Mi., 06.12.2017

Leihräder: Internationale Anbieter haben Interesse am Standort Bielefeld Offene Fragen beim Bike-Sharing

Marktführer »Call a Bike«, eine Tochter der Deutschen Bahn, hat eine Station am Hauptbahnhof.

Marktführer »Call a Bike«, eine Tochter der Deutschen Bahn, hat eine Station am Hauptbahnhof. Foto: Bernhard Pierel

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). Mehrere Anbieter melden Interesse an, in Bielefeld Leihfahrräder aufzustellen. Das erfuhren am Dienstag die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses.

Zur Zeit ist Marktführer »Call a Bike«, eine Tochterfirma der Deutschen Bahn AG mit nach eigenen Angaben bundesweit mehr als 700.000 registrierten Anbietern. In Bielefeld ist die Station vor dem Hauptbahnhof; dort müssen die Räder auch zurück gegeben werden. Ansonsten ist die Stadt in Sachen Bike-Sharing noch ein »weißer Fleck« auf der Anbieter-Landkarte.

Vor einigen Jahren hatte die Firma »Nextbike« Leihfahrräder ohne feste Station in der City platziert, das Angebot aber nach kurzer Zeit wieder eingestellt.

Unternehmen wollen 2018 starten

An Bielefeld als Standort interessiert seien das Unternehmen »oBike« aus Singapur und »Donkey Republic« aus Kopenhagen. Beide Firmen würden gern 2018 mit ihrem Leihräder-Angebot starten. »oBike«, so das Ergebnis eines Gespräches mit dem Amt für Verkehr, will jeweils zwei Räder an 70 Standorten im Stadtgebiet anbieten; die Räder können entliehen und überall wieder abgestellt werden (»Freefloating-Strategie«).

»oBike« erhebt eine Kautionsgebühr (79 Euro). »Donkey Republic« die Firma hat sich in der kommenden Woche bei der Verwaltung angesagt – beabsichtige, feste Leih- und Rückgabestationen zu installieren.

Die Stadtverwaltung sieht im Bike-­Sharing eine sinnvolle Förderung des Radverkehrs, wenn es in Maßen angeboten wird. Ziel sei es, mit Anbietern Kooperationsverträge zu schließen. Erforderlich seien auch Sondernutzungserlaubnisse.

Bevor die Genehmigung für die Bike­-Sharing-Anbieter erteilt werden könne, müssten allerdings noch Fragen zum Beispiel zu Themen wie Verkehrssicherheit der Leihräder, Datenschutz und Flächennutzung geklärt werden.

Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) sieht im Bike-Sharing einen Imageträger für das Fahrrad und einen Beitrag zum Mobilitätsverbund.

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