Di., 17.04.2018

Stadt, Betreiber und Nachbarn reden über Lärmschutz – Stillschweigen vereinbart Gesprächsgipfel zum Falkendom

Der Rechtsstreit um den Falkendom-Lärm dauert an. Gestern gab es einen Ortstermin mit den Nachbarn.

Der Rechtsstreit um den Falkendom-Lärm dauert an. Gestern gab es einen Ortstermin mit den Nachbarn. Foto: Bernhard Pierel

Bielefeld (WB). Im Rechtsstreit um den Lärm im Falkendom haben am Montag die Nachbarn als Kläger, die Stadt als Immobilienbesitzer und die Falken als Betreiber des Jugendzentrums über eine außgergerichtliche Einigung gesprochen. Dabei stellte die Stadt die Maßnahmen vor, mit denen der Lärm reduziert werden soll. Über die Inhalte des Gesprächswurde Stillschweigen vereinbart.

»Wir reden miteinander und bleiben im Gespräch«, sagte Burkhard Zurheide, Anwalt der Nachbarn, auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage. Auch von dem am Termin beteiligten städtischen Immobilienservicebetrieb war gestern nach dem Ortstermin keine Stellungnahme zu erhalten.

Das gemeinsame Gespräch sollte eigentlich schon im Herbst 2017 stattfinden, verzögerte sich aber. Wie berichtet, hatten die Nachbarn Klage gegen die Baugenehmigung für den umgebauten und im Dezember 2016 neu eröffneten Falkendom an der Meller Straße eingereicht. Das Verwaltungsgericht Minden untersagte bereits im Oktober im Eilverfahren den Betrieb von 22 bis 6 Uhr morgens. Der Termin für eine mündliche Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht stehe noch nicht fest, hatte zuletzt Gerichtssprecherin Vivienne Bock dem WESTFALEN-BLATT berichtet.

Bei einem Ortstermin des Verwaltungsgerichts im April 2017 waren drei Lärmmessungen vereinbart worden. Die erste ging dann im Juni während eines Heavy-Metal-Konzerts über die Bühne. Das Ergebnis der Dekra, das über den zulässigen Lärmwerten liegt, war nach Meinung aller Beteiligten aussagekräftig genug. Klar sei, dass weniger die Musiker im Falkendom, sondern eher die Geräusche und Gespräche der Besucher im Außenbereich Grund für die hohen Werte seien.

Kommentare

Danke fürs dranbleiben, Westfalen-Blatt!

Gut, dass es weiter geht.
Der Falkendom wurde schon während des Umbaus schmerzlich als Veranstaltungsort vermisst und durch Rechtsstreit und Verzögerung wurde es natürlich nicht besser. Es wird wirklich Zeit, dass sich die Lage hier entspannt.
Natürlich wäre im Endeffekt die Landesregierung NRW gefordert ihren unsinnigen "Freizeitlärm-Erlass" in einen nicht so realitätsfernen Zustand (Anspruch auf den Schallpegel einer Bibliothek - mitten in der Großstadt) zu bringen. Aber darauf möchte wohl niemand ernsthaft warten...

1 Kommentare

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