Do., 12.07.2018

Voltigieren: Oppendorfer Junioren überzeugen bei »Westfälischer« Zwei Fahrkarten zur DM

Oppendorf/Paderborn (WB). Nachdem die Ü18-Voltigierer des RuFV Wehdem-Oppendorf auf den Westfälischen Meisterschaften in Herford gut vorgelegt hatten, galt es am vergangenen Wochenende für die U18 Voltigierer auf der Westfälischen Jugendmeisterschaft in Paderborn nachzuziehen. Hierfür hatten sich neben den Juniorteams 1 und 2 auch das Junior-Doppelpaar Mandy Rosenbohm und Pia Hubert qualifiziert, außerdem Neele Angelbeck für die Junior-Trophy.

Bereits um vier Uhr klingelte für die Oppendorfer Teilnehmer am Samstagmorgen der Wecker, damit sie pünktlich mit ihren vierbeinigen Sportpartnern beim tierärztlichen Check vor den Meisterschaftsprüfungen in Paderborn antreten konnten. Dieser wurde von den drei Pferden Rasputhin, Lord Dancer und Hendrikx problemlos passiert. Somit konnte sich schon kurz darauf die 1. Juniormannschaft mit Rasputhin, an der Longe von Charlotte Bosse, auf ihren Start vorbereiten. Sie zeigten eine gute Pflicht ohne große Patzer und liefen als Dritter aus dem Wettkampfzirkel aus.

Lord zeigt Nerven

Beim Juniorteam 2 zeigte das so zuverlässige Gruppenpferd Lord, an der Longe von Lisa Buck, wenig später Nerven, galoppierte deutlich schneller seine Runden. Somit war es den Voltigieren nicht möglich, ihr Können zu beweisen, so dass es enttäuscht als Siebter den Wettkampfzirkel verließ.

Als nächstes Stand für die Oppendorfer die erste Prüfung der Doppelvoltigierer an. Mandy Rosenbohm und Pia Hubert hatten sich zwar souverän mit zwei Siegen auf den Qualifikationsturnieren für die Meisterschaft qualifiziert, hatten dann aber in der Vorbereitung auf die Meisterschaft mit verschiedenen Verletzungen zu kämpfen, so dass sie im Vorfeld nur zweimal ihre Kür trainieren konnten. Sichtlich nervös lief das junge Doppelpaar mit Hendrikx und Longenführerin Antje Döhnert ein. Trotz der ein oder anderen kleinen Unsicherheit konnten sie eine gute Kür zeigen und platzierten sich damit im ersten Umlauf auf dem Bronzerang.

Bei Team 1 hakt die Musik

Nun ging es mit Spannung an die Team-Küren. Beim Team 1 hakte trotz eines vorherigen Checks die Musik zum Thema der Gruppenkür, so dass die verschieden gesetzten Akzente zur Musik und deren Interpretation nicht auf den Punkt gezeigt werden konnte. Auch wenn turnerisch eine gute Leistung geboten wurde, war das Team nicht zufrieden. Und das, obwohl man auf Platz zwei vorrückte. Team 2 hatte sich, nach der Enttäuschung in der Pflicht fest vorgenommen, anzugreifen. Doch auch in diesem Umlauf zeigte sich Lord unzufrieden, so dass erneut nicht das Optimum gezeigt werden konnte und man auf Rang sieben blieb.

Zum Abschluss des Tages stand noch die Junior-Trophy auf dem Programm. Hier zeigen die Nachwuchstalente bis 13 Jahre ihr Können im Einzelvoltigieren. Für den heimischen Verein hatte sich Neele Angelbeck auf Lord Dancer mit Lisa Buck an der Longe qualifiziert. Auch in dieser Prüfung zeigte sich der braune Wallach nicht so routiniert wie sonst, doch die junge Voltigiererin aus dem S-Team zeigte Nervenstärke und zeigte einen guten Durchgang. Auch in ihrer Holzpferdekür präsentierte sie ihr turnerisches Talent und beendete die Teilnahme an ihrer Einzelmeisterschaft mit auf Platz zwölf.

Den Halt verloren und gestürzt

Am Sonntag, dem Finaltag, ging zunächst das Junior-Doppel an den Start. Motiviert durch den Vortag, wollten sie noch einmal an ihre Leistungen aus den Qualifikationen anknüpfen. Doch durch eine etwas übermotivierte Handbewegung zur Musik verloren die beiden Voltigierer den Halt und stürzten. Nach kurzem Durchatmen zeigten sie ein fehlerfreies Ende ihrer Kür - zur Musik von Peter Pan -, doch der Traum von einer erneuten Nominierung zur Deutschen Jugend-Meisterschaft schien geplatzt.

Auch dem 1. Juniorteam blieb ein Sturz im finalen Durchgang nicht erspart. Bei einem Absprung nach einer Kürübung verloren gleich zwei der drei Voltigierer den Halt und verließen ungeplant das Pferd. Auch sie turnten danach fast fehlerfrei weiter, doch auch sie waren sich ihrer Nominierung nicht mehr sicher.

Umso größer war dann die Überraschung in der Meisterschaftsehrung. Trotz des vierten Platzes im zweiten Umlauf konnten Mandy und Pia ihren dritten Rang halten und wurden zusätzlich, aufgrund ihrer sehr guten Leistungen auf den Qualifikationsturnieren, für die „Deutsche“ in München nominiert. Das gleiche Kunststück gelang auch dem Juniorteam, das seinen Silberrang hielt und ebenfalls für die DM nominiert wurde.

Die findet vom 6. bis 9. September auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem statt.

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