So., 25.02.2018

1. Bundesliga: TuS N-Lübbecke beim 20:25 in Wetzlar chancenlos Nur sieben Tore vor der Pause

Kenji Hövels war trotz zwischenzeitlicher kurzer Behandlungspause im ersten Abschnitt bester Lübbecker Rückraumspieler.

Kenji Hövels war trotz zwischenzeitlicher kurzer Behandlungspause im ersten Abschnitt bester Lübbecker Rückraumspieler. Foto: Jan Huebner

Von Volker Krusche

Lübbecke/Wetzlar  (WB). Wenn der schwächste Angriff auf die zweitstärkste Abwehr der Liga trifft, scheint der Ausgang bereits vor dem Anpfiff klar. Spätestens nach dem Pausenpfiff war die Bundesligapartie des TuS N-Lübbecke bei der HSG Wetzlar auch gelaufen. Da spiegelte die 13:7-Führung der Hausherren die Chancenlosigkeit der Gäste wider. Am Ende siegte der Favorit in einem schwachen Spiel 25:20.

Der TuS N-Lübbecke ist auf des Gegners Platten stets ein gern gesehener Gast. Von inzwischen 29 saisonübergreifenden Auswärtsspielen konnten die Rothemden nur ein einziges Mal gewinnen. Daran änderte sich auch in der Rittal-Arena nichts. Die Ursache für diese Misere liegt klar auf der Hand. Mit durchschnittlich nicht einmal 23 Toren berauben sich die Mannen von Aaron Ziercke eigentlich selbst ihrer Chance, aus der Fremde etwas mitzunehmen. Und ihre schwache Quote drohte am Sonntagmittag sogar ins Unterirdische abzugleiten, denn die in den ersten 30 Minuten gebotene Angriffsleistung mit lediglich sieben Treffern bei allerdings acht Fahrkarten und zehn technischen Fehlern machte es den Wetzlaren leicht, problemlos »die Basis für den Pflichtsieg zu legen«, so der achtfache HSG-Torschützen Maximilian Holst.

Rückraumspieler schwächeln erneut

Lukasz Gierak hatte wieder mal sein negatives Gesicht aufgesetzt. Ihm gelang gar nichts. Aber auch Marko Bagaric trat nur durch einfachste Stockfehler in Erscheinung, Jo Gerrit Genz wusste vorn keinerlei Akzente zu setzen und Dener Jaanimaa kam erst zu Toren, als das Spiel bereits gelaufen war. Einzig Kenji Hövels – vor der Pause – mit gefährlichen Schlagwürfen und Ante Kaleb – nach dem Wechsel – mit zumindest ordentlichem Auge stachen in einer überforderten Rückraum-Offensive etwas heraus. Nach einer knappen Viertelstunde hatte Lübbecker nur zwei magere Törchen erzielt, dem Gegner aber bereits achtmal den Ball auf dem Tablett serviert. Klar, dass Aaron Ziercke wetterte und noch vor der Pause seine zweite Auszeit nehmen musste. Besserung war bis zum Wechsel aber nicht in Sicht. »Wir haben uns durch eigene Unzulänglichkeiten zu viele Kontertore gefangen. Wetzlar hat unsere einfachen Fehler gnadenlos bestraft!« Dadurch sei sein Team stets hinterher gelaufen. Es hätte seinem -Angriff geschmeichelt, ihn mit einem lauen Lüftchen zu vergleichen. Vielmehr war Flaute angesagt. Die ersten 30 Minuten waren jedenfalls alles andere, nur nicht bundesligatauglich!

Nach dem Seitenwechsel bemüht

Nach dem Wechsel merkte man den Lübbeckern die Bemühung an, es besser zu machen. Allerdings wurde die auch dadurch begünstigt, dass Wetzlar angesichts des bereits entschiedenen Auftakts einer mit dem Viertelfinale des DHB-Pokals anstehenden »Englischen Woche« den Fuß etwas vom Gas nahm und Trainer Kai Wandschneider kräftig durchwechselte. So ließ auch das erste Tor der zweiten Hälfte fünf Minuten auf sich warten: Moritz Schade, der den offensiv erneut schwachen Nils Torbrügge an der Stelle seines künftigen Wirkens ersetzte, traf zum 8:13. Und als Ante Kaleb wenig später auf 12:16 verkürzte, schienen allein die dazwischen liegenden guten fünf die vorherigen langweiligen, fehlerhaften und enttäuschenden Minuten vergessen zu machen. Doch Wetzlar zog zwischendurch noch mal kurz an und setzte sich über 21:15 (46.) beim 24:16 (50.) auf acht Tore ab. Ein Viererpack hielt die hochverdiente Niederlage dann aber zumindest in Grenzen. Jetzt

Dadurch war auch die Miene von Aaron Ziercke wieder etwas aufgehellt: »Wir haben uns in der zweiten Hälfte nicht mehr so viele technische Fehler erlaubt und durch bessere Kreuzbewegungen gute Chancen erarbeitet. Jetzt geht unser Blick nach vorn, denn am Sonntag wollen wir gegen Hüttenberg gewinnen.«

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