Mo., 14.05.2018

41. U19-Turnier des TuS Stemwede: RB Brasil gewinnt Finale gegen Fulham mit 1:0 Tänzchen nach dem Titel-Hattrick

Grüße in die Heimat: Die Spieler von RB Brasil haben ihren Turniersieg in Wehdem zelebriert.

Grüße in die Heimat: Die Spieler von RB Brasil haben ihren Turniersieg in Wehdem zelebriert. Foto: Marc Schmedtlevin

Von Marc Schmedtlevin

Stemwede (WB). Die Beziehung zwischen den Fußballern von RB Brasil und dem U19-Turnier beim TuS Stemwede ist spätestens jetzt eine ganz besondere. Die Südamerikaner besiegten im Finale der 41. Auflage den FC Fulham aus England mit 1:0 und machten somit den Titel-Hattrick perfekt.

»Campeões, Campeões, ole, ole, ole«, hallte es über den Wehdemer Sportplatz. Die Mannschaft von RB Brasil machte mit ihrem Gesang und einigen Tänzchen deutlich, dass sie nicht nur Fußball spielen, sondern auch bestens feiern kann. Ein bisschen Samba-Gefühl ließen die Sieger aus Campinas (Sao Paulo) auf die Zuschauer überspringen. Die ersten Aufnahmen mit den Handys und Grüße und die Heimat sowie die obligatorische Dusche – in diesem Fall mit Eiswasser – für den Trainer durften nicht fehlen.

Verdienter Sieg

Ein ganz neues Bild ergab sich auf diese Weise allerdings nicht. RB Brasil als Sieger beim U19-Traditionsturnier in Stemwede hatte es bereits in den beiden Jahren zuvor gegeben. Die Brasilianer bleiben damit im Rennen um die Bestmarke im Geschichtsbuch. Erst eine Mannschaft hat bisher häufiger in Serie den Titel abgeräumt: Die Engländer des FC Southampton siegten zwischen 1988 und 1991 vier Mal am Stück. »RB Brasil scheint unser Turnier einfach zu liegen. Der Sieg ist wieder verdient«, sagte Wolfgang Rosengarten aus dem Turnierteam.

Ferreira eröffnet RB-Party

Zum entscheidenden Spieler avancierte Joao Viktor Ferreira. In der zwölften Minute des Finals gegen Fulham traf der schnelle Offensivspieler zum 1:0. Dessen sechstes Turniertor sollte schon das goldene sein. Schon zu diesem Zeitpunkt starteten die Brasilianer die erste kleine Party.

Die gesamte Bank stürmte in Richtung des Torschützen und bildete eine riesige Jubeltraube. Auch die Engländer hatten in der ersten Halbzeit ihre Chancen, die Abschlüsse waren aber harmlos oder Keeper Daniel Jordan war auf dem Posten. In der ereignisärmeren zweiten Hälfte konnte sich RB auf das Verteidigen und Verwalten des Vorsprung konzentrieren.

Auch einige letzte Standardsituationen mit langen, hohen Bällen der Engländer blieben erfolglos. So gelang RB die Revanche für die 0:1-Niederlage aus der Vorrunde und die nächste Feier auf Südamerikanisch konnte auf der Anlage in Wehdem beginnen.

Tottenham lange Favorit

Das Finale war der Schlussakt eines sportlich hochwertigen Turniers. »Qualitativ war es wohl eines der besten überhaupt. Es hat sich ausgezahlt, dass der Termin direkt nach dem Saisonende liegt, so sind viele Teams in bester Besetzung bei uns«, bilanzierte Christian Bäcker, der sportliche Leiter im Stemweder Turnierteam.

Dazu beigetragen hatten neben den beiden Finalisten auch die dahinter platzierten Teams. Allen voran die Spieler von Tottenham Hotspur. Die Engländer hinterließen in der Vorrunde den besten Eindruck aller Mannschaften. Mit zehn Punkten und nur einem Gegentor sicherten sie sich den ersten Platz in der Gruppe A. Im Halbfinale gegen RB Brasil gelang auch ein guter Start mit einer 1:0-Führung, doch dann schlugen die Brasilianer beim 3:2-Erfolg zurück.

»Das hätte auch schon ein Endspiel sein können. Tottenham hatte man es nach den Eindrücken zuvor zugetraut, das Turnier auch zu gewinnen«, sagte Bäcker. Am Ende belegte Tottenham allerdings nur Rang vier, da das Spiel um Platz drei mit 0:2 gegen Werder Bremen verloren ging.

Beste deutsche Mannschaft

Die Mannschaft von der Weser gewann als beste deutsche Mannschaft auch das Nordduell. Für den Hamburger SV verlief das Turnier bitter. Nur das schwächere Torverhältnis gab in einem Dreiervergleich der Gruppe B den Ausschlag gegen den HSV, der Dritter und Sechster in der Endabrechnung wurde.

Die Hamburger waren schon mit ein wenig Frust angereist. Die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft war nur knapp verpasst worden – durch ein 2:2 am letzten Spieltag gegen den Dauerrivalen aus Bremen.

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