Do., 08.03.2018

Jan-Eric Speckmann will seine Chance im Profihandball nutzen Nur nicht zu viel Kopf machen

Von »Schorse« Borgmann lässt sich Jan-Eric Speckmann gern den einen oder anderen wichtigen Hinweis geben.

Von »Schorse« Borgmann lässt sich Jan-Eric Speckmann gern den einen oder anderen wichtigen Hinweis geben. Foto: Göbel

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). Nur gut, dass die Aufgaben innerhalb der Mannschaft nicht um einen Spieler aufrücken. So übernimmt Neuling Jan-Eric »Specki« Speckmann das teaminterne Amt von Lukasz Gierak, ist ab sofort »Fußballwart« bei den Bundesliga-Handballern des TuS N-Lübbecke. »Glück gehabt, denn Wasserwart wäre nicht mein erster Wunsch gewesen.«

Eine Aufgabe, die derweil weiter in den Händen des Jüngsten im Team, Jo-Gerrit Genz, liegt. Gierak war indes der älteste unter jenen Akteuren, denen eine interne Aufgabe zukam. Er kann sich dank »Specki« jetzt zurücklehnen.

Der Neue fühlt sich indes sehr gut aufgenommen, kannte seine jetzigen Mitspieler allerdings auch schon. »Ich bin ja schon im Trainingslager vor der Saison dabei gewesen und habe auch sonst so manche Trainingseinheit mitgemacht.« Seit eineinhalb Jahren hilft der 23-jährige gebürtige Mindener, der im niedersächsischen Obernkirchen (zwischen Bückeburg und Stadthagen) aufwuchs und dort erste handballerische Gehversuche unternahm, schon bei den Profis aus.

Kindheitstraum geht in Erfüllung

»Und dann geht urplötzlich ein Kindheitstraum für mich in Erfüllung.« Durch die schwere Verletzung von Tim Remer musste ein zweiter Mann hinter Jens Bechtloff auf Linksaußen her. Die TuS-Verantwortlichen berieten kurz und favorisierten schnell eine naheliegende Lösung, wie Teammanager Zlatko Feric betont. »Warum soll ich Raul Santos aus Kiel holen, wenn ich bei unserem Kooperationspartner einen Mann sehe, der uns helfen kann?« Trainer Aaron Ziercke hatte jedenfalls keine Bedenken. »Schließlich kenne ich Specki noch aus unserer gemeinsamen Zeit bei GWD II.«

Nach Gesprächen mit LiT-Chef »Kiki« Niemann und Daniel Gerling als Trainer der Oberligamannschaft erhielt Jan-Eric Speckmann grünes Licht für ein Engagement beim TuS. »Ich bin LiT natürlich sehr dankbar dafür. Auch, dass Zlatko mich angerufen und gefragt hat, ob ich Bundesliga spielen will«, sagt der Student der Betriebswirtschaft. »Ich hab natürlich sofort Ja gesagt. In dem Moment kam mir das wie ein kleines Wunder vor.«

Die ersten Minuten als Teil des Lübbecker Bundesligateams umschreibt er mit »nervös« und »aufgeregt«. Doch das sei schnell verflogen. »In dem Moment, in dem ich auf dem Feld stehe, ist das komplett weg. Dann will ich nur noch Handballspielen und der Mannschaft helfen.« So richtig verdaut hat er das alles dennoch nicht. »Es wird wohl noch ein paar Tage dauern, bis ich das so richtig realisiert habe«, so Speckmann.

»Die Belsatung ist eine ganz andere«

Viel habe er anschließend darüber nachgedacht, »auch wenn ich mir gar nicht zu viel Kopf machen wollte. Das galt insbesondere für meine Bundesliga-Premiere in Wetzlar. Da wollte ich es unbedingt gut machen. Letztlich ging es so. Hätte ich den einen Wurf reingemacht, wäre es wohl ein ordentliches Debüt gewesen.«

Natürlich sei der jetzige Schritt mit einer großen Umstellung verbunden. »Die Belastung ist eine ganz andere. Ich trainiere nun doppelt so viel wie vorher. Zudem ist auch die Intensität deutlich höher. Bis jetzt habe ich in dieser Woche aber noch keinen Muskelkater gehabt. Toi, toi, toi. In den ersten zwei Wochen hatte ich nämlich mächtig schwere Beine.«

Mit dem bis zum Saisonende andauernden Engagement in Lübbecke soll es mit dem Profihandball aber nicht wieder vorbei sein. »Anschließend möchte ich schon in der 1. oder 2. Liga spielen.« Im Sommer hatte Speckmann übrigens ein Probetraining beim ASV Hamm-Westfalen absolviert.

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