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So., 06.08.2017

18:32 bedeutet Aus beim Sparkassen-Cup Melsungen zeigt TuS Grenzen auf

Knickte um und schied aus: Piotr Grabarczyk.

Knickte um und schied aus: Piotr Grabarczyk. Foto: WB

Gesungen/Lübbecke (WB/Kru). »Uns sind eindeutig die Grenzen aufgezeigt worden. Auch wenn wir eine 150-prozentige Leistung abgeliefert hätten, wären wir gegen Melsungen chancenlos gewesen!« Aaron Ziercke, Trainer des heimischen Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke, nahm die deutliche 18:32 (7:16)-Niederlage im letzten Vorrundenspiel des Sparkassencups in Gensungen gegen die MT Melsungen gefasst zur Kenntnis.

»Das ist einfach nicht unsere Kragenweite. Melsungen ist mit seiner personellen Besetzung für mich durchaus ein Kandidat für Platz drei in der kommenden Bundesliga-Saison.«

Entscheidend sei die Tatsache gewesen, dass von Halbpositionen nicht der erforderliche Druck auf die gegnerische Abwehr ausgeübt werden konnte, »so dass Melsungen in seiner 6:0-Abwehr immer tief stand. Da fehlten einfach die Akzente aus der Distanz.« Die vielen Ballverluste im Angriff seien ein gefundenes Fressen für die Nordhessen gewesen, die einen Gegenstoß nach dem anderen liefen. »Aus dem gebundenen Angriff hatten wir Melsungen einigermaßen gut im Griff.«

»Wir müssen aus solchen Spielen lernen«

Ziercke war einigen Stunden nach dem Spiel mit dem Verlauf dennoch nicht ganz unzufrieden. »Wir müssen aus solchen Spielen lernen. Und letztlich ist es besser, wenn uns so was in der Vorbereitung passiert. Die Jungs haben klar aufgezeigt bekommen, dass man die Angriffsprobleme aus der Distanz in der 2. Liga hat durch spielerische Mittel und Durchbrüche auffangen können, gegen Erstligisten aber ein anderer Wind weht. Das hatte ich der Mannschaft schon im Vorfeld gesagt. Und ich habe recht behalten.«

Torgleich mit Halbfinalist TBV Lemgo

Sah es nach dem zweiten Spieltag noch danach aus, als würde der TuS selbst bei einer Niederlage gegen Melsungen als bester Gruppenzweiter das Halbfinale erreichen, so wurde man nach dem dritten Durchgang noch von den Zweitplatzierten der beiden anderen Gruppen überholt. Da der Sieger der Gruppe C, der HC Elbflorenz Dresden, sich selbst überraschte und aufgrund einer anderen Verpflichtung auf das Halbfinale verzichten musste, rückte hier der ASV Hamm-Westfalen nach. Im Duell der besten Zweiten wiesen der TBV Lemgo und der TuS N-Lübbecke am Ende beide vier Punkte und eine Tordifferenz von plus Acht auf. Die Lipper (84) hatten insgesamt aber fünf Treffer mehr als das Ziercke-Team (79) erzielt und standen somit im Halbfinale.

Grabarczyk droht Ausfall

Bitter war die Pille die Aaron Ziercke neben der deftigen Niederlage und dem Aus zu schlucken hatte, denn Abwehrchef Piotr Grabarczyk knickte im Spiel gegen Melsungen in der zweiten Halbzeit so unglücklich um, dass die Partie für ihn beendet war. Er wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, wo zumindest ein Knochenbruch ausgeschlossen wurde. »Der Fuß war sofort dick. Eine weitere Untersuchung wird nun zeigen, wie schlimm die Verletzung ist. Aber wenn Graba freiwillig den Platz verlässt, muss er schon starke Schmerzen haben«, so Ziercke.

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