Mi., 31.01.2018

DSC-Geschäftsführer und Präsident im Rathaus – Sondersitzung zur Ausfallbürgschaft am 8. Februar geplant Finanzausschuss: kein Votum zu Arminia

Schatztruhe: Der Verkauf der Schüco-Arena ist wesentlicher Baustein zur Sanierung des DSC Arminia e.V..

Schatztruhe: Der Verkauf der Schüco-Arena ist wesentlicher Baustein zur Sanierung des DSC Arminia e.V.. Foto: Thomas F. Starke

Von Michael Diekmann

Bielefeld (WB). Das Sanierungskonzept für den DSC Arminia steht – das Votum des Finanzausschusses steht noch aus. Das Gremium des Stadtrates hat Dienstagabend eine Entscheidung über den Beitrag der Kommune in Höhe von 364.000 Euro und die Inanspruchnahme einer Ausfallbürgschaft vertagt.

Arminias Finanz-Geschäftsführer Markus Rejek und Präsident Hans-Jürgen Laufer hatten dem Ausschuss unter Ausschluss der Öffentlichkeit das Sanierungskonzept vorgestellt. DSC-Vereinsmitglieder kannten das Konzept mit Namen »Hermann« und dem maßgeblichen Beitrag des aus heimischen Unternehmern formierten »Bündnis OWL« bereits seit der Jahreshauptversammlung des Vereins am Sonntag. Eine breite Mehrheit des Klubs hatte sich auch für den Verkauf der Schüco-Arena bis zum Frühsommer ausgesprochen, einem wesentlichen Beitrag zur Entschuldung des Klubs. Es soll mehrere Interessenten geben. Immerhin verzichten alle privaten Gläubiger mit dem Schuldenschnitt auf Außenstände.

Eindruck hinterlassen

Für die Stadt geht es um die »Inanspruchnahme aus Ausfallbürgschaft für den DSC Arminia Bielefeld e.V. gegenüber der Volksbank Bielefeld-Gütersloh«. Damals, 1999, hatte die Volksbank dem DSC 5,77 Millionen Euro geliehen, weil die Stadt bürgte. Für die Hälfte der verbliebenen Restforderung von 891.000 Euro sollte nun die Bürgschaft ziehen.

Die Politiker beschäftigte in Zusammenhang mit der drohenden Pleite des DSC eine Vielzahl an Fragen. Offensichtlich hatte der demütige Auftritt des Duos Rejek/Laufer mit schonungsloser Offenheit bei den Politikern aber großen Eindruck hinterlassen. Erst am 14. März 2017 hatte die Politik über Sondertilgungsrechte für Arminia gesprochen. Damals war es noch um Zahlungen für die jetzt laufende Saison gegangen. Das Votum der Politik fiel damals wohl einvernehmlich. Tatsächlich offenbarte sich der Klubspitze aber im Sommer 2017 ein Finanzloch in Millionenhöhe, wie Laufer bei der Jahreshauptversammlung erklärt hatte.

Nunmehr sollen erst die Fraktionen beraten. Vor der nächsten Ratssitzung am 8. Februar soll dann in einer Sondersitzung der Finanzausschuss votieren.

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