Mo., 18.06.2018

1. Internationales Pader-Leichtathletik-Meeting Der Olympiasieger überstrahlt alles

Sandfontäne vom Olympiasieger: Greg Rutherford ist der Star beim 1. Internationalen Pader-Leichtathletik-Meeting. Der Brite gewinnt den Weitsprungwettbewerb mit 7,76 Metern.

Sandfontäne vom Olympiasieger: Greg Rutherford ist der Star beim 1. Internationalen Pader-Leichtathletik-Meeting. Der Brite gewinnt den Weitsprungwettbewerb mit 7,76 Metern. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Das Lächeln des Olympiasiegers Greg Rutherford überstrahlte bei der Premiere des Internationalen Pader-Leichtathletik-Meetings im Ahorn-Sportpark auch problemlos die eine oder andere Widrigkeit, mit der die Verantwortlichen des LC Paderborn zu kämpfen hatten. Letztendlich überwog aber auch bei ihnen die Zufriedenheit mit dem, was sie da gleich im ersten Anlauf auf die Beine gestellt hatten.

»So eine Premiere ist natürlich auch immer ein Testlauf, bei dem einfach noch nicht alles funktionieren kann, es zu Zeitverzögerungen kommt und an der einen oder anderen Stelle mal etwas fehlt. Aber ich denke, dass wir insgesamt ein positives Fazit ziehen dürfen und das, was nicht so rund gelaufen ist, werden wir im nächstes Jahr besser machen«, sagte Cheforganisator Thomas Prange.

160 Teilnehmer aus 13 Nationen wollten sich die erste Ausgabe der mit einem 20.000-Euro-Etat versehenen Veranstaltung nicht entgehen lassen. Die zwei neben dem britischen Weitsprung-Star prominentesten Athleten auf der langen Meldeliste aber fehlten. Sowohl Lokalmatadorin Tatjana Pinto (siehe Text unten), die mit Steffen Keil denselben Manager wie Rutherford hat, als auch Dauersprinter Alexander Kosenkov (41/Wattenscheid) mussten aus gesundheitlichen Gründen absagen. »Alex ist erkältet. Da kann man nichts machen. Dass Tatjana nicht starten konnte, hat mir schon weh getan. Wir hatten das Feld so ein bisschen um sie herum aufgebaut und sie wäre hier auch richtig gefordert worden«, sagte Prange.

In Abwesenheit der beiden Zugpferde gingen die Siege über die 100 Meter an die Britin Neita Daryll (11,23) und den Wattenscheider Philipp Trutenat (10,58), der vor allem im Vorlauf (10,46) bei leichtem Gegenwind zu glänzen vermochte. Die Asse aus den Reihen des LC kamen aber nicht viel später ins Ziel. Bei den Frauen belegten Chantal Butzek (11,69) und Janina Kölsch (11,72) die Plätze drei und vier, bei den Männern verdiente sich Noel Thorwesten als Dritter (10,73, Vorlauf 10,65) einen Podestplatz. Sogar für einen Paderborner Sieg sorgte Mehrkämpfer Andre Karasch, der über die 110 Meter Hürden dank der neuen Bestzeit von 15,01 Sekunden nicht zu bezwingen war. Aber (finaler) Höhepunkt des mehr als siebeneinhalbstündigen Events, kompetent moderiert von den beiden Ex-Sprinterinnen Inna Weit und Josefina Elsler, waren die Weitsprung-Wettbewerbe, in denen Rutherford und die Hamburgerin Nadja Käther die Felder vor etwa 500 Zuschauern wie erwartet dominierten. Der Olympiasieger, Welt- und Europameister (Bestleistung 8,51 Meter), der seine Karriere nach diesem Jahr wegen Knöchelproblemen beenden muss, sprang einmal 7,76 Meter und zweimal kaum weniger (7,75 und 7,74 Meter) weit. Hallen-Vizemeisterin Käther landete sechsmal jenseits der Sechs-Meter-Marke und in ihrem besten Versuch bei 6,57 Metern.

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Die Atmosphäre war großartig.

Greg Rutherford

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Diese Sprünge sorgten für Begeisterung, einige andere Wettbewerbe werden bei der zweiten Auflage im kommenden Jahr nicht mehr im Zeitplan stehen. »Wir müssen und werden das Programm kürzen, ein paar Disziplinen streichen, wiederum andere pushen und uns um noch stärkere Felder bemühen. Vielleicht gelingt es uns dann auch, noch ein paar mehr der vornehmlich fußballaffinen Paderborner zur Leichtathletik zu locken«, sagte Prange.

Greg Rutherford wird beim 2. Internationalen Pader-Leichtathletik-Meeting kein Feld verstärken. Das muss aber nicht heißen, dass der 31-jährige nicht auch im nächsten Jahr wieder lächelnd für Selfie- und Autogrammwünsche bereit stehen könnte: »Die Atmosphäre war großartig. Ich bedanke mich bei allen Fans, die mich angefeuert haben und würde nach meinem Karriereende gerne selbst als Zuschauer wiederkommen.«

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