Fr., 02.02.2018

Bischof-Bernhard-Preis wird heute erstmals in Dringenberg verliehen Burgdorf zeichnet Ehrenamtliche aus

Wie Meinolf Tewes berichtet, ist vor 700 Jahren mit der Rodung des Bergkegels begonnen worden – hier entstanden die Burg und die Stadt Dringenberg.

Wie Meinolf Tewes berichtet, ist vor 700 Jahren mit der Rodung des Bergkegels begonnen worden – hier entstanden die Burg und die Stadt Dringenberg. Foto: Frank Spiegel

Von Frank Spiegel

Dringenberg (WB). Seit 677 Jahren gedenken die Dringenberger am 2. Februar eines jeden Jahres ihres Gründers, Bischof Bernhard V. zur Lippe. Am heutigen Abend gibt es eine Premiere: die Verleihung des Bischof-Bernhard-Preises.

»Diesen Preis zu verleihen, war eine Idee von Pfarrer Hubertus Rath und mir«, erklärt Bezirksausschussvorsitzender Meinolf Tewes. Das passe auch sehr gut, schließlich habe Bischof Bernhard Fürstbischof sowohl die kirchliche wie auch die weltliche Sorge für die Menschen im Bistum gehabt. So sei es nur konsequent, wenn sich nun Kirche und Welt auch gemeinsam um den Preis kümmern.

Langjähriger Einsatz wird gewürdigt

Verliehen wird dieser in dankbarer Anerkennung für »den langjährigen Einsatz um die Titularstadt Dringenberg« – so steht es auf dem aus Glas gefertigten Preis. Wer diesen am heutigen Abend überreicht bekommt, das soll noch nicht verraten werden.

»In den vergangenen Jahren habe ich während meiner Ansprache zum Gedenktag immer einen Bürger unseres Ortes besonders hervorgehoben, um für dessen besonderes ehrenamtliches Engagement zu danken«, sagt Tewes. Dabei sei weniger der Einsatz im Rahmen von Vereinstätigkeiten gemeint, sondern vor allem das ehrenamtliche Engagement für den Ort an sich.

Bischof Bernhard V. zur Lippe war Gründer von Pfarrei, Stadt und Burg Dringenberg. Er kaufte die Freigrafschaft Dringen am 1. März 1316. »Und zwei Jahre später – also genau vor 700 Jahren – ordnete er an, den nahe gelegenen Bergkegel zu roden. Das war der Beginn von Dringenberg«, nennt Meinolf Tewes den Grund, den Preis in diesem Jahr erstmals zu verlieren.

Überreicht wird er von Domkapitular Dr. Thomas Witt. Er zelebriert auch die Messe, die von 19 Uhr an in der Kirche Mariä Geburt gefeiert wird. Der Festakt mit der Verleihung schließt sich an.

Jeweils am Jahrestag eine Messe

Mit den erweiterten Stadtrechten, die Dringenberg am 3. Mai 1330 erhielt, hatte Bernhard V. angeordnet, dass – so steht es im Testament – »jeweils am Jahrestag seines Begräbnisses in der Pfarrkirche eine festliche Messe gefeiert werden solle, an der die Bevölkerung im Festgewand teilzunehmen habe. Der Bürgermeister solle ein großes Wachslicht, die Stadträte ein Geldopfer darbringen. Die Dringenberger sollen für das Seelenheil des Gründerbischofs eifrig beten. Nach der heiligen Messe sollen sich alle, die in Dringenberg ein Amt haben, zum traditionellen Bischof-Bernhard-Mahl treffen.«

Wie Meinolf Tewes berichtet, sei das Erbe Bischof Bernhards wesentlicher Bestandteil auch des Lebens in Kindergarten und Schule im Burgdorf. Laut Vermächtnis des Stadtgründers sollte jedem Kind zum Tag des Begräbnisses eine Brezel zugeteilt werden – das ist auch heute noch so. Nach der kommunalen Neugliederung kümmert sich die Stadt Bad Driburg darum. »Die Kinder erfahren am Gedenktag darüber hinaus viel Wissenswertes über Bischof Bernhard«, freut sich Meinolf Tewes, dass auch des Gründers Dringenbergs gedacht wird.

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