So., 17.12.2017

Land fördert Maßnahmen gegen Schadstoffbelastung der Innenstadt Millionen für saubere Mobilität

Foto: Thomas F. Starke/Archiv

Bielefeld (bp). Umweltdezernentin Anja Ritschel spricht von einem »tollen Erfolg«: Bielefeld wird im Landesprogramm »Emissionsfreie Innenstadt« mit 15,5 Millionen Euro bedacht. Das teilte Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart am Freitag mit. Ritschel: »Eine freudige Überraschung.«

Es sei keine Selbstverständlichkeit, den Zuschlag zu bekommen. Überzeugt hat das Land ein Maßnahmenbündel, mit dem in Bielefeld der Autoverkehr in der Innenstadt reduziert, der Fuß- und Radverkehr sicherer gemacht und der nicht motorisierte Verkehr Vorrang genießen soll – zum Beispiel am Jahnplatz , aber auch an der Friedrich-Ebert-Straße, Elsa-Brandström-Straße und Heeper Straße zwischen Kronen- und Viktoria-Straße.

Zudem betreffe die Förderung Fahrradabstellanlagen, Ladestationen für Elektromobilität und Informationssysteme, die den Verkehrsfluss verbessern sollen. Das Ministerium lobt Bielefeld dafür, dass die Stadt mit »beispielhaften Mobilitätskonzepten die Emission von Treibhausgasen und Stickoxiden in der Innenstadt verringern« wolle. Auch Anja Ritschel ist überzeugt, dass die Stadt berücksichtigt worden sei, weil sie »mutig voran geht«.

Ziel der Förderung sei es, dauerhafte Verbesserungen herbeizuführen. Deshalb falle zum Beispiel der geplante Verkehrsversuch am Jahnplatz mit einer Fahrspur pro Richtung für Autos, einer zweiten als Umweltspur für Busse und Fahrradfahrer, nicht unter die Förderung, solange es sich »nur« um einen Versuch handele. Bielefeld habe Zeit bis 2021, Maßnahmen umzusetzen und die 15,5 Millionen Euro dem Förderzweck entsprechend zu investieren.

Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss hatten vor der Sommerpause die Bewerbung zum Förderprogramm »Emissionsfreie Innenstadt« beschlossen. Der Antrag beinhaltete neben den Vorschlägen für einen Jahnplatz mit weniger Schadstoffbelastung unter anderem Vorschläge, die den Radverkehr sicherer machen sollen – etwa Fahrradstraßen, neue Radverkehrsführungen und großzügige Aufstellflächen an Knotenpunkten, eine Modernisierung der heutigen Radstation oder Verlegung an einen anderen Standort, aber auch Begrünung von Straßenzügen und Plätzen im Zentrum.

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