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Mo., 04.12.2017

1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga: Baskets 96 Rahden verlieren auch gegen Zwickau Knappe Spiele liegen nicht

Mark Beissert ist einer der Aktivposten im Spiel der Baskets 96 Rahden gewesen. Seine Punkte reichten aber nicht zu einem Erfolgserlebnis gegen Zwickau.

Mark Beissert ist einer der Aktivposten im Spiel der Baskets 96 Rahden gewesen. Seine Punkte reichten aber nicht zu einem Erfolgserlebnis gegen Zwickau. Foto: Stefan Pollex

Rahden (WB/are). Es läuft derzeit so ziemlich alles gegen die Baskets 96 Rahden. Für das Heimspiel der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga gegen die BSC Rollers Zwickau hatten sich die heimischen Korbjäger viel vorgenommen, sie verloren aber erneut – mit 60:65.

Wie schon in der vergangenen Woche mussten die Rahdener stark ersatzgeschwächt in die Partie starten. Besonders der Ausfall von Center Cristian Gomez schmerzte, der Argentinier laboriert an einer Schulterverletzung. Aber auch auf Sören Müller (verletzungsbedingt) und Tarik Cajo (Grippe) konnten die Baskets schlecht verzichten. Das zeigte sich gegen die Gäste aus Zwickau besonders in der Anfangsphase. Ehe sich Rahden versah, stand es bereits 0:6. Trainer Josef Jaglowski sah sich daher nach nicht einmal vier Minuten Spielzeit gezwungen, direkt die erste Auszeit zu nehmen. Erst nach fünf Minuten war es dann der spielende Co-Trainer Mimoun Quali, der die ersten Punkte zum 2:8 erzielte. Beim 6:10 durch Mark Beissert wurde es schon etwas freundlicher. Rahden setzte nun auf eine Ganzfeldpresse. Doch dieser taktische Kniff sollte mächtig fehlschlagen, denn Zwickau zog bis zum Ende des ersten Viertels auf 18:6 davon. In diesen ersten zehn Minuten war deutlich zu erkennen, dass den Baskets in der neu zusammengewürfelten Formation noch die Absprache und Ordnung fehlte.

Im zweiten Abschnitt sollte dies dann phasenweise deutlich besser werden. Ein Weckruf war der erfolgreiche Dreier von Maximilian Ruggeri. Als Zwickau im direkten Gegenangriff einen Air Ball produzierte und Beissert für den 17:26-Anschluss sorgte, war Rahden wieder im Spiel. In der Schlussphase sorgte erneut Beissert mit vier Punkten in Serie dafür, dass der Abstand zur Pause nur fünf Zähler betrug. »Wir hatten zu diesem Zeitpunkt der Begegnung des Gefühl, zu unserem Spiel gefunden zu haben. Doch das war wohl ein Trugschluss«, konstatierte Jaglowski später.

Zu wenig Ruhe im Spiel

Aus dem 23:28 wurde direkt zu Beginn der dritten Viertels ein 23:32, weil die Baskets kaum Ruhe in ihr Spiel bringen konnten. Die eigenen Angriffe waren von reichlich Hektik geprägt und auch bei den Wurfabschlüssen ließen sich die Gastgeber zu wenig Zeit. Dennoch sah es nach dem 32:40 durch Ruggeri und dem 36:44 durch Gibbs wenige Sekunden vor Ende des Durchgangs noch so aus, als wäre Rahden in Schlagdistanz.

Diese Hoffnung hatte sich aber nach wenigen Augenblicken im Schlussviertel schon wieder gelegt. Zwickau markierte acht Zähler in Serie und zog damit auf 36:52 davon. Die Vorentscheidung, denn von diesem Zwischenspurt erholten sich die Baskets nicht mehr. Knapp zweieinhalb Minuten vor dem Ende stand es 47:63 aus Sicht der Gastgeber, ehe die Rahdener doch noch einmal zu Ergebniskosmetik im großen Stile ansetzten. Die 13:2-Punkte zum Ende der Partie zeigten, dass sich die heimischen Bundesliga-Rollstuhlbasketballer zumindest noch nicht aufgegeben haben.

Vier Zähler Rückstand

»Wir dürfen die Köpfe jetzt auf keinen Fall hängen lassen«, sagte Co-Trainer Quali nach dem Spiel und blickte voraus: »Es sind noch einige Punkte zu vergeben. Und wenn wir in der Rückrunde die knappen Partien auch mal für uns entscheiden, haben wir noch alle Chancen.« Alle Chancen auf den Klassenerhalt, der mit vier Zählern Rückstand auf das rettende Ufer – Hannover United belegt nach einer Pleite gegen München mit 6:12 Zählern den achten Platz – allerdings in recht weiter Ferne scheint. Zumal die Hinrunde mit diesem Spieltag abgeschlossen ist.

Doch auch Rahdens Präsident Stephan Rehling zeigt sich kämpferisch: »Es war uns allen klar, dass es in einer der stärksten Ligen der Welt ganz schwierig wird, als Aufsteiger die Klasse zu halten. Aber wir werden alles geben, um den Zuschauern in der Rückserie noch das eine oder andere Erfolgserlebnis zu bieten. Wenn am Ende dann tatsächlich ein weiteres Jahr Bundesliga bei herausspringt, dann wäre das traumhaft.« Und Träumen ist bekanntlich in der besinnlichen Vorweihnachtszeit erlaubt.

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