Sa., 13.01.2018

RTL II-Chefredakteur Matthias Walter entwickelte Bundestagswahl-Sendung Weiterer Bielefelder ist für Deutschen Fernsehpreis nominiert

Nominiert für den Deutschen Fernsehpreis: Matthias Walter (36), Chefredakteur von RTL II, erfand gemeinsam mit einer Produktionsfirma die Wahlsendung »Endlich Klartext«.

Nominiert für den Deutschen Fernsehpreis: Matthias Walter (36), Chefredakteur von RTL II, erfand gemeinsam mit einer Produktionsfirma die Wahlsendung »Endlich Klartext«. Foto: dpa

Von Stefan Biestmann

Bielefeld (WB). Nicht nur der Senner Comedian Abdelkarim , sondern auch der Bielefelder TV-Journalist Matthias Walter darf vom Deutschen Fernsehpreis träumen. Als RTL II-Chefredakteur entwickelte er die von Abdelkarim moderierte Wahlsendung »Endlich Klartext«, die in der Kategorie »Beste Information« nominiert ist.

»Die Nominierung ist ein wirklich schöner Moment«, sagt der 36-Jährige im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. »Für RTL II ist das eine Riesen-Auszeichnung. Es ist toll, dass wir so ein ambitioniertes Informationsprogramm entwickeln konnten und dass es in der Öffentlichkeit so wahrgenommen wird.« Matthias Walter ist Sohn des Senner Realschulleiters Manfred Walter. Er wuchs in Sennestadt auf und machte sein Abitur am Hans-Ehrenberg-Gymnasium.

»Die teilnehmenden Politiker kamen manchmal auch ins Schlingern.«

Später arbeitete er unter anderem auch als freier Mitarbeiter des WESTFALEN-BLATTES und studierte in Dortmund Journalistik. Nach Stationen bei RTL und Vox wechselte er schließlich im Jahr 2013 als Chefredakteur zu RTL II. Gemeinsam mit einer Produktionsfirma entwickelte er schließlich die Wahlsendung. »Mir war klar: In Zeiten von Fake News und Vertrauensverlusten in die Politik müssen wir das Thema Bundestagswahl bei RTL II größer abbilden«, sagt Walter. Dabei hatte er natürlich auch das Zielpublikum im Alter von 14 bis 35 Jahren im Blick. »Wir brauchten eine große Sendung, die Politikern mehr auf den Zahn fühlt als das in Talkshows der Fall ist.«

Wie am Donnerstag berichtet, fuhr Moderator Abdelkarim in der Show mit Politikern wie Jens Spahn (CDU) oder Sahra Wagenknecht (Die Linke) an besondere Orte – und konfrontierte sie dort mit den Sorgen der Wähler. »Viele Politiker haben sich so etwas nicht getraut und sagten vorher ab«, berichtet Walter. »Die teilnehmenden Politiker haben sich dann tapfer geschlagen, aber kamen manchmal auch ins Schlingern.«

Sendung »ist eine Koproduktion aus dem Bielefelder Süden«

Das lag auch an der Schlagfertigkeit Abdelkarims. »Ich hatte es nicht darauf angelegt, dass ein Bielefelder die Sendung moderiert«, sagt Walter schmunzelnd. Aber dann fiel doch die Wahl auf den Senner Abdelkarim, der nur wenige Kilometer entfernt von Walter aufgewachsen ist. »Wir sind uns aber vor der Sendung noch nie begegnet.« Abdelkarim sei prädestiniert für die Rolle als Wahlsendungs-Moderator. »Er ist unkonventionell, traut sich was, ist unangepasst und hat nicht zu großen Respekt vor den Politikern. Und er hat unglaublich viel Witz«, lobt Walter.

Jetzt kann er am 26. Januar bei der Preisverleihung in Köln Seite an Seite mit Abdelkarim verfolgen, ob »Endlich Klartext – Der große Politiker-Check« als eine von drei nominierten Wahlsendungen den Deutschen Fernsehpreis gewinnt. Und auch wenn die RTL II-Wahlsendung in Berlin produziert wurde, stellt Matthias Walter schmunzelnd fest: »Es ist eine Koproduktion aus dem Bielefelder Süden.«

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