Fr., 09.02.2018

Unternehmen ECE schenkt dem Historischen Museum zwei Fassaden-Modelle »Loom ist jetzt Teil der Stadtgeschichte«

ECE-Center-Manager Michael Latz (links) übergibt Dr. Wilhelm Stratmann, dem Chef des Historischen Museums, die beiden Fassaden-Modelle. Zunächst bis zu diesem Sonntag sind die Modelle im Museum zu sehen. Künftig gehören sie zur Dauerausstellung.

ECE-Center-Manager Michael Latz (links) übergibt Dr. Wilhelm Stratmann, dem Chef des Historischen Museums, die beiden Fassaden-Modelle. Zunächst bis zu diesem Sonntag sind die Modelle im Museum zu sehen. Künftig gehören sie zur Dauerausstellung. Foto: Mike-Dennis Müller

Von Stefan Biestmann

Bielefeld (WB). Weniger als vier Monate nach der Eröffnung ist das Shoppingcenter Loom schon »museumsreif«. Der Investor ECE hat dem Historischen Museum zwei Fassadenmodelle geschenkt. »Sie werden künftig Teil der Dauerausstellung«, kündigt Museumschef Dr. Wilhelm Stratmann an.

Zunächst nur bis zu diesem Sonntag sind die Modelle in dem Museum im Ravensberger Park zu sehen. Später könnten sie dann bei Sonderausstellungen gezeigt werden. Im Jahr 2019 oder 2020 soll dann der Gegenwartsbereich der Dauerausstellung überarbeitet werden – bereichert durch die Loom-Modelle.

»Museen beschäftigen sich nicht nur mit der Vergangenheit, sondern auch mit Perspektiven der Gegenwart und der Zukunft«, berichtet Stratmann. Die Entwicklung des Shoppingcenters Loom stehe für Gegenwart und Zukunft der Stadt. »Gerade im Handel erleben wir eine enorme Dynamik«, sagt Stratmann.

Auch drittes Loom-Modell vielleicht bald im Museum

Die Eröffnung des Shoppingcenters im Oktober habe einen »wahnsinnigen Hype« ausgelöst. Schon damals fragte Stratmann bei Center-Manager Michael Latz (ECE) nach, ob er die Schere und das Band der Eröffnungszeremonie im Museum ausstellen dürfe. Später überbrachte Latz die gute Nachricht, dass ECE dem Historischen Museum auch zwei Fassaden-Modelle schenken wolle. »Ein Museum gehört zur Identität einer Stadt«, sagt Michael Latz. »Und wir sind jetzt Teil der Stadtgeschichte.«

Die Entwicklung des Shoppingcenters in Bielefeld sei ein langer Weg gewesen – nicht nur wegen der nötigen Abstimmungen in den politischen Gremien. »Vom ersten Blatt Papier bis zur finalen Umsetzung hat es sechs Jahre gedauert«, berichtet Latz. »Uns ging es um die bestmögliche Integration in die Stadt-Architektur.« Drei Loom-Modelle, die insgesamt 60 000 Euro kosteten, seien entwickelt worden. Präsentiert wurden sie unter anderem bei einer Immobilienmesse in München. Zwei Modelle zeigen die Fassaden an der Stresemannstraße und der Bahnhofstraße. Das dritte Modell, das den Innenraum darstellt, befindet sich noch in der ECE-Unternehmenszentrale in Hamburg. Es sei denkbar, dass auch dieses Modell irgendwann dem Historischen Museum übergeben werde, kündigt Latz an.

In den nächsten Tagen viermillionster Besucher im Loom

In den nächsten Tagen erwarte das Shoppingcenter den viermillionsten Besucher. Die Loom-Fassade ist geprägt von hellem Sandstein und großen Glasfronten. Im Innenbereich nehmen viele Elemente Bezug auf die industrielle Geschichte Bielefelds und die Historie des Standorts, an dem die frühere Nähmaschinenfabrik Koch gegründet wurde. »Die Textilindu­strie hat die Stadt groß gemacht«, meint Latz. Die Loom-Konzipierung sei auch eine Hommage an die Leineweber-Tradition: zum Beispiel mit weißen Linien als Leineweber-Fäden, Maßbändern unter der Decke und Schneidertischen im Food-Court.

Die Fassaden-Modelle wurden von Restauratoren leicht überarbeitet. Die Modelle könnten künftig laut Stratmann eine Rolle im geplanten Museumsprojekt »Schaufenster OWL« spielen. Während das Nixdorf-Museumsforum Paderborn das Thema »Industrie 4.0« darstellt und sich das Freilichtmuseum Detmold dem ländlichen Leben widmet, würde auch das Historische Museum eine wichtige Rolle spielen. »Es geht um Fragen, wie das Leben in einer Großstadt ist. Da spielt der Handel natürlich eine wichtige Rolle.«

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