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Mi., 19.07.2017

29. Spielothek-Cup am 12./13. August mit vier Nachbarn Es ist eine »kleine Regional-Meisterschaft«

Gemeinsam mit Jo Gerrit Genz (von links) und TuS-Trainer Aaron Ziercke sowie GWD-Trainer Frank Carstens (2.v.r.) und seinen Spielmacher Sören Südmeier präsentiert Armin Gauselmann das Objekt der Begierde: den Spielothek-Cup.

Gemeinsam mit Jo Gerrit Genz (von links) und TuS-Trainer Aaron Ziercke sowie GWD-Trainer Frank Carstens (2.v.r.) und seinen Spielmacher Sören Südmeier präsentiert Armin Gauselmann das Objekt der Begierde: den Spielothek-Cup. Foto: Volker Krusche

Von Volker Krusche

Espelkamp-Benkhausen (WB). Als »Kleine Regional-Meisterschaft« bezeichnet Armin Gauselmann die 29. Auflage des Casino-Merkur-Spielothek-Cups am 12./13. August in den Sporthallen in Minden und Lübbecke. Grund: Neben den gastgebenden Teams des TuS N-Lübbecke und von GWD Minden sind diesmal die Nachbarn vom TBV Lemgo und der TSV Hannover-Burgdorf mit dabei.

Bundesliga also unter sich. Und geht es nach Gauselmann, dann müsste die goldfarbene Trophäe wohl jeweils sechs Monate zwei Pokalschränke füllen. Nachdem 2014 die Lübbecker als Turniersieger hervorgegangen waren und die Grün-Weißen im Folgejahr den Siegerscheck kassieren durften, hält sich der Hauptsponsor dieser Traditionsveranstaltung, die zu den ältesten dieser Art in Deutschland zählt, diplomatisch zurück, als er gefragt wird, wer denn nach vorjähriger Absage diesmal als die Nummer eins an der Reihe wäre. »Wenn es nach mir geht, dann stehen der TuS und GWD im Endspiel, in dem es nach Verlängerung Unentschieden steht. Dann wären beide Teams Sieger!«

Vier Teams auf Augenhöhe

Nun ja, diplomatisch zwar, aber wenig realistisch. Die vier, sich so kurz vor dem Serienstart messenden Erstligisten dürften sich in etwa auf Augenhöhe befinden, so dass kein klarer Favorit auszumachen ist. Hannover werden gegenüber dem OWL-Trio vielleicht ein, zwei Prozent mehr zugetraut.

Gespielt wird wieder in der »Kampa« und der Merkur-Arena, wobei die Vorrunde diesmal nach Minden wechselt und die beiden Finalspiele in Lübbecke steigen. »Ich bin sehr zufrieden, dass wir vom Sechser- wieder auf den Vierer-Modus zurückgekehrt sind«, sagt Armin Gauselmann, der die Antwort auf die Frage, warum man von den Spieltagen Freitag/Samstag nun auf Samstag/Sonntag gegangen ist, mit einem Achselzucken reagiert. »Vielleicht, weil ich am Freitag Geburtstag habe», spaßt er. »Ich weiß es wirklich nicht.«

Trainer werden noch viel probieren

Direkt vor dem Auftakt-Final-Four im DHB-Pokal, dürfte es für die Trainer aller vier Mannschaften eine willkommene Möglichkeit sein, zum Abschluss der Vorbereitungsphase unter Wettkampfbedingungen testen zu können. »Es ist und bleiben aber Vorbereitungsspiele, in denen ich als Trainer natürlich noch das eine oder andere ausprobieren werde. Seien es Vorgaben, die ich den Spielern mit auf den Weg gebe, oder aber unterschiedliche Formationen«, macht TuS-Trainer Aaron Ziercke deutlich. »Für die Spieler ist es hingegen eine gute Möglichkeit, sich für Einsätze zu empfehlen und sich den Fans zu präsentieren.«

»Die Ausssage kann ich so unterschreiben«, ergänzt Mindens Coach Frank Carstens. »Jeder Trainer nutzt die Gelegenheit, um noch Dinge zu probieren oder Verbesserungen in dem einen oder anderen Bereich zu sehen. Aber jede Mannschaft wird das Turnier ernst nehmen. Daran gibt es keinen Zweifel.«

Erstes Kräftemessen vor Saisonbeginn

Armin Gauselmann hatte vor der Präsentation des 29. Spielothek-Cups überlegt, mit welchen Worten er einsteigen wollte. »Ich dachte zuerst an ‘Alle Jahre wieder’. Da das Turnier aber im Vorjahr durch Olympia ausfiel, halte ich es lieber mit dem besser passenden blumigen Spruch ‘Er liebt mich, er liebt mich nicht’.« Gauselmann wirkt gewohnt locker und freut sich »auf das erste richtige Kräftemessen vor Saisonbeginn. Da kann man schon erkennen, wo man steht.«

Es erwarte nicht nur die Fans eine Spielzeit mit neuen Herausforderungen. Auch die Klubs seien gefordert, »denn die neuen Anwurfzeiten stellen auch sie auf die Probe. Man muss mit Konzepten aufwarten, die die Zuschauer gerade an Sonntagen um 12.30 Uhr in die Halle locken. Dabei haben es die Vereine aus den Ballungszentren gegenüber Klubs wie uns sicherlich sehr viel leichter.«

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