Fr., 09.02.2018

Bielefelder Werkzeugmaschinenhersteller mit Gewinnsprung Nächster Rekord bei DMG Mori

Blick in die Produktion: Vorstandschef Christian Thönes legt viel Wert auf motivierte Mitarbeiter. Hier arbeitet ein Team an einem patentierten Radmagazin mit Platz für mehr als 450 Werkzeuge. Michael Horn (kleines Foto) wird neuer Produktions- und Logistikvorstand.

Blick in die Produktion: Vorstandschef Christian Thönes legt viel Wert auf motivierte Mitarbeiter. Hier arbeitet ein Team an einem patentierten Radmagazin mit Platz für mehr als 450 Werkzeuge. Michael Horn (kleines Foto) wird neuer Produktions- und Logistikvorstand.

Von Edgar Fels

Bielefeld (WB). Christian Thönes, Vorstandschef des Werkzeugmaschinenherstellers DMG Mori AG, ist über den Erfolg selbst ein wenig überrascht. »Einen so lange anhaltenden Rückenwind habe ich nicht erwartet.« 2017 hat der Konzern (7000 Mitarbeiter) erneut Rekordwerte erzielt.

So kletterte der Auftragseingang nach vorläufigen Zahlen um 16 Prozent auf knapp 2,8 (Vorjahr 2,4) Milliarden Euro. Weil der weltweite Werkzeugmaschinen-Verbrauch um 4,5 Prozent stieg, ist DMG Mori damit stärker gewachsen als der Markt.

Michael Horn.

Der Umsatz erhöhte sich um vier Prozent auf 2,35 (2,26) Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern (EBT) sprang von 94 auf 176 Millionen Euro – ein Plus von 87 Prozent. Gut lief vor allem das vierte Quartal 2017. Hier hat die DMG Mori AG ein Gewinn von 60 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Vorjahresquartal gab es aufgrund stratregischer Änderungen im Gesamtkonzern noch ein Minus von 4,9 Millionen Euro. Auch der Umsatz stieg von Oktober bis Dezember um 9 Prozent auf 692 (Vorjahresquartal 637) Millionen Euro.

DMG Mori AG ist Tochter des japanischen Werkzeugmaschinenherstellers DMG Mori Seiki. Gemeinsam vermarkten sie sich als »Global One Company« mit insgesamt 12.500 Mitarbeitern in 14 Produktionswerken sowie 157 Vertriebs- und Servicestandorten. DMG MORI beliefert Kunden aus 42 verschiedenen Branchen in 79 Ländern.

»Unsere Erfolge im Geschäftsjahr 2017 können sich sehen lassen«, sagt Vorstandsvorsitzender Thönes. »Wir haben die Schlaglöcher zugeteert«, betont er in Anspielung auf Märkte, in denen es bisher nicht so gut lief. Zum Beispiel im Werk in Russland: Dort habe der Konzern 2016 noch rote Zahlen geschrieben, 2017 aber »gute schwarze Zahlen.«

Positiver Blick in die Zukunft

Als bedeutsam hebt Thönes hervor, dass der Konzern zudem wichtige Zukunftsfelder besetzt habe. Dazu gehöre der Ausbau der Digitalisierungsstrategie ebenso wie der 3D-Druck (additive Fertigung). Ende 2017 hat DMG Mori als »weiteren Meilenstein seiner Digitalisierungsstrategie« die Werkbliq GmbH aus Bielefeld mit ihrem 20-köpfigen Team übernommen. Werkbliq bietet eine herstellerübergreifende Plattform, auf der alle Beteiligten auf Knopfdruck im Wartungs- und Instandhaltungsprozess miteinander vernetzt werden.

»Auch 2018 werden wir an Rekordwerten arbeiten«, ist Thönes zuversichtlich. Zudem habe das Jahr gut begonnen. Auf seiner Traditions-Hausausstellung in Pfronten erzielte DMG Mori einen Auftragseingang von gut 285 Millionen Euro – ebenfalls ein Rekordwert. Um den Service weiter zu verbessern, stellt DMG Mori in diesem Jahr 200 neue Mitarbeiter im deutschsprachigen Raum ein. Ferner gibt es ein viertes Vorstandsressort: Zum 15. Mai wird Michael Horn (46) Vorstand für Produktion, Logistik und Qualität. Derzeit ist er Vorstandsmitglied der Körber AG in Hamburg.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5501571?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F