Di., 24.04.2018

Neue Arbeitskreise bilden sich beim zweiten Ummelner Bürgerdialog Diskussion über 170 Ideen

Die Organisatoren Imke Meyer und Stefan Zollondz (mitte) diskutieren zusammen mit einer der Kleingruppen, in der auch Sozialdezernent Ingo Nürnberger (links) und Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr (rechts) sitzen, über die Themen Verkehr und Infrastruktur.

Die Organisatoren Imke Meyer und Stefan Zollondz (mitte) diskutieren zusammen mit einer der Kleingruppen, in der auch Sozialdezernent Ingo Nürnberger (links) und Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr (rechts) sitzen, über die Themen Verkehr und Infrastruktur. Foto: Panhorst

Von Kerstin Panhorst

Bielefeld-Ummeln (WB). »Wie wollen wir in Ummeln zusammen leben?« lautete die grundlegende Frage des ersten Ummelner Bürgerdialogs. Im vergangenen Herbst hatte das AWO-Quartiersbüro auf Postkarten Ideen und Anregungen gesammelt und Ende November 2017 ein erstes Treffen mit 70 Interessierten im Casino Goldbeck veranstaltet.

Insgesamt 170 Ideen sind bei diesem ersten Ummelner Bürgerdialog zusammen gekommen, von denen jetzt in einer zweiten Runde die dringlichsten und meist gewünschten weiter diskutiert wurden. In den Räumen der Bibelgemeinde Ummeln trafen sich am Wochenende 45 Menschen und beschäftigten sich in Kleingruppen mit Themen wie Verkehr, Wohnen, Kultur, Bildung, Freizeit und Begegnung.

Eine organisierte Nachbarschaftshilfe, mehr Bildungsangebote für Geflüchtete, die Gründung eines neuen Kulturkreises und die damit verbundene Vernetzung mit Quelle sowie eine mögliche Begegnungsstätte für Ummeln im Trüggelbachgebäude wurden diskutiert und sollen auch künftig in Arbeitskreisen weiter verfolgt werden.

Zudem wurde die Idee eines Siegels für die Kaufmannschaft erörtert, das ähnlich dem Demenzsiegel der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -Psychotherapie e.V. Geschäfte kenntlich macht, die sich gerne Zeit nehmen im Umgang mit Geflüchteten und deren Verkäufer sensibilisiert werden für den Umgang mit den Flüchtlingen. »Das bietet eine niederschwellige Ermutigung mit Menschen ins Gespräch zu kommen auch wenn man vielleicht die Sprache noch nicht so gut spricht«, erklärt Imke Meyer. Die Quartiersarbeiterin und ihr Kollege Stefan Zollondz hatten den Bürgerdialog organisiert, zu dem viele Vertreter örtlicher Vereine, einzelne interessierte Bürger sowie Mitglieder der Bezirksvertretung, Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr und Sozialdezernent Ingo Nürnberger kamen. »Das ist eine gute Mischung, denn es gibt einige Ideen die die Menschen vor Ort schnell selber umsetzen können«, sagt Ingo Nürnberger. Andere langfristige Dinge die Infrastruktur oder Verkehr betreffen, seien Dinge bei denen die Stadt und die Bezirksverwaltung tätig werden müsse. Zwar lösten die Bürgerdialoge in Ummeln und anderen Stadtteilen vorrangig der Zuzug von Flüchtlingen aus, inzwischen sind sie aber zu einem Selbstläufer geworden. »Durch die großen Flüchtlingsunterkünfte haben wir natürlich eine große Belastung für die Quartiere geschaffen, aber über die Integration ist man zu anderen Themen gekommen, die Quartiere sind in Bewegung geraten«, meint der Sozialdezernent.

Wie schnell so eine Bewegung manchmal gehen kann zeigt das erste bereits umgesetzte aus dem Bürgerdialog entstandene Projekt. Bei der Ideensammlung im November kam der Wunsch nach einem Kinderchor auf und die Evangelische Kirchengemeinde reagierte prompt. Gemeinsam mit einer Montessori-Pädagogin wird derzeit ein neuer Kinderchor aufgebaut, der eventuell schon beim Quartiersfest in der Zedernstraße am 15. September erstmals öffentlich auftreten soll.

Dann wollen die Organisatoren vom AWO-Quartiersmanagement auch die nächsten Zwischenergebnisse aus den neuen Arbeitskreisen vorstellen. Wer selbst noch bei einem der Kreise mitwirken möchte, findet die einzelnen Termine und Ansprechpartner auf der Quartiers-Internetseite:

www.quartier-zedernstrasse.de

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