Sa., 11.08.2018

Football: Dolphins beginnen den Saisonendspurt gegen Lübeck »Wir glauben an die Chance«

Einsatz fraglich: Heiko Bals (Mitte) hat seine Sprunggelenksverletzung noch nicht zu 100 Prozent auskuriert.

Einsatz fraglich: Heiko Bals (Mitte) hat seine Sprunggelenksverletzung noch nicht zu 100 Prozent auskuriert. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Nach fünfwöchiger Sommerpause beginnt für die Paderborn Dolphins in der German Football League 2 Nord der Endspurt. Die Ausgangslage hat sich nicht verbessert. Der Rucksack, den der Ligaletzte mit in die finalen vier Spiele nimmt, ist riesig – die Hoffnung trotzdem groß.

Es setzte neun Niederlagen in Serie

Nach dem Auftaktsieg setzte es neun Niederlagen in Serie. Dieses Übergepäck wiegt extrem schwer. Die Lage ist vor dem Heimspiel gegen die Lübeck Cougars (Sonntag, 15 Uhr, Hermann-Löns-Stadion) nichts anderes als dramatisch. Stand jetzt stiegen die Dolphins (2:18 Punkte) zusammen mit dem Vorletzten Berlin Adler (2:16 Punkte) in die dritte Liga ab. Das zitternde Duo verfolgt das identische Ziel: Es gilt den Drittletzten Langenfeld Longhorns (6:12 Punkte) einzuholen. Im ungünstigsten Fall der Fälle könnte der Rückstand am Sonntag auf sechs Punkte anwachsen – wenn Paderborn gegen Lübeck und Berlin im direkten mit Langenfeld verlöre.

Es kann also in kürzester Zeit noch erheblich schlechter um die Dolphins bestellt sein, doch daran verschwendet Headcoach Marc Droste im Vorfeld keinen Gedanken: »Es kann noch so viel passieren, es gibt noch so viele Unbekannte, dass ich mich mit derartigen Rechenspielchen noch nicht beschäftige. Unser Ziel ist es, am letzten Spieltag zuhause gegen Langenfeld aus eigener Kraft den Klassenerhalt sichern zu können.« Um doch noch einmal zu rechnen: Will der Tabellenletzte das erhoffte Endspiel erreichen, muss er in den bis dahin ausstehenden Partien mindestens ein Mal öfter gewinnen als der Drittletzte – vor­ausgesetzt, der Erstliga-Absteiger Berlin findet nicht plötzlich doch noch zu einer zweitligareifen Verfassung.

»Wir glauben an unsere Chance«

Den Adlern trauen das die wenigsten Experten zu, die Dolphins dagegen trauen sich weiterhin alles zu. »Wäre das nicht so, könnten wir am Sonntag zuhause bleiben und das Wochenende genießen. Aber eine solche Einstellung hat nicht ein einziger. Wir haben noch eine Chance und wir glauben an unsere Chance«, sagt Droste.

Ein Heimsieg erhöhte die Chancen um ein Vielfaches

Ein Heimsieg gegen Lübeck erhöhte die Chancen direkt um ein Vielfaches. Zwar entschieden die Cougars (10:8 Punkte) das Hinspiel scheinbar souverän mit 18:0 für sich, aber beim Blick auf dieses Resultat gilt es zu bedenken, dass die Dolphins dort in Spiel eins nach der Verletzung von Moritz Johannknecht ohne Quarterback anzutreten hatten. Vor dem Wiedersehen ist die Lage eine andere. »MoJo« ist längst wieder fit und hat die vergangenen fünf Wochen genutzt, um sich möglichst effizient mit dem nachverpflichteten Receiver Chaz Barnes sowie Runningback Triston McCathern abzustimmen. »Wenn dieses Trio am Sonntag so harmoniert, wie wir uns das vorstellen, sehe ich uns sehr gut aufgestellt, zumal wir – bis auf eine Ausnahme – keine großen Verletzungen mehr zu beklagen haben«, sagt Droste. Die Ausnahme heißt Heiko Bals, der nach seiner Anfang Juli gegen Elmshorn erlittenen Sprunggelenksverletzung noch nicht bei 100 Prozent angekommen ist.

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