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Do., 29.09.2016

Zweifel am Sanierungsbedarf für Sekundarschule - Bethel-Vorstand sichert Gespräche zu Eltern wollen zweite Gutachter-Meinung

Dr. Johanna Will-Armstrong (links) und Barbara Manschmidt vom Bethel-Vorstand informierten die Eltern.

Dr. Johanna Will-Armstrong (links) und Barbara Manschmidt vom Bethel-Vorstand informierten die Eltern. Foto: Thomas F. Starke

Von Michael Schläger

Bielefeld (WB). Die Eltern der Sekundarschule Bethel wollen weiter für den Erhalt der Schule kämpfen. Sie haben dem Vorstand der von Bodelschwinghschen Stiftungen angeboten, ein eigenes Gutachten zum Sanierungsbedarf in Auftrag zu geben.

450 Menschen waren Mittwochabend zu einer Elternversammlung der Bodelschwingh-Schulen ins Assapheum gekommen. Vorstandsmitglied Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong erklärte, falls sich die Daten- und Faktenlage in den nächsten Wochen nicht grundlegend ändere, sehe sich der Vorstand gezwungen, an seiner Entscheidung festzuhalten.

Der Stiftungsvorstand sieht den Sanierungs- und Modernisierungsbedarf für die erst 2013 eröffnete Schule bei zehn Millionen Euro. Er beruft sich dabei auf ein Gutachterbüro, das auch für die Stadt Bielefeld tätig war. Die dabei ermittelten Zahlen zog Dr. Jörg Streitbörger in Zweifel. Er bat darum, dass der Stiftungsvorstand das Gutachten den Eltern zur Verfügung stelle. »Das geht auch billiger«, bot er an, eine zweite Meinung einzuholen. Will-Armstrong sicherte Gespräche darüber zu.

Diskutiert wurde auch die Frage, ob ein privater Investor den Neubau übernehmen könnte. Eine Elternvertreterin brachte die Firma Goldbeck ins Gespräch. Seniorchef Ortwin Goldbeck war lange Zeit Vorsitzender des Bethel-Verwaltungsrates. Vorstand Dr. Günther Wienberg sagte, Gespräche mit Goldbeck seien bereits angesetzt.

Jens Julkowski-Keppler, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat, warf dem Bethel-Vorstand vor, die Stadt als Schulträger nicht über seine Pläne informiert zu haben. »Wir sind völlig überrascht worden.« Schuldezernent Dr. Udo Witthaus verwies auf die Überlegungen für eine städtische Sekundarschule am Brodhagen, die aber erst 2018/19 starten könne. »Das Aus in Bethel stellt uns vor große Probleme.« Barbara Manschmidt, Geschäftsführerin des Stiftungsbereichs Schulen, sicherte zu, die Stadt bei einem möglichen Übergang zu unterstützen.

 

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