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So., 19.11.2017

Bittere 26:27-Pleite gegen Gummersbach spiegelt Leistung wider Nichts ist’s mit dem ersten Sieg

So leiden Verlierer: Moritz Schade (links) und der völlig enttäuschend spielende Pontus Zetterman können es nicht fassen.

So leiden Verlierer: Moritz Schade (links) und der völlig enttäuschend spielende Pontus Zetterman können es nicht fassen. Foto: Oliver Schwabe

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). War das schon der (erste) Gnadenstoß? Das Muss-Spiel, wie es von Trainer und Spielern stets tituliert wurde, hat der TuS N-Lübbecke der 1. Handball-Bundesliga gegen den VfL Gummersbach wie berichtet mit 26:27 (15:15) verloren und seinen letzten Platz damit in Zement gegossen.

Schon die ersten 30 Minuten ließen trotz eines letztlich glücklichen 15:15-Pausenstandes Zweifel am zwingend benötigten ersten Saisonsieg aufkommen. Man merkte der Mannschaft vor der für Lübbecker Verhältnisse stattlichen Kulisse von 1.963 Zuschauern zwar den Willen an, ungeachtet dessen haperte es in beiden Mannschaftsteilen doch kräftig.

War es sonst zumeist nur die Angriffsleistung, die den Ansprüchen der 1. Liga nicht genügt, so offenbarten die Hausherren in ihrem so wichtigen Kellergipfel auch ungewohnte Defensivschwächen. Selbst zwei von drei Überzahlspielen gingen verloren, weil nicht zeitgerecht verschoben und die Lücken, in die Gummersbach immer wieder stieß, geschlossen wurden. Bei den Eins-Eins-Aktionen des VfL war Lübbecke einfach zu oft nur zweiter Sieger. Kurz hatte man im ersten Abschnitt allerdings den Eindruck, als hätte der TuS den Schalter umgelegt, als der im Rückraum mit sechs Torren in den ersten 30 Minuten kaum zu bremsende Marko Bagaric (nach dem Wechsel blieb er ohne Tor), der von Ante Kaleb aber auch gut »geholt« wurde, seine Farben nach einem 5:6-Rückstand zu einem 8:6 führte.

Es war aber nur ein Strohfeuer, weil seine Rückraumkollegen Lukasz Gierak und Pontus Zetterman Totalausfälle waren und lediglich Ballverluste, aber keine Tore produzierten. Zetterman leistete sich als Krönung seiner desolaten Vorstellung 90 Sekunden vor Schluss beim 25:26 den wohl spielentscheidenden Fehlpass. Jo Gerrit Genz als Alternative saß allerdings 60 Minuten auf der Bank.

Birlehm rückt nach 26 Minuten ins Tor

Die vom Ex-Lübbecker Denis Bahtjarevic gut eingestellten Oberbergischen nahmen die Angebote gern an und drehten die Partie zunächst. Beim 13:10 hatte sie den Rückstand wettgemacht und lagen bereits mit drei Toren vorn. Auch, weil Peter Tatai, der den TuS in so manchem Match im Spiel gehalten hatte, diesmal kein Faktor war und nach 26 Minuten und nur zwei gehaltenen Bällen gegen Joel Birlehm ausgetauscht wurde. Da aber auch die Gäste nicht fehlerfrei agierten, luden sie Lübbecke förmlich dazu ein, schnell ins Spiel zurückzufinden. Das 15:15 war zweifellos glücklich für die Hausherren.

Zettermans bittere Ballverluste

Gummersbach erwischte mit dem 17:15 zwar den besseren Start in Halbzeit zwei, der TuS war aber schnell wieder da und legte beim 19:18 erneut vor. Die Freude währte aber nur kurz, denn nach dem 21:20 durch den wiederum starken Jens Bechtloff produzierte Lübbecke vorn zu viele Fehler, die der VfL nutzte, um sich bis zum 24:22 (49.) in eine gute Ausgangsposition zu bringen. Auch, weil die Hausherren aus dem nicht bundesligatauglichen Rückraum in Halbzeit zwei wieder mal maßlos enttäuschten und lediglich zu zwei Tore durch Ante Kaleb nach Durchbrüchen und den Bagaric-Schlusspunkt kamen. Dennoch schafften sie das 24:24, doch dann scheiterte Zetterman freistehend, stand Rakovic beim Tor im Kreis und versuchte es wie schon in Erlangen vergeblich freistehend mit einem Trickwurf.

Wäre nicht Joel Birlehm im Tor gewesen, der binnen zwei Minuten zweimal im Gesicht getroffen wurde, die Partie wäre nicht erst in den letzten Sekunden entschieden worden. 64 Sekunden vor Spielende erzielte Marvin Sommer vom Punkt das entscheidende 27:25. Bagaric traf 28 Sekunden vor dem Abpfiff, doch mehr als das 26:27 ließen die Gummersbacher nicht mehr zu.

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