Mi., 27.12.2017

TuS N-Lübbecke heute zu Gast in Kiel Es geht auch um das Torverhältnis

Im Hinspiel setzt sich Tim Remer gegen Patrick Wiencek durch.

Im Hinspiel setzt sich Tim Remer gegen Patrick Wiencek durch. Foto: Oliver Schwabe

Lübbecke (Kru). Auch wenn beide Teams am zurückliegenden vorweihnachtlichen Spieltag siegreich waren, so ist das sicherlich nicht gleichbedeutend damit, dass Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke am heutigen Mittwoch in seinem Gastspiel beim THW Kiel (Anwurf 19 Uhr) auf Augenhöhe agieren wird. Zu unterschiedlich sind die finanziellen Möglichkeiten, daraus resultierend auch die personellen Besetzungen beider Kontrahenten. Und nachdem die Handballer von Alfred Gislason mehr schlecht als recht in die Saison gestartet waren und den Kontakt zur Tabellenspitze frühzeitig eingebüßt hatten, starteten sie vor Wochen eine furiose Aufholjagd, feierten zuletzt sechs Siege in Folge, unter anderem äußerst souverän im Nord-Derby in Flensburg, und haben sich gerade auch durch die Rückkehr von Domagoj Duvnjak inzwischen zumindest wieder ins Gespräche bei der Titelvergabe gebracht.

Aaron Ziercke und seine Jungs dürften also ganz genau wissen, was nach Weihnachtsgans, Plätzchen und Lebkuchen in der einmal mehr ausverkauften Sparkassen-Arena auf sie zukommt. Dass die »Zebras« Gastgeschenke verteilen werden, davon sollte niemand ausgehen. Aber damit rechnen die Lübbecker auch nicht. Sie wissen nur zu genau um ihre Rolle an der Ostsee. Natürlich sind sie mit dem Derbyschub im Rücken bereit, zuzustoßen, sollte der THW schwächeln, »wir wissen aber auch ganz genau, dass Kiel innerhalb von nur ein paar Minuten in der Lage ist, ein solches Spiel für sich zu entscheiden«, warnt Coach Ziercke für möglichen »Auszeiten« seiner Truppe, die nicht per grüner Karte von ihm gewollt sind.

»Es geht aber auch um unser Torverhältnis«, hebt Teammanager Zlatko Feric warnend den Finger. »Anfänglich waren wir in diesem Bereich durch die Hammerspiele abgeschlagen. Jetzt sieht das ganz anders aus, hat sich das mit Blick auf die Konkurrenz relativiert.« Der klar Sieg gegen GWD habe sehr dazu beigetragen – nicht nur zum Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz. »Daher müssen wir in Kiel um jedes Tor kämpfen, dürfen uns gerade in der Endphase des Spiels nicht hängen lassen, so dass wir am Ende vielleicht unnötig klar verlieren«, fügt Trainer Ziercke hinzu.

Der hofft, dass sich zumindest die angeschlagenen Spieler wieder fit melden, denn Marko Bagaric und Piotr Grabarczik drohen definitiv auszufallen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5381979?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352979%2F4850251%2F