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Do., 07.12.2017

Sprecherrat der Bielefelder Realschulen übergibt Bedarfserhebung an Schuldezernenten Eltern beklagen Invest-Stau

Elternvertreter der Realschulen fordern Unterstuetzung für die Schulform. Katrin Ernst (Gertrud-Baeumer-Schule), Andreas Hofer (Realschule Senne), Roger Filges (Realschule Heepen) und Frank Elbracht (Realschule Joellenbeck) (von links).

Elternvertreter der Realschulen fordern Unterstuetzung für die Schulform. Katrin Ernst (Gertrud-Baeumer-Schule), Andreas Hofer (Realschule Senne), Roger Filges (Realschule Heepen) und Frank Elbracht (Realschule Joellenbeck) (von links). Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB/MiS). Da prallen Welten aufeinander. Die eine, Katrin Ernst, Elternpflegschaftsvorsitzende der Gertrud-Bäumer-Schule, berichtet, dass in der Klasse ihres Kindes inklusiver Unterricht mit beeinträchtigten Kindern teils auf dem Flur stattfinden müsse, weil an der Schule Räume fehlten. Der andere, Schuldezernent Dr. Udo Witthaus, erläutert, dass die Stadt seit 2007 25,6 Millionen Euro in Realschul-Bauprojekte gesteckt habe.

Am Mittwoch übergab der Sprecherrat der Bielefelder Realschulen eine Bedarfserhebung an Witthaus. Nach der Erhebung der Eltern fehlen den Realschulen 60 Räume, 18 Räume für die Inklusion, acht Ruheräume für die Tagesstrukturierung behinderter Kinder sowie acht Räume für den Ganztagsunterricht. Bedarf gebe es für drei Sporthallen sowie einen Sportplatz, zwei Mensen und zwei Veranstaltungshallen.

»Wir wollen eine zeitliche Perspektive«

Defizite bestünden auch bei der Digitalisierung und Medienausstattung. »Wir wollen nicht Schulformen gegeneinander ausspielen«, betonte Frank Elbracht, Sprecher der Realschuleltern. »Aber wir wollen eine zeitliche Perspektive.« Witthaus versprach, die vorgelegte Auflistung in kommende Beratungen einzubeziehen, verwies auf das Kommunalinvestitionsförderprogramm des Bundes, das in einer zweiten Tranche weitere 26 Millionen Euro für Bildungsprojekte nach Bielefeld bringen werde. Die Eltern wollen es aber nicht bei der mündlichen Zusage belassen. »Wir haben unsere Liste auf Wiedervorlage gelegt«, sagt Katrin Ernst. In einem Jahr, am 6. Dezember 2018, wollen sie bei der Stadt nachfragen, was sich tatsächlich verändert hat.

Erst vor wenigen Wochen konnte die eigentlich geplante Schließung der Bosse-Realschule verhindert werden.

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