Fr., 18.05.2018

Zwei Bielefelder Einbrecher müssen viereinhalb und zweieinhalb Jahre ins Gefängnis Haftstrafe nach Verfolgungsjagd mit Polizei

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Bielefeld/Herford (WB/swa). Das Gericht kannte am Ende keine Gnade und verurteilte gestern zwei Bielefelder (26) wegen Wohnungseinbruchdiebstahls, fünffachen Einbruchs, Diebstahls, Körperverletzung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu Haftstrafen von viereinhalb und zweieinhalb Jahren.

Wie berichtet, stahlen die Angeklagten in 13 Tagen vier Autos und ein Quad, entwendeten aus drei Wohnungen Wertgegenstände und begingen drei Tankbetrüge. Bei zwei Verfolgungsjagden in Schildesche und Mitte, bei denen Passanten gefährdet wurden, konnten die Straftäter der Polizei entkommen. Endstation für die 26-Jährigen war dann in den Niederlanden, wo Polizisten die Flüchtigen mit Schüssen auf die Reifen des Fluchtwagens stoppen konnten.

Der Vorsitzende Richter Carsten Wahlmann stufte einen Wohnungseinbruch in Melle als besonders schwerwiegend ein. Über ein Kellerfenster drangen die Angeklagten mit zwei Komplizen in ein Wohnhaus ein. Dort stahlen sie hochwertige Unterhaltungselektronik im Wert von 3000 Euro, nahmen den Schlüssel für einen 30.000 Euro teuren Audi Q3 mit und fuhren mit dem neuen Wagen davon. Pikant: In der Wohnung fand die Polizei mehrere Messer, die die Einbrecher für den »Notfall« parat gelegt hatten, falls die Hauseigentümer gestört hätten.

Nissan in Herford gestohlen

Weiterhin stahlen die Männer einen Nissan, der mit laufendem Motor vor einer Werkstatt in Herford parkte, entwendeten einen Ford Focus von einer Mutter eines beteiligten Komplizen und nahmen bei einem Wohnungseinbruch den Schlüssel für einen Honda mit, der später als Fluchtwagen diente.

Der Hauptangeklagte Kevin S. wurde nun zu einer viereinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Nur drei Wochen nach einer verbüßten dreieinhalbjährigen Haftstrafe wegen Wohnungseinbruchdiebstahls hatte er die nun angeklagten Taten begangen. Davor wurde S. zu einer zweieinhalbjährigen Freiheitsstrafe wegen Körperverletzungsdelikten verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte für den Bielefelder fünfeinhalb Jahre beantragt.

Der Mitangeklagte muss für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Der wegen Handels mit Betäubungsmitteln vorbestrafte Mann war nicht an allen Taten beteiligt. Dennoch scheiterte sein Verteidiger mit dem Versuch, eine Bewährungsstrafe zu erreichen.

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