Sa., 30.12.2017

TuS N-Lübbecke: Kapitän ist bei der HSG Wetzlar im Gespräch Torbrügge wartet ab

Lübbeckes Kreisläufer Nils Torbrügge (Mitte) könnte bei der HSG Wetzlar Jannik Kohlbacher (links) ersetzen.

Lübbeckes Kreisläufer Nils Torbrügge (Mitte) könnte bei der HSG Wetzlar Jannik Kohlbacher (links) ersetzen. Foto: Oliver Schwabe

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Die Winterpause hat begonnen, Ruhe will beim TuS N-Lübbecke aber noch nicht so recht aufkommen. Kapitän Nils Torbrügge wird für die nächste Saison mit einem anderen Erstligisten in Verbindung gebracht.

Die HSG Wetzlar soll sich ab dem Sommer 2018 die Dienste des Kreisläufers gesichert haben. Zumindest vermeldet dies die »Wetzlarer Neue Zeitung«. Fakt ist, dass Torbrügges Vertrag nach der laufenden Spielzeit ausläuft. Dass es Gespräche zwischen der HSG-Führung und Torbrügge gegeben hat, wollten beide Seiten weder bestätigen noch dementieren. »Wir sondieren seit einem Dreivierteljahr den Markt und hoffen, dass wir bis Ende Januar Vollzug melden können«, wird Wetzlars Geschäftsführer Björn Seipp zitiert. Die Position würde jedenfalls passen. Die HSG ist auf der Suche nach einem neuen Kreisläufer, da sich Nationalspieler Jannik Kohlbacher den Rhein-Neckar Löwen anschließen wird.

Ob Nils Torbrügge die Lücke allerdings wirklich schließt, bleibt abzuwarten. Der 24-Jährige hatte am Freitag noch nichts Endgültiges in Bezug auf Wetzlar zu vermelden. »Ich weiß nicht, woher diese Nachrichten kommen«, sagte Torbrügge auf Nachfrage der LÜBBECKER KREISZEITUNG. Ins Detail wolle er nicht gehen, es habe aber auch schon Gespräche mit dem TuS N-Lübbecke gegeben.

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Ich möchte auch in der nächsten Saison in der ersten Liga spielen.

Nils Torbrügge

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Für die Fans dürfte es auch noch die Hoffnung auf einen Verbleib des 1,94-Meter-Mannes bestehen. »Ich habe viel Spaß mit der Mannschaft. Gerade die vergangenen Spiele sind ein positives Signal gewesen. Wir können die Klasse halten«, machte Torbrügge deutlich. Bei dessen Entscheidung mit Blick Richtung Zukunft dürfte viel mit der Klassenzugehörigkeit zusammenhängen, denn der Plan des Spielers sieht einen Verbleib im Oberhaus vor: »Ich möchte auch in der nächsten Saison in der ersten Liga spielen.« Es könnte also gut sein, dass Torbrügge die ersten Wochen des Spieljahres 2018 noch abwartet und daraufhin seine Entscheidung fällt. Im Februar stehen nämlich wichtige und richtungsweisende Partien wie gegen Stuttgart und in Göppingen auf dem Programm. Auch der möglicherweise neue Arbeitgeber aus Wetzlar zählt zu den ersten Gegnern nach der Winterpause.

Auch bei den Verantwortlichen des TuS N-Lübbecke war die Meldung aus Wetzlar angekommen. Einen Kommentar wollte Teammanager Zlatko Feric zu dieser Thematik nicht abgeben und vermeldete nur: »Wir haben erste Gespräche mit Nils geführt.«

Nur Schades Vertrag läuft länger

Sollte Torbrügge den TuS verlassen, wäre der Verein zum Handeln gezwungen. Schließlich kommt der Kapitän in der Abwehr und vor allem im Angriff auf die größten Spielanteile auf dieser Position. Mit Moritz Schade würde dann – nach jetzigem Stand – nur noch ein Kreisläufer zum Aufgebot zählen. Der Vertrag von Piotr Grabarczyk, der nur in der Abwehr zum Einsatz kommt, läuft ebenfalls am Saisonende aus. Ob dieser verlängert wird, dürfte aufgrund des notwendigen Spezialistenwechsels sicherlich zur Diskussion stehen.

Bei der Suche nach einem weiteren Spieler für die Rückrunde – bestenfalls für den Rückraum – sei der TuS bisher nicht weitergekommen. »Der Markt ist dünn und auch andere Vereine schauen sich um«, sagte Feric. Die Wechselfrist endet am 15. Februar.

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