Di., 07.11.2017

Betreiber der LED-Wand sucht noch Veranstaltungspartner – Kesselbrink wieder Option Der lange Weg zum Public Viewing

Bereits 2006 wurde eine Werbetafel über dem Jahnplatz genutzt, um Fußball zu übertragen.

Bereits 2006 wurde eine Werbetafel über dem Jahnplatz genutzt, um Fußball zu übertragen. Foto: Bernhard Pierel

Von Hans-Heinrich Sellmann

Bielefeld (WB). Ein Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr auf dem Jahnplatz ist ein ambitioniertes Unterfangen. Das weiß Dorian Völkers, Betreiber der neuen LED-Wand über der Löwen Apotheke , genauso wie Volker Voß, im Ordnungsamt zuständig für Großveranstaltungen.

Völkers kann vorstellen, im Herzen der Innenstadt Fußballspiele zu übertragen. Am Montag wurde er ein wenig konkreter: »Eventuell ist die feste LED-Wand nicht groß genug.« Möglicherweise sei eine zusätzlichen Leinwand auf einem Lkw-Anhänger nötig; ähnlich wie es schon während der Europameisterschaft 2008 der Fall war. Zum Vergleich: Die neue Wand in 30 Metern Höhe ist 25 Quadratmeter groß, auf dem Kesselbrink stand zur EM 2016 ein 34 Quadratmeter großes Exemplar.

Partner-Suche bis Weihnachten

Ganz wichtig aber für den weiteren Verfahrensverlauf: Völker will mit seiner Firma Asko nicht als Veranstalter auftreten. »Wir stellen jetzt Kontakte zur Stadt und Bielefeld Marketing her. Darüber hinaus werden wir aber lediglich die Technik stellen.« Er geht davon aus, dass er bis Weihnachten einen kompetenten Partner gefunden haben muss.

Volker Voß erklärt, dass bei Vorlage eines ausgefeilten und schlüssigen Konzepts ein Vorlauf von zehn Wochen genügen würde. Er weist aber auf die besonderen Gegebenheiten des Jahnplatzes hin. »Das wird sicherlich komplizierter werden als vergangenes Jahr auf dem Kesselbrink«, sagt Voß. Und schon damals bedurfte es etlicher Gespräche und Nachbesserungen, ehe das Konzept erst im Juni kurz vor Eröffnung der Europameisterschaft stand.

Noch keine Anfrage im Rathaus

Bislang sei im Rathaus noch keine Anfrage eingegangen, so dass Voß zunächst nur auf die grundsätzlichen Rahmenbedingungen verweisen könne. »Wir müssen uns zusammensetzen und zunächst grundsätzliche Fragen klären: Wie viele Spiele sollen gezeigt werden, eventuell nur die mit deutscher Beteiligung? Was ist in Sachen Einlasskontrollen und Catering geplant?« Dann müssten Polizei, Feuerwehr, Amt für Verkehr und Bauamt mit ins Boot. Das Konzept müsse sämtliche Sicherheits- und Brandschutzaspekte abdecken. Gerade am Jahnplatz müsste auch besprochen werden, wie mit den anliegen Gaststätten und dem Einzelhandel während der Spiele umgegangen werde.

Einer, der es wissen muss, ist Markus Wallney, Geschäftsführer des Unternehmens Space Enterprises, das im vergangenen Jahr auf dem Kesselbrink alle Spiele übertragen hat: »Aus Sicherheitsgründen kommt für uns in Bielefeld nur der Kesselbrink in Frage.« Auch bei den Münchenern hätten die Planungen für die WM 2018 begonnen. Zurzeit würden bundesweit 30 bis 50 Standorte unter die Lupe genommen. Bielefeld sei auch wieder darunter. Aber frühestens kurz vor Weihnachten gebe es eine Entscheidung.

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