Do., 07.12.2017

Paprika-Bündnis will Einrichtung eines Verteilzentrums am Bielefelder Containerbahnhof prüfen lassen City-Anlieferung mit dem E-Mobil

Bei der »Stadsleveransen« in Göteborg werden Lieferungen in der City mit kleinen E-Lastern ausgefahren.

Bei der »Stadsleveransen« in Göteborg werden Lieferungen in der City mit kleinen E-Lastern ausgefahren. Foto: Stadt Göteborg

Bielefeld (WB/MiS). In Bielefeld soll die Einrichtung eines Verteilzentrums für emissionsfreie City-Logistik geprüft werden. Einen entsprechenden Antrag will das Paprika-Bündnis aus SPD, Grünen und Piraten/Bürgernähe am kommenden Donnerstag in den Rat einbringen.

Die Idee geht zurück auf einen Vorschlag von SPD-Ratsfraktionschef Georg Fortmeier. Der hatte nach seiner Wiederwahl Ende November erklärt, er wünsche sich für die Zukunft eine Innenstadt ohne Autos mit Verbrennungsmotor. Als Standort für ein Warenverteilzentrum – ein erster Schritt auf diesem Weg – könne er sich den brachliegenden Containerbahnhof vorstellen.

Diesen Standort halte er weiter für gut geeignet, sagte Fortmeier gestern auf Anfrage. Zunächst müsse mit der Bahn geklärt werden, zu welchen Bedingungen der Containerbahnhof genutzt werden könne.

»Klimapolitische Offensive«

Fortmeier geht es um eine »klimapolitische Offensive«. In diesem Zusammenhang sei es auch richtig, am Verkehrsversuch in der Innenstadt festzuhalten und die Begrenzung auf eine Fahrspur je Richtung auf dem Jahnplatz auszuprobieren. »Auch unabhängig von Messwerten.«

City-Logistik-Konzepte werden in anderen Städten bereits ausprobiert. So gibt es etwa im schwedischen Göteborg die »Stadsleveransen«, die Stadtlieferung. Dabei werden kleinteilige Lieferungen für Geschäfte und Büros in der Innenstadt der schwedischen Großstadt mit Elektrotransportern zugestellt. Für die Lieferung aus einem zentralen Verteilzentrum werden Elektromobile oder Lastenfahrräder genutzt.

Ein Drittel der innerstädtischen Transporte könne mit elektrisch unterstützten Lastenrädern erledigt werden, schätzt Michael Gugat, Sprecher der Ratsgruppe Piraten/Bürgernähe. Sie seien deutlich ökonomischer einzusetzen als elektrisch angetriebene Transporter.

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