zeit nicht ganz zufrieden war, kann schneller laufen. »Am Samstag habe ich noch Tempoläufe auf der Bahn absolviert, das habe ich auf der Strecke schon gemerkt. Deswegen war es ein schnellerer Trainingslauf«, erklärte der Sieger, der Anfang des Jahres verletzungsbedingt drei Monate pausieren musste.

Fokus auf 5000 Metern

Schröders Fokus liegt in dieser Saison auf den 3000 und 5000 Metern. Deswegen wird der 26-Jährige, der in Düsseldorf lebt, wohl auch nur die vier für die Wertung der Mühlenkreisserie benötigten Läufe absolvieren. Die Höhepunkte wird es woanders geben – zum Beispiel an diesem Wochenende in Belgien. »Dort laufe ich ein Rennen über 5000 Meter unter Flutlicht. Die internationalen Felder eignen sich besser für schnelle Zeiten«, sagte Schröder, der gerne eine neue persönliche Bestmarke aufstellen möchte. Dies war ihm in der Vorwoche in Dortmund schon über 3000 Meter gelungen (8:37).

Zierenbergs Einteilung

Bei den Frauen jubelte Yvonne Zierenberg über die 12,4-Kilometer-Distanz. Die Läuferin vom SV 1860 Minden (54:29) hatte im Ziel 38 Sekunden Vorsprung auf Lea Peixoto Gonzalez von der TG Werste. Zierenbergs Erfolgsrezept besteht aus einer cleveren Renneinteilung: »Die ist in Oldendorf das wichtigste. Wenn du zu schnell angehst, gehts du hinten heraus ein. Deswegen habe ich erst ab Kilometer sechs richtig Gas gegeben.« An die Spitze des Feldes setzte sie sich dann etwa nach acht Kilometern und lief ungefährdet einsam ins Ziel.

Volkmanns Rekordlauf

»Einsam« trifft auch auf den Lauf von Jessica Volkmann zu. Konkurrenz hatte die Bielefelderin, die aus Unterlübbe stammt, bei ihrem Sieg über 20 Kilometer nicht. Sie lief mit mehr als zwölf Minuten Vorsprung ein. Und ganz nebenbei gelang Volkmann, die im Vorjahr auf der kürzeren Strecke gewonnen hatte, auch noch ein neuer Streckenrekord. In 1:22:57 Stunden blieb sie 20 Sekunden unter der alten Bestmarke von Gabi Reiners aus dem Jahr 1997.

Ein neues Sieger-Gesicht gab es auch bei den Männern. Die 20 Kilometer absolvierte Andreas Bauer in 1:13:38 am schnellsten und unterstrich das internationale Flair des Oldendorfer Volkslaufs. Bauer stammt nämlich aus Weyer in Österreich. Den Sieg über fünf Kilometer sicherte sich – wie schon beim Weser-Werre-Lauf – Philipp Peixoto Gonzalez (TG Werste) in 18:25 Minuten. Bei den Frauen landete Milena Redecker (SV 1860 Minden) auf dem ersten Platz.

Positives OTSV-Fazit

Als Gewinner durfte sich auch der gastgebende OTSV, der für einen gewohnt angenehmen Ablauf sorgte, fühlen. Der Dank der Verantwortlichen Gesine Schmidt, Klaus-Dieter Barlach und Inge Kolbe galt wieder einmal den vielen Helfern – zum Beispiel auf den Strecken im Wald oder in den Garagen mit Getränkeausschank und Ergebniserfassung. »Viele von ihnen sieht man gar nicht und doch wäre alles ohne sie nicht möglich«, sagte Gesine Schmidt, die ein positives Fazit zog: »Es war insgesamt eine runde Sache.«

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