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Mo., 27.11.2017

2. Volleyball-Bundesliga: Delbrück unterliegt Bitterfeld-Wolfen mit 0:3 DJK im Abstiegskampf

Maximilian Protte macht im Angriff die meisten Punkte für die DJK.

Maximilian Protte macht im Angriff die meisten Punkte für die DJK. Foto: Markus Schlotjunker

Von Markus Schlotjunker

Delbrück (WB). Frustration am Driftweg. Volleyball-Zweitligist DJK Delbrück verliert zuhause gegen den VC Bitterfeld-Wolfen mit 0:3 (17:25, 21:25, 23:25). Damit gehört die DJK zu einem Quartett, das nach neun Spieltagen am Tabellenende steht und schon Rückstand zum Mittelfeld hat.

»Diese Saison geht es gegen den Abstieg«, sprach Delbrücks Kapitän Tobias Daniels aus, was die Ergebnisse belegen. »Bis zum Jahresende werden wir auch nicht bei 100 Prozent sein«, schob Trainer Uli Kussin nach. Der war sichtlich enttäuscht ob der Leistung seiner Mannschaft.

»Wir verschlagen 37 Millionen unserer Aufschläge, dabei haben wir die diese Woche extra noch trainiert«, ärgerte sich Kussin. So viele waren es natürlich nicht, aber besonders am Ende des dritten Satzes war die Schwäche bei der Angabe eklatant. Nach einem stets spannenden Satzverlauf – Delbrück lag mehrfach mit zwei Punkten vorne – stand es 20:19, als Lars Wienhues einen Aufschlag ins Aus schlug (20:20). Beim Stand von 22:21 machte ihm Maximilian Protte es nach (22:22) und beim Stand von 23:23 landete ein Aufschlag von Thomas Konrad Cieslar im Netz und sorgte für den ersten Matchball (23:24) für die Gäste. Da Daniels anschließend – wie schon beim 22:23 – am Block scheiterte, war die Partie beendet.

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Wir verschlagen 37 Millionen unserer Aufschläge.

Uli Kussin

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»Wir haben zusammen mit diesen vergebenen Angaben und unseren Fehlern selbst für zwölf der 25 Bitterfelder Punkte gesorgt«, rechnete Kussin vor, dass die DJK den Sieger kürte. Der VC aus Sachsen-Anhalt machte dagegen in Ruhe sein Spiel, fiel nicht weiter auf und brachte vor allem sein Sideout immer wieder durch. Bei den Gastgebern fielen die Schwächen ins Auge. Über die Mitte kam wenig, Abwehr und Block waren zu schwach. Im Durchschnitt ein Punktgewinn durch den Block (sehenswert allerdings Cieslars Einzelblock im zweiten Satz zum 7:8) war einfach zu wenig. Im Angriff punkteten fast nur zwei Spieler: Protte und Daniels. »Das war am Ende so gewollt, weil wir ja anders nicht punkteten«, sagte Kussin.

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Wir sind gerade dabei, unser System umzustellen.

Tobias Daniels

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Protte sorgte im zweiten Durchgang, in dem Delbrück ab dem 2:3 ständig zurücklag, fast allein dafür, dass die DJK im Spiel blieb und nach 11:14-Rückstand den Anschluss zum 14:15 schaffte, indem er dreimal im Angriff punktete. Kurz darauf gelang sogar der 17:17-Ausgleich, als Johannes Grodde einen unannehmbaren Aufschlag servierte. Aber es war der einzige Gleichstand, denn die Delbrücker leisteten sich in der Folge sechs eigene Fehler. Da halfen auch weitere drei Angriffspunkte von Protte nicht mehr. Bezeichnend, dass Fabian Dicken mit einem Aufschlag ins Netz den ersten Satzball (20:24) für den VC besorgte, der nach klar gewonnenem ersten Satz mit 2:0 in Führung ging.

Im schon angesprochenen dritten Durchgang lag die DJK bis 8:5 vorne, fiel auf 8:9 zurück und verlor am Ende. »Wir sind gerade dabei, unser System umzustellen, weil unser Spiel zu durchsichtig war. Das gelingt aber nicht richtig, weil immer wieder Spieler ausfallen und wir nicht komplett trainieren können. Wir müssen jetzt irgendwie klarkommen, bis wieder alle Spieler zusammen sind«, suchte Daniels nach Erklärungen.

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