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Mo., 12.01.2015

14 öffentliche Bibliotheken in OWL unterhalten gemeinsames Portal mit 33.000 Titeln Online-Ausleihe im großen Stil

Stellvertretend für die Kollegen aus dem Verbund »OWL-E-Ausleihe« stellen Silke Niermann, Leiterin der Stadtbibliothek Gütersloh, und Harald Pilzer, Leiter der Stadtbibliothek Bielefeld, das erweiterte Internet-Portal vor.

Stellvertretend für die Kollegen aus dem Verbund »OWL-E-Ausleihe« stellen Silke Niermann, Leiterin der Stadtbibliothek Gütersloh, und Harald Pilzer, Leiter der Stadtbibliothek Bielefeld, das erweiterte Internet-Portal vor. Foto: Bernhard Pierel

Von Uta Jostwerner

Bielefeld (WB). Immer mehr Menschen nutzen elektronische Medien. Auch im Bereich der Online-Ausleihe gewinnen E-Books und E-Magazine sowie digitale Filme, Musik und Hörbücher eine immer stärkere Bedeutung.

14 öffentliche Bibliotheken in OWL haben sich zu einem neuen Verbund zusammengeschlossen, der für Bibliotheksnutzer mehr als 33 000 Exemplare bereit hält. Wer über einen gültigen Bibliotheksausweis verfügt, kann das Angebot der beteiligten Bibliotheken nutzen. Schlossen sich die Einrichtungen in Gütersloh, Minden, Detmold, Herford, Espelkamp, Halle, Verl, Rheda-Wiedenbrück, Lemgo, Steinhagen, Bad Salzuflen und Rietberg bereits Ende 2012 zum Verbund »OWL-E-Ausleihe« zusammen, so sind seit gestern auch Bielefeld und Löhne mit im Boot.

»Im Einzugsgebiet leben 600.000 Menschen, die Zugriff auf das Angebot haben«, freut sich Silke Niermann, seit Anfang Januar Leiterin der Stadtbibliothek Gütersloh. Erfahrungswerte aus Gütersloh zeigen, dass durch den Zusammenschluss eine Nutzungssteigerung von 200 Prozent erzielt werden konnte. Insgesamt gab es von Dezember 2012 bis Ende 2014 240.000 Downloads.

Außer Gütersloh erhielten alle dem Verbund angeschlossenen Bibliotheken Landesmittel in Höhe von 125.000 Euro. Durch den Beitritt der Stadtbibliothek Bielefeld, die elektronische Ausleihen seit 2011 ermöglicht und 11.000 Titel mit in den Verbund einbringt, wird eine gute Marktabdeckung erzielt. Und der Bestand an E-Medien soll weiter anwachsen, wobei Neuerwerbungen koordiniert erfolgen, um eine möglichst große Bandbreite abdecken zu können.

Indes gibt es auch Einschränkungen. »Publikumsträchtige Verlage wie Fischer oder Rowohlt stellen keine Lizenzrechte für die E-Ausleihe zur Verfügung, weil sie mit eigenen Portalen Geld verdienen möchten«, erläutert Harald Pilzer, Leiter der Stadtbibliothek Bielefeld. Auch wer über ein Lesegerät der Marke Kindle verfügt, kann damit keine E-Books von der Internetseite des Bibliotheken-Verbundes herunterladen, da Kindle ein reines Lesegerät des Online-Versandhändlers Amazon ist. Kompatibel sind PCs, E-Books, Tablets, MP-3-Player und Smartphone der Windows-, Android- und Mac-Welt.

»Wer kein eigenes Lesegerät besitzt, kann in den Bibliotheken eines ausleihen«, sagt Harald Pilzer.»95 Prozent aller Medien werden bei uns allerdings noch immer traditionell ausgeliehen. Die E-Book-Nutzer waren vorher in der Regel aber keine Kunden. Somit kann die Online-Ausleihe auch dazu beitragen, neue Leserschichten zu erschließen«, weiß Rietbergs Bibliotheksleiter Manfred Beine. Wer Mitglied einer der im Verbund angeschlossenen Bibliotheken ist, findet Medien und Downloads im Internet unter  www.owl-eausleihe.de.

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