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Mo., 29.05.2017

2. Handball-Bundesliga: TuS N-L besiegt ThSV Eisenach mit 24:16 – mit Video Lübbecke in einer anderen Liga

Schwer zu halten: Nils Tobrügge und der TuS N-Lübbecke wurden auf dem Weg zum Heimsieg nicht aufgehalten.

Schwer zu halten: Nils Tobrügge und der TuS N-Lübbecke wurden auf dem Weg zum Heimsieg nicht aufgehalten. Foto: Jens Göbel

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). In der Vorsaison traten die Vereine gemeinsame den Gang in die 2. Liga an. Bald werden der TuS N-Lübbecke und der ThSV Eisenach aber getrennte Wege gehen. Dass sich der Meister schon jetzt in einer anderen Liga bewegt, ist beim 24:16 (13:7)-Heimsieg am Samstag deutlich geworden.

Der Schweiß lief bei den Spielern des TuS N-Lübbecke. Dafür verantwortlich waren in erster Linie die hohen »Sauna-Temperaturen« – wie Jo Gerrit Genz sie bezeichnete – in der mit 1609 Zuschauern unerwartet gut besetzten Halle. Der Gast aus Eisenach hatte die Gastgeber dagegen weniger ins Schwitzen gebracht. Zu schwach präsentierte sich die Rumpftruppe aus dem Westen Thüringens, um den Aufsteiger vom Wiehen in Gefahr zu bringen.

Hövels ohne Einsatzzeit

Auch der TuS konnte nicht auf die beste Besetzung zurückgreifen. Neben dem Langzeitverletzten Lukasz Gierak kam auch Spielmacher Kenji Hövels aufgrund einer Nackenverletzung nicht zum Einsatz. »Wir wollten bei ihm kein Risiko eingehen«, erklärte Teammanager Zlatko Feric. Diese Ausfälle machten sich aber nicht so stark bemerkbar – im Vergleich zur Gegenseite. »Beide Mannschaften waren angeschlagen, aber wir waren einfach besser«, brachte es Tim Remer auf den Punkt. Der Niederländer und Pontus Zetterman bekamen durch Hövels Ausfall die Spielanteile auf der Mittelposition. »Ich spiele überall, das ist für mich ja auch nicht mehr neu. Übertreiben müssen wir es aber auch nicht«, scherzte ein gut gelaunter Remer nach dem Abpfiff.

Er und seine Teamkollegen hatten auch allen Grund dazu, denn sie stellten über die gesamten 60 Minuten die bessere Mannschaft. Kontinuierlich setzten sich die Lübbecker in der ersten Halbzeit ab. Zunächst über 4:2 (9.) auf 6:3 nach zwölf Minuten. Während der TuS die Angriffe ordentlich zu Ende spielte, taten sich die Eisenacher offensiv unglaublich schwer. Gegen eine kompakte Deckung in Schwarz und Rot hatten sie nur wenige Ideen. Das Motto lautete: Matthias Gerlich, sonst nichts., Der groß gewachsene Rückraumspieler war bei den Gästen noch der einzige, von dem Gefahr ausging. Er sollte insgesamt auch auf zehn Treffer kommen.

Lübbecker Tempo zu hoch

Nach einer Viertelstunde zogen die Lübbecker das Tempo noch einmal an und schon zogen sie davon. Sie verteidigten weiterhin konsequent und nutzten die Ballgewinne zu gutem Konterspiel. Ein Viererpack von Rene Gruszka sowie ein Tor von Jo Gerrit Genz stellten auf 11:4 (20.). Und auch für das Handball-Herz hielt der TuS etwas bereit. Nach Anspiel von Jens Bechtloff versenkte Gruszka den Ball per Kempa-Trick zum zwischenzeitlichen 13:5 (25.).

Alles schien seinen Lauf zu nehmen, doch plötzlich wurde es hitziger. Die Zweikämpfe wurden härter, der TuS fühlte sich bei einigen Entscheidungen benachteiligt. »Pfeift doch auf beiden Seiten gleich«, schimpfte TuS-Trainer Aaron Ziercke in Richtung der jungen Schiedsrichter, denen die Partie in dieser Phase entglitt. Dadurch hatten sie ihren Anteil an der aufkommenden Hektik.

Doppelte Unterzahl kein Problem

Die Pause nutzten beide Teams, um sich ein wenig abzukühlen. Zweifel am Heimsieg kamen auch nicht auf, als der TuS in doppelter Unterzahl agieren musste. Auch diese überstanden die Hausherren beinahe schadlos und zogen von da an wieder das gute Spiel aus der ersten Hälfte auf. Vor allem mit dem Tempo über die erste und zweite Welle kam Eisenach nicht zurecht. Die Folge: zahlreiche Tauabo-Treffer zum 19:10 (41.). Danach war der TuS-Sieg nur eine Frage der Höhe.

Der Vorsprung wuchs bis auf elf Treffer an (51.). Die nicht aufgebenden Gäste konnten ein Debakel gegen einen Gang zurückschaltende Lübbecker noch verhindern. »Es war aber ein Qualitätsunterschied zu erkennen«, gestand ThSV-Trainer Christoph Jauernik ein. Das sah auch sein Gegenüber Aaron Ziercke so: »Wir waren durchgehend überlegen. Man hat den Jungs den Spaß am Handball angemerkt. Wir haben jetzt 30 Siege auf dem Konto, darauf können wir stolz sein.«

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