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Do., 07.12.2017

TuS N-Lübbecke: Pontus Zetterman muss mehr Torgefahr ausstrahlen Vom Torjäger zum Sorgenkind

Pontus Zetterman muss im rechten Rückraum sehr viel mehr Torgefahr ausstrahlen.

Pontus Zetterman muss im rechten Rückraum sehr viel mehr Torgefahr ausstrahlen. Foto: Oliver Schwabe

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). Er war der beste Torschütze der 2. Bundesliga in der zurückliegenden Saison. Doch von seiner dort ausgestrahlten Torgefahr ist nur wenige Monate später in der ersten Liga nichts übrig geblieben. Vom Hoffnungsträger zum Sorgenkind. Pontus Zetterman weiß selbst, dass es bei ihm derzeit nicht richtig läuft.

»Ich mache mir darüber aber nicht so viele Gedanken. Auch in der zweiten Liga hatte ich mal eine Schwächephase. Die war schnell wieder vorbei«, so der 23-jährige Linkshänder. »In der ersten Liga sind die Abwehrspieler viel größer, bevorzugen die Gegner defensive Deckungsformationen. Das macht es für mich nicht leichter.« Mit seinen 1,88 Meter Größe zählt der ehemalige schwedische Jugend- und Junioren-Nationalspieler eher zu den Kleineren seiner Rückraum-Zunft. Den gegnerischen Block zu überwerfen, so wie es Marko Bagaric kann, funktioniert bei Zetterman nicht. Er muss eben anders zum Zuge kommen. Und da ihm in seinen Aktionen zuletzt oft das Tempo fehlte, um dann seine spielerische Stärke im Eins-gegen-Eins-Spiel auszuspielen, hing der ruhige Vertreter des TuS N-Lübbecke viel zu oft in der Luft. »Ich weiß, dass ich mit viel Tempo kommen muss, ich weiß auch, dass das zuletzt nicht so der Fall war. Gegen Gummersbach habe ich ein sehr schlechtes Spiel gemacht. Ich muss aber verhindern, dass sich solche Eindrücke bei mir im Kopf festsetzen. Die lähmen nur. Das Positive muss überwiegen.«

Ausbeute entspricht nicht den Spielanteilen

Ohne Tor gegen Göppingen geblieben, zwei Treffer in Stuttgart, torlos gegen Gummersbach, ein Feldtor gegen die Füchse, ohne Treffer bei den Eulen in Ludwigshafen – die Ausbeute entspricht wahrlich nicht seinen Spielanteilen, womit er aktuell aber nicht der Einzige ist.

Gerade von Lukasz Gierak, vor einem Jahr noch mit der polnischen Nationalmannschaft bei Olympia und im Januar bei der Weltmeisterschaft dabei, darf man mehr erwarten, als nur die Rolle eines Mitläufers. Er müsste vielmehr einer sein, der Führungsqualitäten beansprucht und in den wichtigen Spielen vorne weggeht. Doch das Gegenteil ist der Fall. Abgesehen von kurzen Phase des Aufflackerns fällt der 29-Jährige eher dadurch auf, dass er nicht auffällt. Und inzwischen drückt er sogar verstärkt die Bank. Ante Kaleb und Marko Bagaric haben ihm längst den Rang abgelaufen. Das weiß auch TuS-Trainer Aaron Ziercke. »Lukasz muss in seiner Leistung einfach konstanter sein. Kurze lichte Momente sind nicht das, was wir von ihm erwarten. Da muss einfach mehr kommen.« Ziercke macht aber auch klar, »dass wir gemeinsam darüber reden. Wir lassen ihn mit seiner Leistung nicht allein.«

Das ist auch zwingend notwendig, sollte der zuletzt gut treffende Marko Bagaric mit seiner lädierten Wade in Hüttenberg ausfallen. Dann nämlich wären Pontus Zettermann und Lukasz Gierak umso mehr gefordert.

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