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Sa., 11.11.2017

Nachwuchsguard bekommt auch gegen Köln viel Spielzeit Wenigstens bei Luca läuft’s

Baskets-Guard Luca Kahl überzeugt bislang.

Baskets-Guard Luca Kahl überzeugt bislang. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Nein, nach dem schwachen Start der Uni Baskets will Uli Naechster eigentlich niemanden von der Kritik ausnehmen: »Wenn du als Team nicht funktionierst, hat jeder seinen Anteil.« Und doch kommt der Headcoach nicht umhin, zumindest einem Akteur eine konträre Entwicklung zu attestieren: Luca Kahl.

»Luca hat in dieser Saison schon einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht«, sagt Naechster über den Nachwuchsguard, der erst im Alter von 13 Jahren vom Fußballplatz auf den Basketballcourt gewechselt ist. Sieben Jahre später absolviert Kahl seine dritte Saison im Kader des Zweitligisten und ist vom Bankfüller zum Leistungsträger geworden. Auch mit Blick auf das Heimspiel gegen die Rheinstars Köln (Samstag, 19.30 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) verspricht Naechster dem 20-Jährigen, wieder eine größere Rolle einnehmen zu dürfen.

Gegen Hanau sammelt der 20-Jährige zwei persönliche Bestwerte

Zum einen sind nach der Trennung von Thomas Cooper und vor der Verpflichtung eines Nachfolgers ein paar Spielanteile mehr zu vergeben, zum anderen hat Kahl sich das Mehr an Minuten aber ohnehin verdient. Auch am vergangenen Samstag beim nicht zweitligareifen Paderborner Auftritt in Hanau (53:67) war der ehemalige Kicker des SC Grün-Weiß – neben Georg Voigtmann – der einzige Korbjäger, für den Naechster lobende Worte übrig hatte: »Luca und Georg waren die einzigen, die die Fahne hochgehalten haben.« Passenden Zahlen dazu gab es auch: Mit 22:24 Minuten stand der Lehramtsstudent doppelt so lange auf dem Spielfeld wie bei seinem bis dahin ausgiebigsten Einsatz, den 10:58 Minuten gegen Chemnitz. Und die aus einer 100-prozentigen Dreierquote (3/3) resultierenden neun Zähler bedeuteten eine neue persönliche Punktebestmarke. Die Formkurve der Uni Baskets zeigt nach unten, die von Luca Kahl nach oben. »Ich bin sehr zufrieden. Bei mir läuft es gut. Ich bekomme mehr Spielzeiten, trage mehr Verantwortung und mache auch in meinem dritten Pro A-Jahr einen großen Schritt in die richtige Richtung«, sagt der Bayern-Fan.

Ambitioniert, aber realistisch – die BBL ist das große Ziel

Neben Naechster und dem jungen Hoffnungsträger selbst sieht das auch U 18-Bundestrainer Alan Ibrahimagic. Der war jüngst vor Ort, um den Toptalenten Miles Osei (15) und Melvin Jostmann (17) einen Besuch abzustatten, ließ sich aber vom beeindruckenden Leistungssprung des ehemaligen Jugendnationalspielers ablenken. »Auch Alan meinte, dass sich Luca gewaltig verbessert habe und hat sich gefragt, wo sein Weg wohl noch hinführen könne«, sagt Naechster. Wo der Weg hinführen soll, weiß der gebürtige Soester: »Die BBL ist mein großes Ziel.« Sein Trainer ordnet das als »ambitioniert, aber absolut realistisch« ein. Wichtiger als der mittelfristige Werdegang des Vorzeigeguards ist Uli Naechster allerdings die aktuelle Formkurve seiner gesamten Mannschaft und der 34-Jährige wäre sicherlich extrem froh, nach dem Spiel gegen Köln nicht nur Luca Kahl die erhoffte Entwicklung attestieren zu können.

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