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Fr., 01.12.2017

1. Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke 25:25 gegen FA Göppingen Der erste Heimpunkt ist da

So sehen gefühlte Sieger aus: Marko Bagaric hat einen ganz wichtigen Treffer bei drohendem Zeitspiel erzielt.

So sehen gefühlte Sieger aus: Marko Bagaric hat einen ganz wichtigen Treffer bei drohendem Zeitspiel erzielt. Foto: Stefan Pollex

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Es geht auch in der eigenen Halle: Der TuS N-Lübbecke hat gestern Abend den ersten Heimpunkt der Saison geholt. Beim 25:25 (10:11) gegen Frisch-Auf Göppingen wurde der Aufsteiger für einen großen Kampf belohnt.

Der erste Saisonsieg in Stuttgart am Wochenende hatte Spuren hinterlassen – positive. Schon beim Einlaufen gaben die Fans auf der Tribüne lautstark Gas und auch die Mannschaft versprühte Kampfgeist und Siegeswillen. Schließlich sollte gemeinsam endlich der erste Heimsieg der Serie eingefahren werden.

Ein Akteur im TuS-Dress wollte dazu offensichtlich einen besonderen Beitrag leisten: Joel Birlehm. Der Torhüter, der erneut von Beginn an das Vertrauen bekam, spielte sich in der Anfangsphase geradezu in einen Rausch. Der 20-Jährige kam schon in den ersten zehn Minuten auf fünf Paraden und brachte vor allem die Göppinger Außen zur Verzweiflung. Gäste-Trainer Rolf Brack reagierte, tauschte nach nur acht Minuten auf beiden Außenbahnen personell. Birlehms gehaltene Bälle verschafften dem TuS außerdem offensiv alle Möglichkeiten. Genutzt wurden diese zunächst aber nur bedingt. Jens Bechtloff verwarf einen Siebenmeter, Marko Bagaric traf den Pfosten und Rene Gruszka scheiterte von Außen. Außerdem fehlte Trainer Aaron Ziercke ein wenig Tempo in den Angriffen – zumindest machten das seine Gesten deutlich. Die Führung von 3:2 (7.) oder 4:3 (12.) hätte also durchaus höher ausfallen können.

8:4 nach 20 Minuten

Den erhofften Zwischenspurt legten die Lübbecker dann aber hin. Grundlage dafür war die starke Defensive, die dem Göppinger Rückraum keine Lücken offenbarte, im Zusammenspiel mit Birlehm. Zunächst traf der agile und zweikampfstarke Nils Torbrügge zum 6:4 (18.). Dann hatte Birlehm den nächsten großen Auftritt. Er fing den Wurf von Daniel Fontaine und traf ins verwaiste FA-Tor. Gleiches gelang auch Bechtloff zum 8:4 (20.) Es war das 700. Bundesliga-Tor des Linksaußen. Die Halle kochte sowieso schon.

Doch ganz so flüssig ging es aus TuS-Sicht nicht weiter. Zuzuschreiben hatten sich das die Gastgeber selbst. Vorne schlichen sich jetzt wieder einige Fehler zu viel ein. Göppingen fand die verloren gegangene Sicherheit dadurch langsam wieder und verkürzte – jetzt verstärkt mit einem siebten Feldspieler – schrittweise. Beim 9:9 (27.) war auch der Ausgleich wieder hergestellt und in die Pause ging Frisch-Auf durch ein Tor von Zarko Sesum in das nun leere TuS-Tor sogar mit einer 11:10-Führung. Dabei hatte Lübbecke die Hälfte gefühlt eindeutig gewonnen.

Tatai dreht am Ende auf

Für den zweiten Durchgang hatten sich beide Teams noch große Spannung und Intensität aufbewahrt. Der TuS glich schnell durch Kapitän Torbrügge aus (32.). Von da an legte durchgehend Göppingen vor. Dass Lübbecke es nicht schaffte, die Führung wieder zu übernehmen, lag an der hohen Fehlerquote. Neben Fehlwürfen waren es vor allem technische Fehler, die sich zwischenzeitlich häuften. Da die Abwehr aber weiterhin stand und auch Birlehm noch weitere Paraden zeigte, zog der Gast auch nicht davon. Dies drohte allerdings ab dem 15:17 (42.). Jetzt legte Frisch-Auf für einige Minuten zwei Tore zwischen sich und den TuS – bis zur 58. Minute. In Unterzahl parierte erst Peter Tatai einen Siebenmeter von Marcel Schiller und auf der Gegenseite nagelte Bagaric den Ball bei drohendem Zeitspiel in den Winkel zum 24:24. Kresimir Kozina legte noch einmal für Göppingen vor,  Bechtloff traf 40 Sekunden vor dem Ende zum erneuten Ausgleich – 25:25.

Nach der letzten Auszeit 20 Sekunden vor Schluss agierte der Gast mit einem siebten Feldspieler und hatte den finalen Abschluss per Kempa-Trick. Doch Tatai hielt gegen Trost den ersten Heimpunkt fest. Der TuS bejubelte ihn wie einen Sieg.

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