Do., 12.07.2018

2. Handball-Bundesliga: Absteiger stellt seine neuen Spieler vor – mit Video TuS N-Lübbecke will aufsteigen

Trainer mit Neuzugängen: (von links) Valentin Spohn, Mats Grzesinski, Patryk Walczak, Aaron Ziercke, Marian Orlowski und Peter Strosack.

Trainer mit Neuzugängen: (von links) Valentin Spohn, Mats Grzesinski, Patryk Walczak, Aaron Ziercke, Marian Orlowski und Peter Strosack. Foto: Volker Krusche

Von Volker Krusche und Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Unter dem Stern hat der TuS N-Lübbecke am Nachmittag seine Zugänge präsentiert. Die wollen in der bevorstehenden Zweitliga-Saison allesamt die Sterne vom Himmel holen, den Betriebsunfall »Abstieg« korrigieren und den Traditionsklub vom Wiehen zurück in die 1. Handball-Bundesliga führen.

Die Vorbereitung hat gleich mit einer »Sonderschicht« für Jan-Eric Speckmann begonnen. Der Linksaußen, der von Kooperationspartner LiT NSM kommend in der Rückrunde ausgeholfen und daraufhin einen Zweitligavertrag für die neue Saison erhalten hatte, durfte zwei Extra-Runden laufen. »Er hat unser Tennisturnier gewonnen – und hat den Trainer dabei auf Platz zwei verdrängt«, scherzt Aaron Ziercke bei der Saisonauftakt-Pressekonferenz im Autohaus Sieg.

Die Szene war symptomatisch für die gute Stimmung, die beim heimischen Erstligaabsteiger herrscht. »Ich glaube, wir haben eine richtig gute Mannschaft beisammen. Der Kader ist so gut, dass wir auch nicht herumreden wollen. Unser klares Ziel ist der Aufstieg«, macht Ziercke unmissverständlich deutlich, dass die Rückkehr in die »belle etage« des deutschen Handballs als Ergebnis am Ende der bevorstehenden 38 Spieltage stehen soll.  »Es ist mir egal, wenn uns die Konkurrenz als Favoriten sieht. Denn: Genau das wollen wir sein. Wir nehmen diese Rolle an!« Das sehe nicht nur er so, sondern alle Verantwortlichen und auch die Mannschaft.

Attraktive 2. Liga

Klar weiß man um die Stärke der neuen Umgebung. »Die hat zuletzt deutlich an Qualität zugelegt«, sagt Ziercke. Gepaart mit großen Namen wie den Rückkehrern TV Großwallstadt und HSV Hamburg, aber auch Traditionsvereinen wie TuSEM Essen oder vergangenen Erstliga-Größen wie HBW Balingen-Weilstetten oder TV Hüttenberg werde den Fans nun auch in der 2. Liga einiges geboten. »Hinzu kommen Mannschaften wie Lübeck-Schwartau, Nordhorn, Coburg oder Hamm, die stark nachgelegt haben und eine gute Rolle spielen wollen.«

»Ein Zuckerschlecken wird das sicherlich nicht«, sagt Zugang Valentin Spohn, der als Einziger im Vorjahr im Bundesliga-Unterhaus am Ball war. »Aber wir haben einen starken Kader, mit dem wir bestehen sollten.«

Der 21-jährige Karlsruher will sich »in Lübbecke wohlfühlen. Das hat mir zuletzt gefehlt.« Das Einleben im Mühlenkreis könnten ihm dabei zwei bekannte Gesichter erleichtern: Joel Birlehm und Moritz Schade. »Beide kenne ich sehr gut. Mit Joel habe ich mir das Zimmer bei der Bundeswehr in Warendorf geteilt, mit Moritz das bei der Junioren-Nationalmannschaft.« Angesichts der in Liga eins offenbarten Schwäche aus dem Rückraum setzt man beim TuS große Stücke auf Spohn. Genauso wie auf Marian Orlowski, der sich den Platz im linken Rückraum mit dem Youngster – und natürlich Marko Bagaric – teilen soll. Orlowski dürfte seinen Frust ob der Tatsache, in Stuttgart ausgemustert worden zu sein (»Ich erhielt keinen neuen Vertrag«), in Lübbecke schnell vergessen.

Strosack freut sich auf 1. Spieltag

Aus der 1. Liga, vom SC DHfK Leipzig, kommt Peter Strosack. Und der dürfte sich neben dem TuS, den er natürlich sehr viel lieber eine Etage höher gesehen hätte, auch auf den Serienstart freuen. Der führt die Lübbecker nämlich nach Dormagen. Dort, wo der Linkshänder sich seinen Feinschliff im Bayer-Nachwuchsbereich holte und seine ersten Schritte bei den Senioren machte. »Klar, das ist natürlich ein ganz besonderes Spiel für mich.«

Derweil freut sich Patryk Walczak neben der neuen Herausforderung auf seinen Landsmann Lukasz Gierak. Die beiden Landsleute spielten sowohl schon auf Vereinsebene in Stettin wie auch in der polnischen Nationalmannschaft schon gemeinsam.

»Erfahrungen, vielleicht den einen oder anderen Einsatz«, erhofft sich Mats Grzesinksi von seiner Kaderberücksichtigung für die 2. Liga. Der 1,98 Meter große Grzesinksi ist gerade einmal 17 Jahre alt und hütet in der Bundesliga-Jugend das Tor.

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