Do., 17.05.2018

Golfprofi Alexander Knappe nimmt an Turnierpremire in Antwerpen teil Vorfreude auf das K.o.-Format

Voll konzentriert: Alexander Knappe mit seinem Caddie Jon Zadek.

Voll konzentriert: Alexander Knappe mit seinem Caddie Jon Zadek. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Wie Alexander Knappe wird Webb Simp­son von der im schweizerischen Zug ansässigen Agentur »4sports & Entertainment AG« beraten. Für den US-Golfprofi war am Sonntag ganz großer Zahltag. Der 32-Jährige gewann die Players Championship im TPC Sawgrass, die gerne als fünftes Major bezeichnet wird, und sicherte sich damit die beachtliche Siegprämie von umgerechnet etwa 1,66 Millionen Euro.

Ein Betrag, von dem Knappe allenfalls träumen kann. Der 29-jährige Paderborner überstand bei der Rocco Forte Sicilian Open zwar – wie bereits berichtet – als geteilter 65. gerade so den Cut, suchte am Wochenende allerdings vergeblich nach dem Vorwärtsgang. Auf die 71 und die 74 an den ersten Tagen ließ Knappe auf dem Par 71-Kurs zwei 70er-Runden folgen, die ihm am Ende mit einem Schlag über Par (285) den geteilten 63. Platz auf dem Leaderboard bescherten.

Für eine bedeutendere Rolle bei diesem kleinen Event der European Tour waren elf Birdies schlicht zu wenig, zumal sich der gebürtige Briloner bei teils extrem windigen Bedingungen neun Bogeys und ein Triple-Bogey leistete. 166.660 der insgesamt 1,0 Millionen Euro Prämie sicherte sich der im Stechen siegreiche Schwede Joakim Lagergren (268 Schläge). Für den Paderborner blieben 2200 Euro in der Race-to-Dubai-Wertung (European Tour/aktuell 244. Platz) und zudem 500 Euro in der Road-to-Ras-Al-Khaimah-Wertung (Challenge Tour/59. Platz).

Großer Zahltag für Agentur-Kollege Webb Simpson

Das sind nicht ganz die Zahlen, die sich Knappe vom Trip nach Sizilien erhofft hatte, aber spätestens beim Blick auf den Triumph des 4sports-Kollegen Simpson dürfte noch mal deutlich werden, dass Erfolg gerade im Golfsport vor allem eine Frage der Geduld ist. Der Mann aus Charlotte, US-Open-Sieger von 2012, hatte viereinhalb Jahre und 107 Turnierteilnahmen lang auf den nächsten Sieg warten müssen, ehe ihm dieser nun ausgerechnet bei der Players Championship vergönnt war.

Ein Sieg muss es für die Nummer 430 der Weltrangliste ja gar nicht sein – auch eine Topplatzierung wäre Knappes Spiel und Selbstbewusstsein schon extrem zuträglich. Da trifft es sich doch gut, dass er es von Donnerstag an in Antwerpen beim Belgian Knockout, einem neuen Turnier auf der European Tour, mit einem Format zu tun bekommt, das ihm sehr liegt. Die ersten beiden Runden bestreiten die 144 Teilnehmer, angeführt vom gastgebenden Belgier Thomas Pieters, im gewohnten Zählspielmodus, ehe die 64 verbleibenden Profis am Wochenende im Duell »Mann gegen Mann«, also im K.o.-Modus, den Sieger ermitteln.

Knappe ist einer von sieben Deutschen, die um die 1,0 Millionen Euro Preisgeld kämpfen und hat mit dieser Turnierform gute Erfahrungen gemacht. Beim Paul Lawrie Match Play in Bad Griesbach musste sich das Aushängeschild des GC Paderborner Land im vergangenen Jahr erst im Viertelfinale dem späteren Sieger Adrian Otaegui (Spanien) geschlagen geben, wurde Fünfter und mit immerhin 38.500 Euro belohnt.

Sehr gute Erfahrungen mit dem Mann-gegen-Mann-Modus

Die erste Runde beginnt für den 1,89-Meter-Mann am Donnerstagmorgen um 8.50 Uhr am zehnten Abschlag des Rinkven International GC. Begleitet wird Knappe in seinem Flight von den beiden Engländern James Heath und Richard McEvoy. SkySport überträgt Donnerstag und Freitag jeweils von 15 Uhr sowie Samstag und Sonntag jeweils von 14.30 Uhr an.

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