Di., 07.08.2018

Damen-Team des GC Paderborner Land feiert die Rückkehr in die 2. Bundesliga »Ein verschworener Haufen«

Der Sprung zurück in die 2. Liga ist dem Damen-Team des GC Paderborner Land souverän gelungen (von links): Trainer Björn Herbarth, Sirah Steinhoff, Charlotte Broermann, Joelle Feil, Meike Köhler, Sarah Knitter, Sophie Isabell Greeve, Hannah Nietzsch, Leonie Köhler, Helen Pfitzer, Julia-Katharina Hüttemann-Kunkel und Ann-Christin Herrmann.

Der Sprung zurück in die 2. Liga ist dem Damen-Team des GC Paderborner Land souverän gelungen (von links): Trainer Björn Herbarth, Sirah Steinhoff, Charlotte Broermann, Joelle Feil, Meike Köhler, Sarah Knitter, Sophie Isabell Greeve, Hannah Nietzsch, Leonie Köhler, Helen Pfitzer, Julia-Katharina Hüttemann-Kunkel und Ann-Christin Herrmann. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Thüle (WB). Wer beinahe Spieltag für Spieltag ein Feuerwerk auf dem Platz abbrennt, der darf auch einmal die Rollen tauschen: Die Damen des GC Paderborner Land haben am Sonntag in der Golf-Regionalliga West 1 mit einem souveränen Heimsieg die Rückkehr in die 2. Bundesliga perfekt gemacht und genossen zum Abschluss der Aufstiegsfeierlichkeiten das Libori-Feuerwerk.

Dass die Gastgeberinnen nach dem letzten Spieltag zum zweiten Mal nach 2015 den Sprung in die zweithöchste Klasse würden bejubeln dürfen, stand im Prinzip schon vor dem ersten Abschlag am frühen Sonntagmorgen fest. Die Damen aus Thüle hatten die Regionalliga an den ersten vier Spieltagen derart dominiert, dass sie beim finalen Aufritt eigentlich nur noch darauf hätten achten müssen, nicht disqualifiziert zu werden. Selbst als Tagesletzter hätte es zu dem einen (theoretisch) noch benötigten Punkt gereicht. Doch im Heimspiel sollte natürlich zum vierten Mal in dieser Saison die Maximal-Ausbeute von fünf Zählern her und die verdiente sich die Mannschaft von Trainer Björn Herbarth in meisterlicher Manier. Am Ende lag der Spitzenreiter und viermalige Tagessieger 17 Schläge vor dem Oldenburgischen GC.

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Der Teamgeist macht viel aus.

Björn Herbarth

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Ein gewaltiges Polster, das insbesondere zwei jungen Frauen zu verdanken war. Ann-Christin Herrmann gelang auf dem Par 72-Kurs mit 70 Schlägen die beste Runde aller beteiligten Spielerinnen. Sirah Steinhoff, im letzten Flight mit Paderborner Beteiligung unterwegs, ballte nach dem abschließenden Birdie sowie einer 73 die Faust und wurde von den Zuschauern auf der Clubhaus-Terrasse mit jeder Menge Applaus bedacht. »Was Ann-Christin mit den zwei Schlägen unter Par abgeliefert hat, ist fantastisch, aber auch Sirah hat ein starkes Finish hingelegt«, sagte Herbarth, der zudem die überzeugenden Darbietungen zweier Debütantinnen hervorgehoben wissen wollte: »Wir haben die Gelegenheit genutzt, um Leonie Köhler und Sarah Knitter für ihre guten Trainingsleistungen mit dem ersten Einsatz zu belohnen und beide haben die Chance genutzt.« Neben den formidablen Fähigkeiten der Solistinnen hat Herbarth noch eine Zutat des Erfolgsrezeptes ausgemacht: »Die Mädels sind ein verschworener Haufen und der Teamgeist macht viel aus.«

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Die 2. Liga ist eine ganz andere Nummer.

Dr. Julia-Katharina Hüttemann-Kunkel

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Als das nächste Feuerwerk abgebrannt war, durfte die große (Pool-)Party beginnen. Erst gratulierten – unter anderem – Präsident Hans Dieter Hollander und Sponsorin Andrea Schulte, dann ging es geschlossen ab in einen Teich, der bislang eher als Wasserhindernis denn als Schwimmbad gedacht war. »Der ist nicht unbedingt für einen längeren Badeurlaub geeignet, aber die Abkühlung hat gut getan«, sagte Dr. Julia-Katharina Hüttemann-Kunkel, die ein doppelt unvergessliches Wochenende hinter sich hat. Am Samstag feierte sie die Hochzeit mit Christoph Hüttemann, am Sonntag das Comeback in der 2. Liga. Die Zahnärztin war bereits 2016 mit von der Partie, als es die Damen erstmals und lediglich für eine Saison auf dieses Niveau geschafft hatten. Jetzt hofft sie auf einen längeren Verbleib: »Der Unterschied zwischen der Regionalliga und der 2. Liga ist enorm. Dort geht es viel professioneller zu. Das ist eine ganz andere Nummer, aber ich gehe davon aus, dass wir aus unseren Erfahrungen von damals gelernt haben und es im zweiten Anlauf besser machen.« Das nächste Feuerwerk soll nicht lange auf sich warten lassen.

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