Di., 05.12.2017

Linie 27 fährt in Bielefeld voraussichtlich ab Februar 2018 nur noch bis Kunsthalle Brückenbau: Busse ersetzen Bahnen

Die Buslinie 27 kann voraussichtlich ab Jahresanfang 2018 nicht mehr über Werther-/Von der Recke-Straße fahren.

Die Buslinie 27 kann voraussichtlich ab Jahresanfang 2018 nicht mehr über Werther-/Von der Recke-Straße fahren. Foto: Thomas F. Starke

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). Von Januar 2018 bis 2020 ersetzt die Deutsche Bahn drei innerstädtische Eisenbahnbrücken über stark befahrene Straßen aus Richtung Westen durch neue aus Beton. Betroffen sind die Überführungen Von-der-Recke-Straße, Schildescher Straße und Schillerstraße.

Das bedeutet nicht nur, dass es kein Durchkommen für Autofahrer gibt (Vollsperrung), sondern dass auch Mobiel-Busse umgeleitet werden müssen, Regionalbahnen den Hauptbahnhof nicht anfahren können. Dort sind nur noch zwei Gleise (Bahnsteig 2 und 4) künftig in Betrieb.

Während der 22 Monate, die die DB als Bauzeitdauer angibt, können Sennebahn, Haller Willem und der Regionalzug RE 82 aus Altenbeken nur bis zum Bahnhof Brackwede fahren.

Fahrgäste müssen von dort mit Bussen bis zum Hauptbahnhof gebracht werden – sogenannter Schienenersatzverkehr. Die Betreiber DB, Eurobahn und Nordwestbahn sagen, dass mit mindestens acht Bussen gleichzeitig zu rechnen sei. Für sie müssten in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofes Aufstellflächen geschaffen werden.

Gesucht werde zur Zeit ein »geeigneter Verknüpfungspunkt« für den Ersatzverkehr, so das Amt für Verkehr. Favorisiert werde ein Standort an der Joseph-Massolle-Straße auf der Seite des Neuen Bahnhofsviertels (Cinemaxx, Ishara).

Linie 27 endet an der Kunsthalle

Betroffen sind auch die Verkehrsbetriebe Mobiel. Die Buslinie 27 (Baumheide – Siegfriedplatz/Oetkerhalle) kann voraussichtlich ab Februar 2018 den sogenannten Westast zum Siegfriedplatz über die Wertherstraße nicht mehr befahren. Dirk Artschwager, verantwortlich für die Mobiel-Verkehrsplanung: »Die Linie 27 endet dann bis auf Weiteres an der Kunsthalle.« Eine Umleitung der 27 über die Stapenhorststraße sei wenig sinnvoll, weil dort bereits mehrere Linien verkehren würden.

Betroffen sei ab Frühjahr dann auch das Sparrenmobil, aber, so Artschwager. »Dafür suchen wir nach einer Lösung, es wird auch 2018 und 2019 unterwegs sein können.«

Vermutlich ab Mitte 2018 sei auch die Unterführung Schildescher Straße betroffen, die die Buslinie 27 regulär befahre. Die Busse müssten dann entweder über die Joseph-Massolle-Straße umgeleitet werden oder aber über die Herforder Straße.

Artschwager: »Nur dann können auch die Haltestellen in der August-Bebel-Straße weiter bedient werden.« Die für Mobiel gute Nachricht: Außer der Buslinie 27 sind von den drei Straßensperrungen wegen der Brückenneubauten keine weiteren Linien betroffen.

Vorbereitende Arbeiten ab Januar

Bereits im Januar will die Bahn mit vorbereitenden Arbeiten in der Von-der-Recke-Straße beginnen (Baustelleneinrichtung, Leitungsverlegungen, Kampfmittelsondierungen). Mit dem Fahrplanwechsel im Sommer beginnen die Arbeiten, die den Schienenverkehr einschränken.

Die heutigen Brücken gelten als stark sanierungsbedürftig. 2012 war die Brücke über die alte Stapenhorststraße ersetzt worden. Über die alte Konstruktion durften Züge vorher nur noch mit Tempo 30 Fahren.

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