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Fr., 17.11.2017

1. Bundesliga: Lübbecke erwartet Gummersbach zum Kellergipfel Es zählt nur ein Sieg!

Und wenn der Gegner sich noch so in die Lübbecker Angriffe werfen wird, am Sonntag heißt es beißen und siegen!

Und wenn der Gegner sich noch so in die Lübbecker Angriffe werfen wird, am Sonntag heißt es beißen und siegen! Foto: Felix Koenig

Lübbecke (WB/Kru). Egal wen man im Lager des TuS N-Lübbecke auch fragt, die Aussagen beim Blick auf das sonntägliche Kellerduell der 1. Handball-Bundesliga gegen den VfL Gummersbach (15 Uhr) decken sich. Und so ist es nicht nur Trainer Aaron Ziercke, der deutlich macht: »Wir müssen und wir wollen gewinnen!«

Es ist der Zeitpunkt, bei dem alle Beteiligten von der Wende sprechen. »Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Jetzt müssen den Worten auch die Taten folgen«, hatte Jens Bechtloff unlängst erklärt. Und Kapitän Nils Torbrügge schlug in die gleiche Kerbe, als er festhielt: »Das ist das Spiel, an dessen Ausgang wir gemessen werden. Wollen wir die Klasse halten, muss der erste Saisonsieg her.«

Bewusst ist man sich beim TuS N-Lübbecke in allen Etagen ob der Bedeutung der Partie. Trainer Ziercke nimmt aber etwas Dampf raus und verklausuliert die Situation: »Wir haben von allen Mannschaften unzweifelhaft die längste Vorbereitung gehabt...«

»Die Niederlagen haben mich wütend gemacht«

Natürlich wissen Spieler und Trainer um den Druck, der auf ihnen lastet. Dreimal trennte man sich von den Kontrahenten unentschieden, diese drei Punkte stehen in der Bilanz. Angesicht des viel zitierten Hammer-Spielplans durchaus drei Zähler, die man nicht holen musste. Ist daher trotz der bisherigen Bilanz und der Dauerleihgabe der roten Laterne also viel passiert? in Sachen Ausbeute sicherlich nicht. Doch es bleibt abzuwarten, ob das ständige Verlieren nicht irgendwelche psychischen Spuren hinterlassen hat. Das eine oder andere Kellerduell im Spielplan schon in den ersten Wochen hätte zumindest dem Selbstvertrauen wahrscheinlich einen Schub versetzt. Insbesondere bei einem Team, dass durch die 2. Liga marschiert und dort das Verlieren fast verlernt hatte. Das allerdings ist am Sonntag zweitrangig. Da erwarten alle im Lübbecker Umfeld den ersten Saisonsieg. Ohne Wenn und Aber! Nichts anderes zählt. Und entsprechend motiviert und kämpferisch präsentieren sich Zierckes Mannen auch. »Die vielen Niederlagen haben mich richtig wütend gemacht. Das soll im Spiel in Aggressivität umgemünzt werden«, gibt Luka Rakovic einen Einblick in sein Seelenleben und Vorhaben.

»Von mir aus könnte es sofort losgehen«

Aaron Ziercke bleibt indes gewohnt ruhig und zieht es vor, alles sachlich und realistisch zu betrachten. Dass Kenji Hövels weiter ausfällt, schmeckt ihm zwar nicht, sei aber nicht zu ändern. Und auch ob Tim Remer wieder wird mitwirken können, nimmt der TuS-Coach nicht als gegeben hin. Das Spiel gegen Gummersbach sei für ihn nicht anders, »als wenn wir es am dritten Spieltag hätten austragen müssen. Daheim wäre auch damals ein Sieg Pflicht gewesen.« Natürlich geht die Partie aber auch an ihm nicht gänzlich spurlos vorbei. »Wenn ich ehrlich bin, bin ich richtig heiß auf das Duell. Von mir aus könnte es sofort losgehen«, betonte er in der Pressekonferenz am Donnerstag. »Wir stehen in der Startlöchern, scharren mit den Hufen.«

»Wir müssen unser Spiel wie gewohnt machen«

Motivation sei gut, sich übermotiviert ins 60-minütige Kellergetümmel zu werfen, könne den Schuss aber durchaus nach hinten losgehen lassen. Dessen ist sich Trainer Ziercke bewusst – und fordert: »Wir müssen unser Spiel so machen, wie wir es gewohnt sind. Hinten gilt es sicher zu stehen und ein gutes Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter zu erzeugen. Und vorn sind es Aktionen in Bewegung, Konzentration und mit Ruhe, die ich fordere.« Was aber deutlich besser als noch vor Wochen funktionieren soll, ist das Tempospiel nach Ballgewinnen. Bei der Schnellen Mitte nach Gegentreffern hat das in Erlangen phasenweise schon gut geklappt. Nun ist aber auch eine Besserung im Umschaltspiel gefragt, um über die erste und zweite Welle zu einfachen Toren zu kommen. »Das haben wir intensiv trainiert«, so Ziercke, der bei den Gummersbachern die zuletzt offenbarten Schwächen in der Deckung und ihr ziemlich behäbiges Rückraumspiel für sich nutzen will.

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