Di., 13.03.2018

Infoveranstaltung: Projekt ist keine Frage des Geldes mehr Offene Lutter: In exakt einem Jahr ist Baubeginn

Martin Wörmann, Leiter des Umweltamtes, erklärt den Ablauf des Verfahrens.

Martin Wörmann, Leiter des Umweltamtes, erklärt den Ablauf des Verfahrens. Foto: Bernhard Pierel

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). In einem Jahr soll Baubeginn sein. Dann soll nach dem Teil im Park der Menschenrechte ein weiteres Stück der Lutter frei gelegt werden. Offen fließen soll sie auf 600 Meter Länge zwischen Niederwall und Teutoburger Straße in der Ravensberger Straße.

Wie genau das aussehen und wie der Straßenquerschnitt – von Seite zu Seite 15 Meter – gestaltet werden soll, darüber informierten Montagabend unter anderem Umweltamt, Amt für Verkehr, Verein Pro Lutter und das Planungsbüro Sönnichsen. Rund 60 Zuhörer – Befürworter, aber auch Gegner des Projektes – waren in die Aula des Gymnasiums am Waldhof gekommen.

Verkehrsplaner Hartmut Harnisch sagte, es sei die »erste Bürgerinfoveranstaltung seit 2014«. Der Grund: Das Projekt stand zwischenzeitlich auf der Kippe, weil die Finanzierung unzureichend war. Die Stadt sagte schließlich zu, zehn Prozent der Kosten zu übernehmen, für weitere zehn Prozent will der Verein Pro Lutter Sponsoren gewinnen.

Zusage im November 2017

80 Prozent der Baukosten des Teilabschnittes von 3,2 Millionen Euro kommen aus dem Städtebauförderprogramm »Zukunft Stadtgrün NRW«. Die Zusage kam im November 2017, seitdem werde, so Martin Wörmann, Leiter des Umweltamtes, die Planfeststellung vorbereitet, der sich die Ausschreibung der Arbeiten anschließe.

Martin Enderle (Pro Lutter) sagt, dass er zuversichtlich sei, Sponsoren für den Vereinsanteil von 320.000 Euro zu gewinnen. Die Bundesumweltstiftung und die Allianz Umweltstiftung hätten vor Jahren schon ihre grundsätzliche Bereitschaft, das Projekt unterstützen zu wollen, signalisiert. Enderle: »Der Verkehrsverein will 40.000 Euro dazu geben und die in Bielefeld beheimatete Kurt-Lange-Stiftung hat eine Zusage über 50.000 Euro gegeben.« Die Anträge an die Stiftungen würden jetzt gestellt. Er betonte ausdrücklich, dass das Lutterwasser sauber sei. »Es gibt keinen Grund mehr, Fließgewässer aus hygienischen Gründen verrohrt unter die Erde zu verbannen.«

Wiederherstellung der Straßenoberfläche bis 2020

Verkehrsplaner Hartmut Harnisch geht davon aus, dass die Wiederherstellung der Straßenoberfläche in der Ravensberger Straße 2020 durchgeführt und abgeschlossen wird: »Möglicherweise können wir auch schon in Teilabschnitten 2019 anfangen.«

Der Wasserstand der Lutter, deren Bett etwa 1,80 Meter breit würde, sei niedrig, sie würde mit hoch stehenden Steinen eingefasst. Dank des niedrigen Wasserspiegels seien keine Geländer erforderlich.

Auf Wunsch der Anlieger werde die Offene Lutter die Straßenseite einmal wechseln, und zwar in Höhe der Mittelstraße von der rechten Seite (Richtung August-Bebel-Straße) auf die linke Seite; der Wechsel ist unterirdisch. Die Ravensberger Straße wird auch künftig Einbahnstraße sein, Stellplätze sind als Schrägparken angeordnet, die neu zu pflanzenden Bäume stehen etwa fünf Meter von den Häusern entfernt. Anwohner beklagten die zeitlichen Verzögerungen (»Noch weitere zwei Jahre Baustelle«) und zeigten sich besorgt, dass es zu wenige Parkplätze geben könnte.

Kommentare

Besorgt über wenig Parkplätze?

Die Ravensberger Straße ist zugepflastert mit Autos. Die Fahrbahnmarkierung zwischen August-Bebel-Str. und Teutoburger Str. wird von Autofahrerinnen und Autofahrern völlig ignoriert. An manchen Stellen ist auf dem Fußgängerweg kein Durchkommen. Autos an allen Ecken von Shishabar, Sportwetten und Bäckerei an der Ravensberger Ecke August-Bebel. - Je mehr Wasser fließt und Bäume gepflanzt werden, desto ordentlicher wird es hier wieder, und das Grauen mit all diesen Autos findet ein Ende. Hoffentlich geht´s bald los.

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