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Mo., 27.11.2017

1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga: Rahdener 64:80 in Trier Baskets bleiben unbelohnt

Mimoun Quali streckt sich – dieses Mal allerdings vergeblich. Die Baskets 96 Rahden haben bei den Doneck Dolphins aus Trier die erwartete Niederlage hinnehmen müssen.

Mimoun Quali streckt sich – dieses Mal allerdings vergeblich. Die Baskets 96 Rahden haben bei den Doneck Dolphins aus Trier die erwartete Niederlage hinnehmen müssen. Foto: Stefan Pollex

Trier/Rahden (are). Die Überraschung ist ausgeblieben: Die Baskets 96 Rahden mussten die Heimreise nach einer 64:80-Niederlage bei den Doneck Dolphins Trier, dem Tabellenzweiten der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga, antreten. Bemerkbar machte sich bei den Gästen vor allem der Ausfall von Leistungsträgern.

Ohne den argentinischen Center Cristian Gomez und Sören Müller mussten die sowieso schon als Außenseiter angetretenen Rahdener Baskets in Trier auskommen. Dennoch ging es erst einmal gut los. Die Partie begann allgemein sehr temporeich, die ersten drei Würfe wurden allesamt verwandelt. Und Rahdens Trainer Josef Jaglowski hatte sich etwas Spezielles für die Gastgeber einfallen lassen, setzten sehr früh auf eine Ganzfeld-Presse. Dadurch waren natürlich hier und da Lücken in der Defensive zu finden, doch die heimischen Korbjäger setzten die taktische Variante ausgezeichnet um. Bis zum Ende des ersten Viertels erspielte sich Rahden eine knappe 23:21-Führung.

Topscorer nicht im Griff

Im zweiten Viertel stellten allerdings die Trierer ebenfalls auf eine frühe Presse um und brachten die Baskets 96 damit in Bredouille. Nachlässigkeiten in der Abwehr waren die Folge, vor allem Dirk Passiwan – langjähriger deutscher Nationalspieler und Topscorer der Liga – war von den Rahdenern nicht mehr in den Griff zu bekommen. Er erzielte bis zur Halbzeitpause starke 22 Zähler.

Doch Rahden ließ noch nicht locker. »Die zweite Halbzeit war sehr kampfbetont. Wir haben uns nicht aufgegeben«, sagte Baskets-Akteur Tarik Cajo. So hielten die Gäste den Rückstand bis zum Ende des dritten Viertels im niedrigen zweistelligen Bereich. Knapp sechs Minuten vor Schluss waren sie sogar wieder auf neun Punkte herangekommen und in Schlagdistanz. Näher kamen die Rahdener Rollies allerdings nicht mehr heran und verpassten somit die große und für die Tabelle so wichtige Überraschung.

Druck auf Rahden wird größer

Damit beträgt der Abstand zu den rettenden Plätzen der ersten Liga weiterhin vier Zähler. Das Team ist nun in den kommenden beiden Begegnungen mächtig unter Druck. Allerdings geht es auch gegen Gegner, die durchaus zu bezwingen sind. Gegen die BSC Rollers Zwickau gewann Rahden erst kürzlich in der ersten Runde des DRS-Pokals. Und danach geht es gegen die Rhine River Rhinos, gegen die es zum Saisonanfang eine äußerst knappe 53:54-Niederlage setzte. Baskets-Präsident Stephan Rehling gibt sich daher weiterhin optimistisch: »Wir stecken den Kopf nicht in den Sand. Die Jungs wissen mittlerweile, dass in der 1. Bundesliga jeder Fehler direkt bestraft wird. Deswegen werden wir in Zukunft noch konzentrierter agieren.«

Baskets 96 Rahden: Lasmans, Fakic (6), Gibbs (8), Forell, Beissert (28), Ruggeri (18), Quali (4), Cajo

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