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Sa., 25.11.2017

U’s-Vorsitzender Diedam über die Bundesliga und Olympischen Spiele »Mal wieder Meister werden«

Das Untouchables-Führungsduo: Uwe Diedam (1. Vorsitzender, links) und Martin Nixdorf (2. Vorsitzender) unterhalten sich am Rande eines Heimspiels der vergangenen Saison, die im Play-off-Viertelfinale endete. In Zukunft soll es weiter gehen.

Das Untouchables-Führungsduo: Uwe Diedam (1. Vorsitzender, links) und Martin Nixdorf (2. Vorsitzender) unterhalten sich am Rande eines Heimspiels der vergangenen Saison, die im Play-off-Viertelfinale endete. In Zukunft soll es weiter gehen. Foto: Elmar Neumann

Paderborn (WV). Seit gut drei Wochen sind die Untouchables Paderborn in der ersten Phase der Vorbereitung auf die kommende Saison der Baseball-Bundesliga. Der 1. Vorsitzende Uwe Diedam blickt im Gespräch mit Redakteur Matthias Wippermann auf die vergangene Spielzeit zurück und in die Zukunft des sechsfachen Deutschen Meisters.

Herr Diedam, die Untouchables sind in der vergangenen Saison zum fünften Mal in Folge im Viertelfinale der Play-offs gescheitert. Haben Sie die Befürchtung, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird?

Uwe Diedam: Nein, die habe ich nicht. Wir haben eine durchwachsene Saison gespielt, vor allem die reguläre Serie war enttäuschend. Ein Grund dürfte die nicht optimale Vorbereitung sein. Diesmal haben wir es nicht geschafft, ein Trainingslager zu organisieren, das hat extrem gefehlt. Außerdem hatten wir mit Verletzungspech zu kämpfen. Erfahrene Spieler wie Dominik Buder, Daniel Hinz und Björn Schonlau fielen aus. Spielerisch wurde es in der Interleague-Runde und im Play-off-Viertelfinale gegen München-Haar besser. Aber insgesamt steckt mehr in der Mannschaft, ich habe ihr mehr zugetraut als das Viertelfinale.

»Man muss einem Trainer gewisse Zeit geben.«

War diesmal auch aufgrund des kurzfristigen Trainerwechsels, Jendrick Speer übernahm eine Woche vor Serienbeginn das Amt von Stefan Fechtig, nicht mehr möglich?

Diedam: Das kam natürlich hinzu. Ich glaube schon, dass man einem Trainer gewisse Zeit geben muss. Vor allem wenn, wie in unserem Fall, ein ehemaliger Führungsspieler in die Rolle des Coaches schlüpft.

Wie bewerten Sie die Arbeit von Jendrick Speer?

Diedam: Er hat insgesamt einen guten Job gemacht. Jendrick hat in der Mannschaft eine hohe Akzeptanz und ein gutes Verhältnis zum Team. Wir sind mit der Entscheidung, ihn zum Cheftrainer zu machen, sehr zufrieden. Er arbeitet auch an weichen Faktoren, hat beispielsweise eingeführt, dass wir mit einem Bus und nicht mehr mit drei, vier Bullis zu den Auswärtsspielen fahren, oder dafür gesorgt, dass die Spielerkabinen renoviert werden und jetzt mehr Platz bieten.

Werden die Untouchables weiterhin den eingeschlagenen Weg, auf eigene, deutsche Talente zu setzen, gehen?

Diedam: Absolut, das ist unser Weg, den wir ganz konsequent gehen wollen. Natürlich sind wir offen, wenn ein ausländischer Baseballer bei uns spielen will, wie es bei Matt Kemp der Fall ist, der bei uns ja auch im Coaching-Staff ist. Aber vom Grundsatz her wollen wir Talente aus unserer Jugend hochziehen, um ihnen auf höchstem Niveau Spitzensport anbieten zu können.

»Mein Traum ist, dass Paderborner bei den Olympischen Spielen auflaufen.«

Welche Hoffnung steckt hinter diesem Plan?

Diedam: Natürlich haben wir im Blick, dass 2020 bei den Olympischen Spielen in Tokio Baseball wieder zum Programm gehört. Es ist mein Traum, dass dort Paderborner Spieler wie etwa Benjamin Thaqi, Till Schade, Finn Bergmann auflaufen – oder ein Marco Cardoso, der bei uns ausgebildet wurde und jetzt einen Profivertrag bei den Boston Red Sox hat.

Sie erwähnen Marco Cardoso, außerdem wurden die Untouchables Juniorenmeister. Sind dies Beispiele für erste Erfolge, die aus ihrem Konzept resultieren?

Diedam: Genau und das muss Stück für Stück so weitergehen. Wir bieten in Paderborn mit die beste Infrastruktur der Bundesliga. Die Spieler müssen sie nur nutzen. Um noch mal auf die Olympischen Spiele zurückzukommen: Die Europameisterschaft 2019 in Deutschland ist die Fahrkarte für die Sommerspiele 2020. Mit Martin Helmig ist unser ehemaliger Coach deutscher Nationaltrainer und er hat Jendrick Speer als Assistenten mit ins Boot geholt. Da dreht also Menge Paderborn an den Stellschrauben des deutschen Baseballs.

Blicken wir auf die kommende Saison, wie lautet die Zielsetzung?

Diedam: Zunächst wollen wir eine bessere Vorbereitung, im Ahorn-Sportpark können wir auch im Winter gut trainieren. Dann wollen wir die Mannschaft mit zwei, drei deutschen Spielern, die wir im Auge haben, verstärken. Wir wollen endlich mal wieder Deutscher Meister werden. Ob wir schon in der kommenden Saison um den Titel mitspielen können, wird sich zeigen. Aber spätestens in den nächsten zwei, drei Jahren soll dies der Fall sein. Dieses Ziel formulieren ja auch unsere ambitionierten jungen Spieler so.

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