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Mo., 13.11.2017

61:72 – Uni Baskets verspielen gegen Köln eine 17-Punkte-Führung Ein labiles Konstrukt

Headcoach Uli Naechster spricht seinen Jungs nach der Niederlage Mut zu.

Headcoach Uli Naechster spricht seinen Jungs nach der Niederlage Mut zu. Foto: Elmar Neumann

Von Elmar Neumann

Paderborn  (WB). Die Uni Baskets der Zweitliga-Saison 2017/2018 bleiben ein ausgesprochen labiles Konstrukt.  Im Heimspiel gegen die Rheinstars Köln führen die Gastgeber zwar schnell mit 17 Punkten Vorsprung, aber weil im zweiten und letzten Viertel nur sehr, sehr wenig funktionieren will, sind es letztendlich doch noch die Gäste, die klar mit 72:61 (38:36) die Oberhand behalten.

Dabei hätte der Start nicht besser verlaufen können. Die Baskets-Fans unter den 1310 Anhängern trauten ihren Augen kaum. »Das war unser bisher bestes Viertel in dieser Saison«, sagte Headcoach Uli Naechster über die ersten zehn Minuten, in denen sein Team die Gäste in beeindruckender Manier dominierte. Über 11:2 (4.) und 18:4 (6.) zogen die Hausherren, für die Devonte Brown neun Punkte in Serie markierte, bis auf 27:10 davon und wurden beim Stand von 27:12 mit Standing Ovations in die Viertelpause verabschiedet. »Das war vielleicht das erste Mal in dieser Saison, dass wir in einen Flow gekommen sind, den Ball gut bewegt und die einfachen Würfe getroffen haben«, sagte Guard Maximilian Kuhle und auch von Kölns Coach Denis Wucherer gab es ein Lob: »Zwei Tage nach unserem schwierigen Spiel gegen Trier waren wir zunächst nicht richtig bereit, aber die Paderborner haben da auch sehr, sehr gut gespielt.«

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Das war unser bisher bestes Viertel in dieser Saison.

Uli Naechster

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So war es, aber so blieb es nicht. Mit Beginn des zweiten Viertels waren die Gäste definitiv bereit und war von den Baskets mit jedem Rückschlag immer weniger zu sehen. Die zweiten zehn Minuten entschieden die Rheinstars, angeführt von Keith Ramsey (22 Punkte), mit 26:9 für sich und schon war aus dem klaren Rückstand eine knappe Führung geworden. »Gerade wenn es schwierig wird, werden einige Leute einfach zu passiv. Dann fehlen das Selbstvertrauen und die Selbstverständlichkeit«, sagte Naechster über diesen enormen Einbruch.

Mit Beginn von Halbzeit zwei schien sich der Trend fortzusetzen (36:43/21.), aber einmal kämpften sich die Baskets noch zurück. Ein Kraftakt, initiiert von Kapitän Morgan Grim, bescherte ein Fünf-Punkte-Polster (52:47/29.). Dann allerdings waren in diesem Spiel der Läufe wieder die Gäste dran und sollten sich nicht mehr aus der Spur bringen lassen. Von den folgenden 28 Punkten gingen satte 24 auf das Konto der Kölner (56:71/37.), die sich in dieser Phase auch über den einen oder anderen fragwürdigen Pfiff freuen durften. Das war auf dem Weg zum verdienten Sieg ein kleiner Vorteil, kostete den kreativen Fans der Rheinstars am Abend des 11. 11. aber den Sieg im Kostüm-Wettbewerb. »Die beste Verkleidung hatten die Schiedsrichter. Die haben das Spiel nicht entschieden, aber den Lauf unseres Gegners begünstigt«, sagte Präsident Christoph Schlösser.

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Die beste Verkleidung hatten die Schiedsrichter.

Christoph Schlösser

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Das sah Kuhle, der sich für das doppelte Formulieren der Was-soll-das-Frage (39.) zwei Technische Fouls fing und frühzeitig zum Duschen musste, genauso. Aber auch die Hoffnung eint Spieler und Verantwortliche. Neben der Leistung im ersten und dem Comeback im vierten Viertel trägt diese insbesondere der zu erwartende Ersatz des entlassenen Thomas Cooper. Naechster möchte die Verpflichtung des neuen Importspielers Anfang dieser Woche perfekt machen. Bestenfalls stellt der Neuzugang, der über mehrere Jahre Profi-Erfahrung verfügt, die gerade in der Offense vermissten Qualitäten schon im nächsten Heimspiel gegen Trier unter Beweis und verleiht dem Spiel der Baskets die benötigte Stabilität.

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