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Fr., 09.06.2017

Kurzzeitparkplätze kommen weg Stapenhorststraße: Tempo 30 ab kommender Woche

Symbolfoto

Symbolfoto Foto: Daniel Salmon

Bielefeld (WB/bp). In der kommenden Woche sollen nach Angaben von Stephanie Dietz, Abteilungsleiterin im Amt für Verkehr, die Schilder aufgestellt werden: Dann gilt Tempo 30 auf der Stapenhorststraße .

Auch die zwölf Kurzzeitparkplätze, die zur Disposition stehen, sollen »noch vor den Sommerferien« tatsächlich aufgehoben werden – trotz des Protestes der betroffenen Ladeninhaber und deren Kunden, trotz des Widerstandes in der Bezirksvertretung Mitte. Jan-Helge Henningsen (CDU): »Die Stellplätze müssen unter allen Umständen erhalten bleiben.« Friedrich Straetmanns (Linke): »Die Kurzzeitplätze sind keine Belanglosigkeit, sondern existenzsichernd.« Stephanie Dietz betont, dass das häufige Ein- und Ausparken von Autofahrern auf diesen Plätzen »zu erhöhten Konflikten mit dem Radverkehr« beitrage.

Debatte um Radwegebenutzungspflicht

Und gerade die wolle man schließlich mit Tempo 30 zwischen Kisker- und Melanchthonstraße und der Reduzierung der Anzahl der Stellplätze entschärfen. Auslöser für die Planungen: ein Radfahr-Unfall, weil ein Autofahrer die Tür seines Fahrzeugs plötzlich geöffnet hatte.

Die Mitte-Politiker befürworten dagegen die Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht. Radler könnten dann die Fahrbahn benutzen, die ohne die Radstreifen breiter und damit sicherer würde.

Sicherheit soll erhöht werden

Das Amt für Verkehr sieht dafür jedoch keine Chance. Stephanie Dietz: »Die durchgezogene weiße Linie, die den Radstreifen jetzt von der Fahrbahn trennt, durch eine unterbrochene Linie zu ersetzen, lässt sich nicht kurzfristig realisieren.« Dafür gebe es kein Geld. Sie vertröstet auf einen Zeitpunkt, zu dem die Stapenhorststraße ohnehin saniert werden müsste: »In frühestens fünf Jahren oder so. . .«

Damit die Kunden der Geschäfte an der Stapenhorststraße einen Stellplatz finden, möchte die Bezirksvertretung, dass die Einbahnregelung der Friedrichstraße umgekehrt wird. Das wiederum hält das Amt für Verkehr für schwierig: »Das bringt das gesamte Einbahnstraßen-Konzept im Westen ins Wanken.« Ein seit Jahren angemahntes neues Konzept könne auf absehbare Zeit nicht erarbeitet werden: kein Personal.

Beschließen dürfen die Mitte-Politiker ohnehin nichts zu den Maßnahmen, die das Amt für Verkehr auf der Stapenhorststraße umsetzen will. Das hat Oberbürgermeister Pit Clausen klar gestellt. Grund: Die Maßnahmen dienten einem Mehr an Sicherheit.

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